Teeblume

Grüner Tee als Teeblume
Zum Geburtstag bekam ich zwei Teeblumen geschenkt, weil ich Tee ganz gerne trinke – vor allem in den kühleren Jahreszeiten. In einer Glasteekanne kommt die Teeblume optisch gut zur Geltung, geschmacklich bleibe ich dann doch eher bei meinem losen grünen Tee. Das liegt aber vielleicht auch an der Jasmin-Note bei meiner Varante.
PS: Wer meinen Einkaufskampf bei der Suche nach einer Glastekanne verfolgte: Mit diesem Modell kann ich jetzt ganz gut leben, aber verliebt bin ich nicht. Immerhin ist die Kanne für die Herstellung von Eistee geeignet und ist auch etwas stabiler als die klassischen Teekannen namenhafter Hersteller.
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Markt etwas anders

Mainz hat mich mit seinem Wochenmarkt und insbesondere mit dem genialen Stand (Nummer 51, Obsthof Werner) voller Äpfel, die noch nach Apfel schmecken, wirklich verwöhnt. Supermarktäpfel schmecken mir nach wie vor nicht mehr. Die Marktäpfel hier in Frankfurt haben mich auch noch nicht verzaubert geschweige denn beim Backen überzeugt. Auf der Suche nach einem neuen Apfeldealer für mich, stolperten wir in die wahrscheinlich bekannteste Markthalle Frankfurts:

Die Kleinmarkthalle

„Ein Stück Frankfurt mit Herz“

Kurz zur Geschichte: Bereits seit Hunderten von Jahren gab es in der Frankfurter Innenstadt einen Treffpunkt, an dem die Bewohner des Umlandes ihre frischen Lebensmittel zum Kauf anboten (so wie wahrscheinlich in der Näher aller größeren Siedlungen). Der Geruch von Käse, Wurst, Obst, Gemüse und frischen Backwaren lag somit gefühlt schon immer in der Luft, wenn Markt war. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine Markthalle errichtet – im Stil der Neurenaissance. Dank des Bombenhagels 1944 im WK II wurde auch das Gebäude zerstört. Nach 1954 wurde die Markthalle wieder mühsam aufgebaut und wird bis heute offensichtlich sowohl von den Händlern als auch den Kunden gerne genutzt. (Fotos zur Geschichte hier klicken.)

Die Händler heute bieten vor allem Lebensmittel an. Backwaren, Süßigkeiten, Fisch, Wurst- und Fleischwaren, Tee, Obst und Gemüse, Wein und Spirituosen. Dank einiger internationaler Geschäfte gibt es beispielsweise auch Delikatessen aus Italien. Ich hätte alles kosten wollen.

Mir fiel positiv auf, dass es hier bei den Fleischern auch Kutteln, Rinderherzen und Schweineköpfe in den Auslagen gab und nicht nur das „schöne“ Fleisch. Da ich prinzipiell von gut zubereiteten Innereien nicht abgeneigt bin, mich aber beispielsweise an die Zubereitung eines Rinderherzen noch nicht wagte, weil man sie eben nicht an jeder Fleischtheke erhält, werde ich dort wohl noch den einen oder anderen Einkauf wagen. Die bessere Hälfte war sowieso direkt in diverse Rinderstücke verliebt. Hier ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Pfanne oder der Schmortopf heiß gemacht wird.

Die Halle an sich war mir etwas zu eng, aber es ist eben Markt und noch dazu einer in einem Gebäude. Platz zum Tangotanzen wird man dort nie finden. Aber das ist sicher auch der Charme, den das Einkaufen in der Kleinmarkthalle bietet. Man kann schauen, die Händler laden einen zum Probieren ein. Es duftet wunderbar und es ist ein ganz anderes Einkaufen als im Supermarkt um die Ecke. Ich mag Märkte mit eigenem Flair – und das hat die Kleinmarkthalle definitiv.

Kurz zusammengefasst:

Was: Kleinmarkthalle Frankfurt am Main

Wo: Hasengasse 5, 60311 Frankfurt am Main

Wann: Mo-Fr 8.00-18.00 Uhr / Sa 8.00-16.00 Uhr

Die Kleinmarkthalle #1 (Tipp: vor allem die Neuigkeiten beachten, es gibt Führungen in der Halle!)

