Lachs im Salzmantel

Über die Jahre hat sich bei mir das Prinzip „Weihnachten ist für die Familie, Silvester für die Freunde“ eingeschliffen. Da man leider durch räumliche Differenzen nicht alle Freunde in der Republik auf einmal besuchen kann, entschieden wir, ein Dutzend meiner Freunde und ich, die Tage um Silvester nahe den Alpen zu verbringen.

Vom 28. bis Neujahr gab es allerhand Köstlichkeiten, doch eine war neu für mich: Lachs, gegart im Salzmantel.

Was benötigt man dazu?

  • 3 ½ kg Lachs – frisch, ganz
  • 4 kg Salz
  • 4 Eiweiß aus großen Eiern
  • 100 ml Wasser
  • Petersilie – frisch
  • Thymian – frisch
  • Rosmarin – frisch
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Salz
  • Zitrone – frisch

Den Kopf, den Schwanz und die Flossen vom Lachs abtrennen und den Körper des Fisches gut säubern und trocken tupfen. Das Salz mit den 4 Eiweißen in eine große Schüssel geben, Wasser hinzu und alles ordentlich vermengen.

Den Backofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen, das Backblech mit Alufolie auslegen und eine Lage Salzteig darauf, darauf dann den Lachs. Den Lachs von innen mit Pfeffer, Salz, Rosmarin Thymian, Petersilie und einigen Spritzer Zitrone würzen, nun den Rest vom Salzteig gut auf dem Fisch verteilen, so das ein abgeschlossener Salt-Mantel entsteht. Das Ganze für 50 min. bei 200° und dann für 10 min. bei 170° in den vorgeheizten Ofen.

Die Kruste seitlich mit einem Messer auftrennen und den Fisch servieren.

Anders, als man vermuten mag, ist das Ganze am Ende nicht versalzen. Der Salzmantel wird durch die Fischhaut gut vom Fisch getrennt und dient lediglich zum Garen. Den Geschmack bringen die Gewürze im inneren des Fisches.

Dazu empfiehlt sich Tomaten-Bruschetta und Wein. Ja, ja – auf den Bildern sind Bierflaschen, aber zur Not geht das auch.

 

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Pommes in der Pfanne

Schon einmal kläglich an Pfannen-Pommes gescheitert, habe ich mich erneut daran versucht. Diesmal erfolgreich.

Warum Pommes in der Pfanne? Als Single mit einer Single-Küche ohne Backofen und Fritteuse bleiben einem der Kauf an der Dönerbude oder Fastfood Kette des Vertrauens oder selber machen als Wahlmöglichkeiten bei Heißhunger auf Pommes.

Auf letzteres fiel meine Wahl, da ich noch TK-Pommes und rohe Kartoffeln vorrätig hatte.

Jeder, der Jamie Oliver schon mal beim Kochen beobachten konnte, hat gelernt, dass Öl wohl zu dosieren ist. Bei Pfannen-Pommes müsst ihr euch Wohl oder Übel dazu durchringen nicht am Öl zu sparen. Das heißt bedeckt den Boden eures Kochgerätes gut einen Finger dick mit Öl.

Rohe, geschälte Kartoffeln wahlweise stifteln oder zu Spalten verarbeiten, TK-Pommes brauchen keine besondere Vorbereitung.

Erhitzt die Pfanne mit dem Öl. Besser als eine Pfanne hat sich bei mir ein Topf erwiesen, da dieser mit seiner höheren Wand den Großteil der Fettspritzer verhindert.

Nach einiger Zeit kann man dann die Kartoffelprodukte ins Öl geben. Solltet Ihr feststellen, dass Ihr zu wenig Öl genommen habt, gebt noch etwas hinzu.

Wartet bis eure Pommes goldbraun sind und rührt ab und zu, damit alles vom Frittier-Gut mal ins heiße Öl kommt.

Die Pommes mit einem Sieblöffel abschöpfen und abtropfen lassen und danach mit Salz und Paprikagewürz würzen. Ketschup und/oder Mayo hinzu. Fertig.

– Guten Appetit! –

Wichtiger Sicherheitshinweis:

Bitte seid vorsichtig beim Umgang mit heißem Öl. Nicht umsonst wurde es im Mittelalter verwendet, um ganz hässliche Verbrennungen auf den Körpern der Feinde zu zaubern.

Sollte das Öl, trotz eurer grandiosen Kochkünste, plötzlich in Flammen stehen, ist das dümmste, was ihr tun könnt, es mit Wasser löschen zu wollen. Nehmt eine Decke oder einen Feuerlöscher.

Wenn ihr keinen habt, dann lasst euch einen schenken (Danke G.H. aus B.) – Auch wenn sich eure Kochkünste auf das Zusammenschütten von Fertig-Saucen beschränken, kann dieser durchaus hilfreich sein.

