Der Anfang oder „Ihr habt doch noch so viel Zeit“

Vorab muss ich eines gestehen: offensichtlich fiel ich etwas aus dem Rahmen, was Hochzeitsvorbereitungen angehen.

Ich erlebte junge Frauen, die bereits vor einem Antrag ALLES wussten. Wie der Antrag zu sein hat, welches Kleid es wird, wie das Styling ist, wo geheiratet wird, wo und wie gefeiert wird, wer neben wem sitzt. Das volle Programm. Das ging soweit, dass die Mädels bereits teilweise Ordner anlegten. Der krasseste Fall reservierte immer Locations vor, damit alles fixiert werden kann, wenn der Kniefall des Mannes kam. Bisher kam er noch nicht.

Klar, ich überlegte auch mal, wie das so sein könnte. Wir sprachen schließlich auch über die weiter entfernte Zukunft. Vorstellungen hatte ich aber keine, geschweige denn unumstößliche Wunschgedanken. Es war eher das Überlegen, wie schnell man sich an einen neuen Namen gewöhnt. (Ich weiß, sehr romantisch).

Der Antrag kam für mich auch eigentlich überraschend. Ich hatte mit einem langjährigen Freund, dem Herrn S., im Mai noch rumgeunkt, aber ich glaubte nicht dran. Die Gelegenheit, die mir (und lustigerweise auch unseren Müttern) ideal erschien, verging ohne. Die Überraschung folgte jedoch nur sehr kurze Zeit danach.

Über die Verlobung freuten sich alle, was uns wiederum freute. Freudig setzten wir uns mit dem Thema „Wir heiraten“ auseinander. Es war am Anfang aufregendes Neuland. Es folgten Recherchen in alle Richtungen. Wo wollen wir heiraten? Wie wollen wir heiraten? Wann wollen wir heiraten? Wer soll dabei sein? Und, und, und…

Jetzt, ein halbes Jahr nach Beginn stehen die Grundpfeiler unseres Hochzeitstages. Die Location ist fest gebucht, die Eheschließung angemeldet, die Gäste informiert. Das Kleid ist ausgesucht und in den kommenden Wochen wartet der Feinschliff. Daher bleibt gerade nur abzuwarten, welche Baustellen sich noch auftun. Mögen es wenige und vor allem kleine sein. Ich habe aktuell nur einen Wunsch: Lasst mich nicht auf der Zielgeraden zum Brautzilla mutieren.

Und: andere Gesprächsthemen fände ich mittlerweile eigentlich in der Familie auch wieder ganz nett…

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2 Gedanken zu „Der Anfang oder „Ihr habt doch noch so viel Zeit““

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