Die Kleinmarkthalle #2 (umfangreiche Informationen, auch in englischer Sprache)

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Schokoladenhandbuch

„Es lebe die Schokolade und der, der sie erfunden hat.“ – Carlo Goldini

Bei meiner Arbeit muss ich recht viel zu den unterschiedlichsten Themen recherchieren. So stolperte ich im März über einen Artikel zum Thema Schokolade. Buch und Schokolade? Noch dazu so gut wie keine Kritik am Werk zu finden? Her damit! Ab in den Warenkorb bei Amazon. Einige Tage später hatte ich mein eigenes Exemplar in der Post:

Der Schokoladentester

Ich bin ehrlich: Alle 731 Seiten habe ich noch nicht vollständig durchgelesen. Das war auch nicht mein Plan beziehungsweise eignet sich das Buch nicht so sehr dafür, es stur durchzulesen. Es gibt nämlich zwei Teile: Zum einen die Entstehungsgeschichte von Kakao, wie er angebaut und weiterverwendet wird, zum anderen die eigentlichen Testergebnisse.

Der Autor Georg Bernardini (selbst in der Schokoladenindustrie tätig) testete über einen längeren Zeitraum eine Vielzahl an Produkten von Schokoladenherstellern weltweit. Dabei nahm er nach eigenen Angaben einige Kilogramm zu – ein Opfer für die Wissenschaft.

Der Teil des Buches mit den einzelnen Herstellern und Sorten ist der umfangreichste Part des Buches. Hier lese ich einzelne Artikel stets zeitgleich zum Genuss von Schokolade. Die Beiträge zu lesen und zeitgleich das Gelesene mit dem eigenen Empfinden zu vergleichen, ist eine angenehme und kurzweilige Beschäftigung. Aber ideal, um nach Feierabend einfach mal für 20-30 Minuten die Seele baumeln zu lassen.

Ich habe bereits drei, vier Hersteller getestet und bin häufig der gleichen Meinung wie Bernardini. Auch bei seiner absoluten Nummer Eins stehe ich voll und ganz hinter seiner Entscheidung. Die Schokoladen des Unternehmens Zotter aus Österreich sind einfach ein Genuss. Die kleinen Tafeln kosten zwar mittlerweile auch etwas mehr, aber man schmeckt eindeutig den Unterschied zur preisgünstigeren Alternative aus dem Supermarkt. Wenn ich ein Stück Genuss vernaschen will, dann sind es mir die drei bis vier Euro auch wert. Für den Alltag bleibe ich aber der Kinderschokolade treu. Wegen der Kindermilch 😉 Und weil meine Mama mich damit noch immer liebevoll versorgt.

Das Buch kann ich jedem empfehlen, der entweder selbst gerne Schokolade nascht oder eine Naschkatze kennt, die gerne liest. Die Farbe des Einbandes ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, dafür fällt es in jedem gut sortierten Bücherregal auf.

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Ein Herz für Bücher

Dank meines täglichen Aufenthalts im ÖPNV komme ich endlich wieder dazu, Bücher zu lesen. Zu Beginn habe ich angesammelte Werke auf meinem Kindle nach und nach abgearbeitet. Aktuell lese ich den zweiten Band von „Das Lied vom Eis und Feuer“ von George R.R. Martin. Da diese derzeitig nur als Taschenbuch erhältlich sind, hatte ich zu Beginn meine Bedenken, sie wirklich unterwegs zu lesen. Meine Tasche ist nicht die größte, aber die Bücher sind recht umfangreich. Durch ständiges Einstecken und Herausholen leidet der Einband eines Buches massiv. Wer ein Herz für Bücher hat, versteht mein Problem.

Für das erste Buch der Reihe benutzte ich eine einfache, kleine Tüte, aber das ging mir mit der Zeit auch auf die Nerven – auch wenn ich nicht der einzige Leser in der S-Bahn bin, der seine Bücher auf diese Weise schützt. Eines Tages sah ich dann bei der Frau neben mir einen Umschlag aus Stoff. Ich recherchierte. Der lokale Buchladen sollte sie verkaufen. In Mainz hatte ich leider kein Glück, aber Freund Internet half auch hier.

Libri x

Der moses.Verlag Shop bietet eine Vielzahl an Gadgets für Leseratten und auch diese tollen Buchhüllen (sogar in zwei Größen). Ich bestellte mir eine und fischte sie bereits am nächsten Tag aus dem Briefkasten. Der Alltagstest beweist, dass der Kauf eine gute Idee war. Kein Eselsohr, keine abgeknickten Ecken des Buches und endlich kein Geraschel einer Plastetüte, was mich persönlich am meisten störte.