Feuerlöscher

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Maishähnchen auf Zitrone im Römertopf

Das folgende Rezept eignet sich sicher auch für ein normales Hähnchen und einem anderen Bräter  für den Ofen mit Deckel.

Zutaten:

  • Maishähnchen (1,3-1,6kg)
  • 1 Eßl. rote Pfefferkörner
  • Salz, Pfeffer
  • 3-4 Wacholderbeeren
  • 1-2 Lorbeerblätter
  • Thymian (frisch oder gerebelt)
  • 2-3 Stängel frischer Rosmarin
  • 1 Zitrone (am besten Bio)
  • 1 Orange
  • 1 große Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 3-4 Kartoffeln
  • Weißwein (bei Bedarf)
  • Olivenöl
  • Zahnstocher

Vorbereitung

 

Zubereitung:

  1. Das Hähnchen waschen und sehr gut trocken tupfen. Die Innereien sollten bereits entfernt sein. Schneidet mit einem spitzen, scharfen Messer die Talgdrüse vorsichtig heraus. Danach ordentlich von außen salzen und pfeffern und das Hähnchen damit gut einreiben.
  2.  Zwiebel schälen, vierteln. Knoblauch schälen, in Scheiben schneiden. Die Pfefferkörner im Mörser fein zerstoßen. Die Zitrone und die Orange unter heißem Wasser gut abwaschen. Die Zitrone in Scheiben schneiden, die Schale der Orange mit Hilfe einer Küchenreibe abhobeln. Achtet hierbei darauf, dass es wirklich nur die Schale ist und nicht der weiße Teil darunter, denn der ist bitter.
  3. Das Hähnchen von innen mit Salz und Pfeffer einreiben. Danach den roten Pfeffer und den Orangenschale und den gerebelten Thymian darauf einreiben. Zum Schluss die Hälfte der Zitronenscheiben und des Knoblauchs, das Lorbeerblatt, einen Rosmarinzweig und die Wacholderbeeren in den Bauchraum geben. Die Öffnung des Hähnchens sorgfältig mit Zahnstochern verschließen.
  4. Das Hähnchen von außen mit ein wenig Olivenöl begießen und dies gut einmassieren. Anschließend noch einmal salzen und pfeffern.
  5. Die Kartoffeln gut waschen und in Spalten schneiden. Diese gemeinsam mit der Zwiebel und dem restlichen Knoblauch sowie der übrigen Zitronenscheiben in den bereits gewässerten Römertopf geben. Salzen. Pfeffern.Anordnung Zitronen, Kartoffeln, Zwiebeln
  6. Das Hähnchen darauf legen, die Rosmarinzweige an den jeweiligen Enden hinzugeben. Bei Bedarf einen Schluck (ca. 50ml) Weißwein hinzugießen, muss aber nicht sein.Hähnchen
  7. Bei 200°C (Umluft) für 45-60 Minuten mit Deckel in den Ofen geben. Der Römertopf ‚frisst‘ sehr viel Wärme, sodass es je nach Größe des Tieres länger dauern kann. Für eine krosse Haut sollte das Hähnchen noch 15 Minuten bei 200°C im Ofen ohne Deckel gegrillt werden.

– Schmecken lassen! –

 

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Pizzateig – ein Grundrezept

Wer TK*-Pizza dezent ablehnt und für die zu häufige Nutzung von Pizzalieferdiensten zu sparsam leben muss, ist auf ein solides Pizzateig-Grundrezept angewiesen. Fertigteigmischungen fressen oftmals genauso viel Zeit und Nerven, wie selber machen.

Wenn man sich im Internet schlau macht, findet man häufig den Hinweis, dass unser Standardmehl in Deutschland (Weizenmehl Type 405) nicht unbedingt geeignet ist, da es weniger Eiweißgehalt vorweist. Dieses Eiweiß ist es aber, dass den Pizzateig so herrlich zusammenkleben lässt und der Pizzaboden knusprig wird.

Dieses italienische Pizzamehl findet man nun leider nicht in jedem Supermarkt, sondern muss man meist über das Internet beziehen. An dieser Stelle muss ich – ausnahmsweise – einmal Werbung für einen Internetshop machen: Gustini – köstlich italienisch. Und ich danke an der Stelle einem Menschen besonders für das Starterkit meines Pizzaexperimentes, danke Ronny!

