Hochzeit Einladung DIY

DIY: Hochzeitseinladungen

Einladungen zur Hochzeit sind irgendwie immer zauberhaft. Ich hatte schon echt tolle in der Hand. Entweder liebevoll selbstgebastelt oder schick & edel bei einem der vielen Anbieter im Netz bestellt.  Die Möglichkeiten sind unendlich viele – und das ist wunderbar.

Wir sind jetzt gut 4 Monate vor Tag X und ich hatte den hoffentlich einzigen Brautzilla-Moment. Das Layout der Karte hat mich schier wahnsinnig gemacht, aber ich fange von vorne an.

Am Anfang stand die Idee des Brainstormings im Raum. Was soll alles in die Einladung rein? Welche Informationen werden immer abgefragt? Was können wir abnehmen? Wollen wir auf eine Webseite verlinken? Wenn ja, wie soll die Webseite aussehen? Wenn nein, wie viele Infos brauchen Gäste eigentlich? Was wollten wir bisher immer wissen? Haben wir ein Farbkonzept? Wenn ja, wie sieht das aus? Welches Format soll die Karte haben? Fragen, Fragen, Fragen….

Nach ein paar Grübelmomenten stand für uns fest, wir wollen eine Art Register in der Einladung haben. Das sahen wir vor zwei Jahren in ähnlicher Form bei der Heirat des Paares W. und fanden das richtig klasse. Bei den Beiden steckten die Register in einer Art Papphülle. Es war total übersichtlich und praktisch und hübsch – und anders.

Also experimentierte ich und schnitt und beschriftete ein Probeexemplar per Hand, klemmte es in eine Doppelkarte und freute mich. Leider ging der beidseitige, kongruente Druck mit meinen Hilfsmitteln (Word 2010) nicht auf. Wahrscheinlich lag es hauptsächlich an meiner fehlenden Logik und dem unprofessionellen Drucker für den Heimbedarf, der Papier einfach nicht gleich einziehen kann. Somit verwarfen wir die erste Idee, die wir persönlich schon echt klasse fanden.

Danach ging ich über zu einzelnen Blättern. Das ging schon besser mit dem Formatieren und ich brauchte hier auch den ollen, deckungsgleichen Druck nicht. Also Einladungstexte und alle Infos gesammelt. Tonkarton zugeschnitten, die Einlegeblätter hinsichtlich der Größe angepasst und ab ging der Probedruck. Sah ganz brauchbar aus. Nur sah die Karte von außen noch ganz schön langweilig aus.

Im Bastelladen des Vertrauens (idee Creativmarkt) deckte ich mich mit Stempeln ein und legte los. Von der Grundidee gefiel uns ein leichter Vintage-Look. Aber nicht zu verspielt. Im Internet fix noch eine Vorlage für den Einladung-Schriftzug-Hintergrund gesucht (Google-Suche: Vintage Label). Dank der Lochzange und den sogenannten Brads in Form eines alten Nagels konnte das Außen- und Innenleben der Karte wie gewünscht verbunden werden. Fertig war der Prototyp. Das war im November.

Die Einladungen wollten wir mit Bestätigung vom Standesamt final verschicken. Bereits im vergangenen Sommer verschickten wir die Save-the-Date-Karten, somit war unser Termin bei unseren potentiellen Gästen bereits vorgemerkt (hoffentlich). Die Einladungen wollten wir dann gut sechs Monate vor der Trauung verschicken – so der Plan. Gedacht war dies für Ende Januar. Nun wurde es Mitte Februar. Leider gingen dann in einem Landkreis die Einladungen auch noch verloren, sodass wir erst am letzten Wochenende alle Einladungen final zustellen konnten. Daher bin ich wirklich froh, dass wir eine Save-the-Date-Karte verschickten, weil mir persönlich jetzt schon wieder alles viel zu knapp war.