Die Handhabung der Hülle ist denkbar einfach. Für den vorderen Buchdeckel gibt es eine Tasche, in die der vordere Buchdeckel gesteckt wird. Der rechte Teil der Hülle ist variabel und wird je nach Umfang des Buches mit Hilfe eines Gummibandes (in meiner Version schwarz) befestigt. Im Handumdrehen ist das Buch verpackt und geschützt.

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Zucker im Kaffee

…und Zitrone oder Sahne im Tee…

Was auch sehr gut geht:

Kakaopulver im Kaffee

Wie hier bereits zu lesen war, darf ich aktuell Kaffee von Melitta (BellaCrema Selection 2013) testen. Frisch gemahlen und aufgebrüht ist der Kaffee bereits ein Traum. Neulich musste ich Backkakao nachkaufen und las auf der Verpackung: „Genießer wissen die Zugabe von Kakao zum Kaffeepulver zu schätzen.“ Moment. Schokoladiger Geschmack im Kaffee? Das gefällt mir!

In diesem Fall ist der Vorteil auf meiner Seite, keinen Vollautomaten zu haben. Der würde die Zugabe eines feinen Pulvers sicher nicht so begrüßen.

Dosierung

Kakaopulver in den Kaffee gebenIn die Menge des gemahlenen Kaffees gebe ich pro Pott einen Teelöffel Kakaopulver (nicht gehäuft). Danach alles wie gewohnt mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser aufgießen, ziehen lassen und servieren. Der Kakao ist in dem Fall nicht das handelsübliche Kakao-Zuckergemisch, sondern reines Kakaopulver. Je intensiver der Geschmack sein soll, desto mehr Kakaopulver sollte man unter das Kaffeepulver mischen. Aber: nicht zu viel, sonst kann man ja gleich Kakao trinken.

Im Fall der BellaCrema Selection 2013 harmoniert ein leichter Hauch des Schokoladengeschmacks wunderbar mit der samtig-fruchtigen Weichheit des Kaffees.

Ein weiterer Tipp

Wer schokoladige Noten im Kaffee nicht mag, dafür aber nussige Aromen, der sollte folgenden Tipp befolgen: Trinkt die Selection mit einem Schuss Milch. Ihr werdet überrascht sein, wie die beerige Note sich verliert und plötzlich nussige Aromen euren Gaumen kitzeln.

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Kaffeebohnen testen

Melitta BellaCrema Selection 2013 Paketinhalt trndDie Test-Community trnd lässt mich netterweise Kaffeebohnen der Firma Melitta testen. Da ich in einem Haushalt lebe, in dem gerne und viel Kaffee getrunken wird, sind wir natürlich ein ideales Testpublikum.

Der Inhalt umfasste nicht nur die Kaffeebohnen der Selection 2013, sondern auch BellaCrema Speciale, BellaCrema LaCrema und BellaCrema Espresso.

Melitta BellaCrema Selection 2013

Wie der Name bereits verrät, handelt es sich hierbei um die Selection des Jahres. Sie wird aus Sol de Peru Bohnen hergestellt und bietet dem Kaffeetrinker ein leichtes, beeriges Aroma. Dieser Kaffee besteht aus 100% Arabica Bohnen, die von Melitta schonend geröstet werden.

Dass ein Kaffee eine beerige Note hat, ist eher unüblich. Bei der Melitta BellaCrema Selection entsteht das Aroma von roten Beeren durch die schonende, helle Röstung der Kaffeebohnen. Hierbei gibt es noch einen Clou, den ich erst später verraten werde (wird in der nächsten Kaffeerunde mit Freunden getestet).

Wissen

  • Die Dresdnerin Melitta Bentz erfand 1908 den Kaffeefilter.
  • Der Name der Kaffeebohne Sol de Peru heißt übersetzt Sonne von Peru. Die Kaffeekirchen wachsen in den Anden im Norden Perus und können dank der Nähe zum Äquator die Sonnenkraft besonders gut reifen.
  • Crema entsteht auf der Oberfläche von Kaffee und ist meist heller als der Kaffee selbst. Sie entsteht, wenn heißes Wasser mit hohem Druck durch das gemahlene Kaffeepulver gepresst wird. Die Crema beinhaltet viele Aromen, wodurch sie besonders intensiv im Geschmack ist. Der praktische Nutzen der Crema: Sie behindert das Verflüchtigen der Aromastoffe aus dem Kaffee.
  • Die Arabica Bohnen wachsen nur in Höhenlagen von 600 und 2100 Metern, sodass sie auch Hochland Kaffee genannt werden. Der Koffeingehalt ist mit 1,1% bis 1,7% im Vergleich zu anderen Bohnenarten nur halb so hoch.