Bevor ich zum Rezept komme, ein paar Worte zu Gustini. Wer Italien und die dort ansässige, gute Küche mag, wird definitiv bei Gustini etwas finden, das dem eigenen Gaumen munden wird. Außerdem erhält man dort nicht nur Köstlichkeiten für Leib und Seele, sondern auch ein paar Rezeptideen. Dort fand ich auch den Pizzateig (ergibt eine runde Pizza), für den ihr folgende Zutaten benötigt:

  • 10g Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • 2 EL warmes Wasser
  • 200g Mehl
  • 2 EL Olivenöl
  • 1/4 TL Salz
  • 1/8 l lauwarmes Wasser
  • Mehl (zum Ausrollen des Teiges)
  • Öl für das Blech
  1. Die Hefe in einer kleinen Schüssel mit dem Zucker und dem warmen Wasser vermengen. Dabei darauf achten, dass sich die Hefe komplett auflöst. Dann 2 EL von der bereits abgewogenen Menge Mehl hinzufügen und gut unterkneten. Am Ende sollte ein glatter Vorteig entstanden sein.
  2. Den Vorteig entweder 30 Min an einem warmen Orten gehen lassen, oder aber, wenn ihr Zeit habt, ihn bis zu 6h im Kühlschrank lagern.
  3. Nachdem der Vorteig ziehen konnte, auf einer sauberen Arbeitsfläche das restliche Mehl anhäufen und in die Mitte eine kleine Mulde drücken, sodass die kleine Vorteigkugel darin Platz findet. Salz, Olivenöl hinzufügen und mit Hilfe des Wassers (schluckweise hinzufügen) einen geschmeidigen Teig herstellen. (Wer einen Teig haben möchte, der geschmacklich etwas mehr hergibt, sollte hier schon etwas mehr Salz und gerne getrocknete, italienische Kräuter aus dem Gewürzregal hinzufügen. Ich persönlich habe auch schon Teige mit Sonnenblumenkernen hergestellt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.)
  4. Den Teig zu einem Laib oder einer ovalen Kugel formen, in eine Schüssel legen und an einem warmen Ort gut 1h gehen lassen, sodass sein Volumen sich verdoppelt hat.
  5. Den Ofen auf 225°C vorheizen, das Backblech dünn mit Olivenöl einschmieren, den Teig erneut gut durchkneten. Diesen auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, auf das Backblech geben und je nach Belieben belegen. Je nachdem, wie dick der Teig ausgerollt und belegt ist, desto länger oder kürzer muss er in den Ofen, aber an sich kann man von 10-15 Min ausgehen.

– Schmecken lassen! –

*Tiefkühlpizza – nix für ungut, ihr großen Ketten, aber sie gehen weder beim Backen wirklich hoch, noch schmecken wirklich dolle. Ja, sie machen kurz satt, aber mit Liebe gekocht schmeckt nun einmal anders und sättigt vor allem auch ganz anders.

 

 

 

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Lachs im Blätterteig

Ich gebe zu, dass Franzi öfter und sicherlich auch mit mehr Leidenschaft und Begeisterung in der Küche wirbelt. Backen, Kochen und Braten haben sie schon über so manche Prokrastinationsstunde gebracht und so den Anwesenden manch leckeres Mahl beschert.

Doch auch mich packt ab und zu das Kochfieber und ich stürze mich auf, zugegeben, einfache Rezepte. Meine zweite größere Koch-Aktion in einer Küche ist also das nun folgende Fischgericht, welches nicht nur an einem Freitag lecker schmeckt und volle Bäuche macht.

Zutaten

für 6 bis 8 Personen

  • 250g Magerquark
  • 200g Zaziki
  • 1 Becher Schmand
  • 1 Fetakäse aus Ziegenmilch
  • 750g Blattspinat
  • 3 x 320g Lachs (6 Stücke)
  • 2 – 3 Packungen Blätterteig (am besten der gekühlte zum Ausrollen)
  • 3 – 4 Eier (Eigelb)
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver (scharf & süß), Zitronensaft, Kräuter

[Alternativ zum Schmand & Zaziki kann auch die doppelte Menge Magerquark verwendet werden oder auch das übrige Eiweiß zu Schaum geschlagen werden]

Zubereitung

Spinat (und TK-Fisch) auftauen lassen.

Für das Topping den Fetakäse zerkleinern und mit Magerquark, Zaziki und Schmand in einer Schüssel verrühren. Mit Pfeffer, Salz, Paprikapulver, Zitronensaft und Kräutern abschmecken.

Blätterteig ausrollen und Blattspinat darauf verteilen. Dabei ist euch freigestellt, ob ihr kleine, portionierte Taschen oder lange Rollen haben wollt. Letzteres birgt den Vorteil, dass man mehr Backgut auf dem Backblech unterbringen kann.

Lachs waschen, salzen und auf den Spinat legen.

Das Topping auf den Lachs geben.

Das ganze nun mit weiterem Blätterteig abdecken und die Kanten fest drücken. Dieses Paket nun mit Eigelb bestreichen.

Bei ca. 200°C Ober- und Unterhitze für ca. 50 Minuten backen.

Guten Appetit!

 

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