Was ich zum Basteln benötigte:

  • Tonkarton (Farbe: Tanne)
  • Papier (Farbe: Sand)
  • Stempel Einladung
  • Schablone für das Vintage Label
  • Silikonstempel (Doilies)
  • großer und kleiner Stempelblock für Silikonstempel
  • Stempelkissen (schwarz)
  • alte Zeitung (als Unterlage)
  • Kleber
  • schwarzer Filzstift, Bleistift
  • Lochzange (4mm Durchmesser)
  • Brads (Art Musterbeutelklammer, nur dekorativer)
  • Glitzerkleber in grün
  • Schere, Schneidelineal
  • Lineal (30cm)
  • PC mit einem Textverarbeitungsprogramm
  • Drucker
  1.  Aus einem Bogen Tonkarton A4 schnitt ich mit Hilfe meines Schneidelineals den Karton in vier gleiche Teile. Dazu maß ich von jeder Seite die Hälfte ab und erhielt so vier (mehr oder weniger DIN A6 – gerechte) Karten. Vier einzelne A6-Karten reichten in meinem Fall für zwei Einladungen mit je einem Vorder- und Hinterteil.
  2. Zunächst stempelte ich die Ornamente wie geplant auf den Karton und ließ die Stempelfarbe trocknen. In den Mittelpunkt setzte ich dann mit grünem Glitzerkleber kleine Highlights.Hochzeitseinladung selbstgemacht
  3. Für den Hintergrund des Einladungsteils erstellte ich zunächst eine Schablone. Das Blatt Papier in der Farbe des Innenlebens teilte ich mir entsprechend der Schablonenmaße auf und stempelte zuerst in jedes Viereck das Wort Einladung. Erst danach legte ich die Schablone auf und zeichnete final die Umrisse. Dadurch konnte ich sicher gehen, dass die Schrift relativ zentriert im Label gesetzt ist. Nach dem Ausschneiden der Formen malte ich den Rand mit einem schwarzen Filzstift noch dick nach. Das fertige Label klebte ich mittig auf die Vorderseite der Einladungskartons.
  4. Für das Innenleben der Karte bestimmte ich anhand der Anzahl der benötigten Registerblätter die Größe der Einleger. Dazu nahm ich das Kartonkartenmaß des A6-Kartons und zog einen Sicherheitsabstand ab.
  5. Nun ging ans Füllen der Blätter. Im Vorfeld legten wir bereits fest, was genau an Informationen in unsere Einladungen gehören. Wichtig war für uns, dass nicht all zu viele Informationen offen bleiben. Manchmal traut man sich ja auch nicht zu fragen, was sich das Paar wünscht oder wie teuer das Zimmer ist oder ob es einen bestimmten Dresscode gibt.
  6. Vor dem Drucken sollten alle Texte einheitlich formatiert und Schriftarten und -größen unbedingt überprüft werden! Dazu am besten auf Schmierpapier einen Probedruck ausdrucken und mit einem sehr kritischen Auge jede einzelne Seite komplett überprüfen. Das spart viele Nerven, glaubt mir.
  7. Nach dem Druck mussten die Textfelder ausgeschnitten und in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Das Schneiden fraß viel Zeit, das ist unbedingt einzuplanen!
  8. Beim Stanzen der Löcher ist darauf zu achten, dass die Löcher an der gleichen Stelle sind. Ich positionierte dazu das Deckblatt auf der Rückseite der Vorderkarte, richtete aus und setzte die Lochzange an. Anschließend legte ich das Deckblatt wieder auf den Stapel der einzelnen Blätter und lochte diese. Am Ende lochte ich die hintere Karte, wozu ich die Vorderkarte zum Positionieren der Locherstanze nutzte. Dadurch saß alles so, wie es sollte und ich überforderte die Lochzange nicht, indem ich alles zusammen lochen wollte.
  9. Am Ende setzte ich die Karten vor und hinter den Blätterblock und verband sie mit Hilfe des Nagel-Brads.
  10. Die Anrede schrieb ich per Hand rein, weil ich das persönlicher finde. Am Ende unterschrieben wir beide noch und fertig war unsere Einladungskarte.

DIY Einladung Hochzeit

Auch hier kann ich wieder nur Pinterest empfehlen, um sich inspirieren zu lassen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, eine Einladung zu gestalten – sei es mit Hilfe von Profis aus Druck-Häusern oder daheim am Schreibtisch. Zu beachten ist nur, dass der Text am besten von Außenstehenden gegengelesen wird, um Verständnisfehler zu vermeiden und ggf. auf Tippfehler hinzuweisen. Es sollte auch immer genug Zeit für die Gestaltung und den Druck bzw. die Erstellung der Karte eingeplant werden. Wer ein äußerst knappes Budget hat, muss ebenfalls beachten, dass manche Briefformate und auch Gewichte entsprechend höheres Porto kosten.

Ansonsten: Lasst eurer Kreativität freien Lauf!

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