Kaffeeklatsch

Da ich heute einen Urlaubstag nehmen musste, nutzte ich die freie Zeit am Nachmittag, um mit netten Menschen einen Kaffee zu trinken. Fazit der Runde: Die Selection ist definitiv zu empfehlen. Wer milden Kaffeegeschmack ohne zu starke Röstaromen bevorzugt, ist mit Melittas Arabica Bohnen aus Peru bestens beraten.

Wir mahlen den Kaffee auf einen mittleren Mahlgrad und gießen ihn dann via French Press Methode mit heißem Wasser (ca. 96°C) auf, rühren einmal und lassen ihn gut 4 Minuten ziehen, bevor das Sieb heruntergedrückt wird. Wer wie wir keinen Vollautomaten besitzt, dafür aber eine Padmaschine, der kann sich einfach die Kaffeepads im Supermarkt des Vertrauens zulegen.  

PS: Wer sich für das Gebäck auf der Untertasse interessiert, das Rezept für meine Cantuccinis sind hier zu finden.

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Promotion belVita

Gestern Morgen fand im Mainzer Hauptbahnhof zur besten Berufspendlerzeit eine Promotionaktion von belVita statt. An drei motivierten Frühstückkeksverteilerinnen konnte ich mich vorbeischmuggeln – der vierten Dame rannte ich förmlich in die mit Pröbchen bestücken Arme.

Warum ich nicht wollte? Ich frühstücke gerne zu Hause – in Ruhe. Und zum ordentlichen Frühstück gehört für mich Brot oder Brötchen mit ordentlich Nutella oder irgendein leckeres Müsli mit Joghurt. Aber: KEINE KEKSE! Kekse sind für zwischendurch.

Nun gut, ich erhielt die Gratisversion mit Cranberrys sowie einem Couponflyer. Freundlich danke sagend stopfte ich es zu meiner Brotbüchse und stapfte weiter zu meiner S-Bahn. Im Büro schmiss ich es in die Ablage.

Heute kam ich dazu, sie zu probieren, weil mich ein kleiner Hunger vor der Mittagspause ereilte. Die Kekse sind recht knusprig, aber nicht zu hart. Was mich ein wenig stört, ist ihre Süße. Dafür, dass es ein gesunder Frühstückskeks sein soll, war ich dann doch überrascht – und irgendwie auch nicht. Die Lebensmittelindustrie lügt derzeit oft. Ich glaube auch, dass mein Geschmackserlebnis besser gewesen wäre, wenn ich ein Glas Vollmilch, einen Kaffee oder Kakao gehabt hätte. Das Kauerlebnis war nämlich recht trocken-staubig.

Fazit: Ich werde die Dinger wohl nicht wieder vernaschen. Geschenkt als Probe war es ok. Danke belVita für die Promotionaktion, aber überzeugt bin ich eher nicht.

PS: Es verwundert mich, dass es keine offizielle Website für Deutschland gibt…

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Patagonia – Das Steakhouse

Letzten Samstag wurde ich in ein fantastisches Steakhouse in Mainz eingeladen – das Patagonia.

Der Tisch wurde mühelos online zwei Tage zuvor reserviert, mit kleinem Extra-Wunsch. Die Vorfreude wuchs. Als wir Samstagabend gestriegelt und gebügelt dort ankamen, stellten wir mehreres mit Freuden fest:

  • freundliches Personal, welches einen sympathischen, spanischen Dialekt hatte
  • der Extra-Wunsch, nicht neben größeren Tischen sitzen zu müssen, wurde bedacht
  • die Einrichtung war nicht minimalistisch-steril, aber doch schlicht, mit einem gewissen Hauch von Wärme, da hier und da dekorative Details zu entdecken waren
  • gelebter Stolz auf Chile in Reinkultur (vom Fleisch bis hin zu den Weinen ist Chile DAS Thema)

Und nun das wichtigste, das Essen: Für ihn gab es ein ordentliches T-Bone Steak, für mich ein nettes Rib Eye Steak. Dazu gab es einen kleinen Salat und eine Ofenkartoffel mit Sour Cream. Zur Kartoffel muss ich sagen, dass es keine 08-15 Folienkartoffel mit Vorgarstufe war, sondern eine, die auch einmal den Grill kurzzeitig von nahem sah. Das Fleisch war bei beiden Steaks auf unseren Wunsch hin medium gebraten. Manch einer, der Blut nicht sehen kann, wäre hier vielleicht geflüchtet. Für uns war es perfekt. Es wurde nur mit einem Hauch Pfeffer gewürzt, schmeckte wunderbar und zerging förmlich auf der Zunge. Ein Traum!

Zu trinken gab es einmal den Shiraz von Nudo aus Chile und den Cabernet Sauvignon von Rosario, ebenfalls aus Chile. Mein Shiraz hatte eine sehr schöne, dunkelrote Färbung und eine angenehme Säure. Er roch ganz leicht nach Vanille. Der Cabernet hatte ein kräftiges Rot und roch wunderbar nach Kirschen. Ein Glas davon ist absolut zu empfehlen!

Selbstverständlich kostet man als Schleckermaul auch ein Dessert, auch wenn der Bauch voll ist. Wir teilten uns den Schokomuffin an Orangeneis und Kumquats. Was soll ich sagen, der Kern des Muffins war schwarzes Gold. Sehr lecker! Auch das Eis war lobenswert, auch wenn ich Orangen persönlich nur als frisch gepressten Saft wirklich mag.

Wer die Möglichkeit hat, in Mainz zu sein und noch dazu Steaks mag, der sollte in dieses Steakhaus gehen!

PS: Es gibt keine Fotos von den schicken Tellern, weil ich es persönlich nicht sehr mag, mein Essen im Restaurant zu fotografieren.

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MeinFernbus – Eine Erfahrung

Letztes Wochenende stand in heimatlichen Gefilden ein außergewöhnliches, familiäres Ereignis an. Da wir zwei Heimreisende beide Frühschicht hatten, wollten wir nur ungern selbst mit unserem Silversurfer danach noch gut vier Stunden selbst auf Deutschlands Autobahnen fahren. Bahntickets sind auf kurzer Frist zu teuer und Mitfahrgelegenheit ist immer so eine Sache mit dem Vertrauen. Dank einer Gesetzesänderung dürfen nun Fernbusse deutsche Autobahnen beehren. Das nutzten wir….

Wieso MeinFernbus?

In den Untiefen des World Wide Webs stießen wir durch Zufall auf das Angebot von MeinFernbus. Angebot angeschaut, festgestellt, dass es für uns ganz günstig ist, weil Frankfurt um die Ecke ist und Leipzig auch ein guter Dreh- und Angelpunkt in unserer Heimat ist. Der Fahrpreis bei rechtzeitiger Voranmeldung von 15 Euro pro Näschen ist natürlich unschlagbar. Das schafft man mit keiner Mitfahrgelegenheit und mit keinem Sparangebot der Bahn, das man Wochen im Voraus kaufen muss.

 Wie liefen der Kauf und dann die Fahrt ab?

Tickets haben wir ganz einfach online gebucht und bezahlt. Freitagnachmittag 15 Uhr ab Frankfurt/Main bis Leipzig. E-Mail Bestätigung und Zettel ausgedruckt (den der Fahrer nicht sehen wollte). Kurz vor der Abfahrt hat man sich einfach beim Fahrer mit seinem Namen gemeldet und er hat einen dann – moderne Technik sei Dank – direkt im Smartphone abgehakt. Platz gesucht, los ging es.

Auf der Hinfahrt fuhr uns Herbert. Sein Lieblingswort ist ‚richtich‘. Er fuhr tapfer im Schneeregen los, um dann wenig später im Stau auf der Autobahn zu landen. Mir war eh alles egal, ich hab mir den Rücken verknackst und konnte mich nicht bewegen. Ich wollte nur Ruhe. Die hatte ich, um uns herum schliefen viele. Faszinierend an der Fahrt war eher, dass der erste drei Minuten nach Fahrtantritt auf das Busklo musste – wie zu besten Ausflugzeiten in der Schule. Dank des Staus war ein pünktliches Ankommen in Leipzig natürlich nicht möglich. 19.40 war veranschlagt, 21 Uhr wurde es.

Auf der Rückfahrt am Sonntagnachmittag fuhr uns Michael. Wieder war es ein normaler Reisebus, aber sehr voll. Unter den Studenten muss sich das Topangebot herumgesprochen haben. Abgesehen von Menschen mit Pionierblasen, die regelmäßig schiffen gehen, war auch diese Fahrt auszuhalten. Ankunft in Frankfurt war 20 Minuten vor der eigentlich geplanten Ankunft.

Das angepriesene WLan im Bus ist eher, naja, eine Baustelle, die definitiv behoben werden sollte. Wenn man zu den acht glücklichen Nutzern gehört, die sich rechtzeitig einloggen, hat man mit Ladezeiten zu kämpfen, die jenseits von Gut und Böse gehören. 56k Leitungen waren damals gefühlt schneller.

Dafür ist der „Bordservice“ zu empfehlen. Getränke und Knabberzeug zu wirklich humanen Preisen. Tüte Gummibären von namenhaften Herstellern kostet auch in manchen Spätis oder Tankstellen einen Euro.

Vorteile

  • unschlagbare Preise (Tickets und Versorgung an Bord)
  • man fährt nicht selbst
  • keine Zwischenhalte
  • genügend Platz für riesige Reisetaschen dank Stauraum unter dem Bus
  • interessantes Verkehrsnetz, das stetig ausgebaut wird

Nachteile

  • mit Verspätungen durch Stau/Pannen ist zu rechnen
  • die WLan Verbindung ist unterirdisch (sorry Leute, nix für ungut)
  • wer +2 reist und gerne nebeneinander sitzen möchte, kann Pech haben, keine Platzreservierung möglich (betrifft auch Leute, denen hinten schlecht wird)

Fazit

Das Angebot von MeinFernbus ist definitiv unschlagbar. Wer es nicht eilig hat und zwingend notwendige Anschlüsse mit kurzen Zeitspannen zwischen der geplanten Busankunft und der nächsten Weiterfahrt plant, ist ganz gut mit der Art zu reisen bedient. Ich für meinen Teil fand die Strecke Frankfurt/Mainz – Leipzig wirklich ok, auch mit kaputtem Rücken.

Wer ein bisschen Hirn hat und die Denkfunktion auch nutzt, dem ist auch klar, dass es Wochentage und auch Situationen gibt, die eine Verzögerung generell mitbringen. Freitag bricht auf den Autobahnen generell die Hölle los, Stau gibt es um und in Frankfurt daher regelmäßig. Das sollte man mit einplanen!

Und Ihr?

Seid ihr auch schon mit MeinFernbus gefahren? Was waren eure Erfahrungen? Habt ihr Tipps für Langstrecken, damit es nicht langweilig wird?

UPDATE 2014

Ende Januar 2014 fuhren wir erneut die Strecke Frankfurt –> Leipzig und zurück. Sowohl auf der Hinfahrt als auch auf der Rückfahrt fuhren wir mit einer Luxus-Bus-Variante. Das umfasste nun ein Entertainmentprogramm mit Bildschirm im Vordersitz und einem Panoramadach, durch das man den Himmel sehen kann (wozu auch immer das hilfreich sein mag…). Der Sitzkomfort war wieder ok. Die Sache mit dem Wlan gab ich erneut auf, auch wenn ich diesmal nur mein Handy verbinden wollte.

Vollkommen neu war die Pflichtpause von 45 Minuten. Das muss man wohl mittlerweile immer einrechnen, denn die Fahrer sollen ihre Lenkzeiten auch nicht überschreiten. Dank der Witterung war man irgendwie gezwungen, sich einen Kaffee oder etwas anderes an der Raststätte zu kaufen, weil man ansonsten wie bestellt und nicht abgeholt in der Gegend stand. Aber offenbar ist die Pause für so manchen immer noch zu kurz, denn auf dem Rückweg verpeilte eine junge Dame, dass der Bus dort nicht den ganzen Tag pausiert. Trotz einer zusätzlichen Sicherheitswartezeit des Busfahrers erhielt er kurze Zeit später einen Anruf, dass man sie vergessen habe. Nach einigem Hin- und Her konnte sie dann wieder zusteigen – natürlich unzufrieden und sich keinerlei Schuld bewusst. Daher hier mein Tipp: Fällt euch auf, dass nach der Pause der oder die neben/vor euch fehlt, meldet es.

Ich selbst bevorzuge nach der zweiten Runde mit MeinFernbus die Fahrt mit dem eigenen Auto, weil man schneller ist. Aber der Fahrtpreis ist mit dem Fernbus natürlich unschlagbar. Daher bleibe ich dabei: Wer Zeit hat und nicht unter zwingenden Termindruck im Zielort noch Anschlüsse bekommen muss, der ist mit MeinFernbus gut beraten.

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