DIY: Hochzeitseinladungen

Einladungen zur Hochzeit sind irgendwie immer zauberhaft. Ich hatte schon echt tolle in der Hand. Entweder liebevoll selbstgebastelt oder schick & edel bei einem der vielen Anbieter im Netz bestellt.  Die Möglichkeiten sind unendlich viele – und das ist wunderbar.

Wir sind jetzt gut 4 Monate vor Tag X und ich hatte den hoffentlich einzigen Brautzilla-Moment. Das Layout der Karte hat mich schier wahnsinnig gemacht, aber ich fange von vorne an.

Am Anfang stand die Idee des Brainstormings im Raum. Was soll alles in die Einladung rein? Welche Informationen werden immer abgefragt? Was können wir abnehmen? Wollen wir auf eine Webseite verlinken? Wenn ja, wie soll die Webseite aussehen? Wenn nein, wie viele Infos brauchen Gäste eigentlich? Was wollten wir bisher immer wissen? Haben wir ein Farbkonzept? Wenn ja, wie sieht das aus? Welches Format soll die Karte haben? Fragen, Fragen, Fragen….

Nach ein paar Grübelmomenten stand für uns fest, wir wollen eine Art Register in der Einladung haben. Das sahen wir vor zwei Jahren in ähnlicher Form bei der Heirat des Paares W. und fanden das richtig klasse. Bei den Beiden steckten die Register in einer Art Papphülle. Es war total übersichtlich und praktisch und hübsch – und anders.

Also experimentierte ich und schnitt und beschriftete ein Probeexemplar per Hand, klemmte es in eine Doppelkarte und freute mich. Leider ging der beidseitige, kongruente Druck mit meinen Hilfsmitteln (Word 2010) nicht auf. Wahrscheinlich lag es hauptsächlich an meiner fehlenden Logik und dem unprofessionellen Drucker für den Heimbedarf, der Papier einfach nicht gleich einziehen kann. Somit verwarfen wir die erste Idee, die wir persönlich schon echt klasse fanden.

Danach ging ich über zu einzelnen Blättern. Das ging schon besser mit dem Formatieren und ich brauchte hier auch den ollen, deckungsgleichen Druck nicht. Also Einladungstexte und alle Infos gesammelt. Tonkarton zugeschnitten, die Einlegeblätter hinsichtlich der Größe angepasst und ab ging der Probedruck. Sah ganz brauchbar aus. Nur sah die Karte von außen noch ganz schön langweilig aus.

Im Bastelladen des Vertrauens (idee Creativmarkt) deckte ich mich mit Stempeln ein und legte los. Von der Grundidee gefiel uns ein leichter Vintage-Look. Aber nicht zu verspielt. Im Internet fix noch eine Vorlage für den Einladung-Schriftzug-Hintergrund gesucht (Google-Suche: Vintage Label). Dank der Lochzange und den sogenannten Brads in Form eines alten Nagels konnte das Außen- und Innenleben der Karte wie gewünscht verbunden werden. Fertig war der Prototyp. Das war im November.

Die Einladungen wollten wir mit Bestätigung vom Standesamt final verschicken. Bereits im vergangenen Sommer verschickten wir die Save-the-Date-Karten, somit war unser Termin bei unseren potentiellen Gästen bereits vorgemerkt (hoffentlich). Die Einladungen wollten wir dann gut sechs Monate vor der Trauung verschicken – so der Plan. Gedacht war dies für Ende Januar. Nun wurde es Mitte Februar. Leider gingen dann in einem Landkreis die Einladungen auch noch verloren, sodass wir erst am letzten Wochenende alle Einladungen final zustellen konnten. Daher bin ich wirklich froh, dass wir eine Save-the-Date-Karte verschickten, weil mir persönlich jetzt schon wieder alles viel zu knapp war.

Was ich zum Basteln benötigte:

  • Tonkarton (Farbe: Tanne)
  • Papier (Farbe: Sand)
  • Stempel Einladung
  • Schablone für das Vintage Label
  • Silikonstempel (Doilies)
  • großer und kleiner Stempelblock für Silikonstempel
  • Stempelkissen (schwarz)
  • alte Zeitung (als Unterlage)
  • Kleber
  • schwarzer Filzstift, Bleistift
  • Lochzange (4mm Durchmesser)
  • Brads (Art Musterbeutelklammer, nur dekorativer)
  • Glitzerkleber in grün
  • Schere, Schneidelineal
  • Lineal (30cm)
  • PC mit einem Textverarbeitungsprogramm
  • Drucker
  1.  Aus einem Bogen Tonkarton A4 schnitt ich mit Hilfe meines Schneidelineals den Karton in vier gleiche Teile. Dazu maß ich von jeder Seite die Hälfte ab und erhielt so vier (mehr oder weniger DIN A6 – gerechte) Karten. Vier einzelne A6-Karten reichten in meinem Fall für zwei Einladungen mit je einem Vorder- und Hinterteil.
  2. Zunächst stempelte ich die Ornamente wie geplant auf den Karton und ließ die Stempelfarbe trocknen. In den Mittelpunkt setzte ich dann mit grünem Glitzerkleber kleine Highlights.Hochzeitseinladung selbstgemacht
  3. Für den Hintergrund des Einladungsteils erstellte ich zunächst eine Schablone. Das Blatt Papier in der Farbe des Innenlebens teilte ich mir entsprechend der Schablonenmaße auf und stempelte zuerst in jedes Viereck das Wort Einladung. Erst danach legte ich die Schablone auf und zeichnete final die Umrisse. Dadurch konnte ich sicher gehen, dass die Schrift relativ zentriert im Label gesetzt ist. Nach dem Ausschneiden der Formen malte ich den Rand mit einem schwarzen Filzstift noch dick nach. Das fertige Label klebte ich mittig auf die Vorderseite der Einladungskartons.
  4. Für das Innenleben der Karte bestimmte ich anhand der Anzahl der benötigten Registerblätter die Größe der Einleger. Dazu nahm ich das Kartonkartenmaß des A6-Kartons und zog einen Sicherheitsabstand ab.
  5. Nun ging ans Füllen der Blätter. Im Vorfeld legten wir bereits fest, was genau an Informationen in unsere Einladungen gehören. Wichtig war für uns, dass nicht all zu viele Informationen offen bleiben. Manchmal traut man sich ja auch nicht zu fragen, was sich das Paar wünscht oder wie teuer das Zimmer ist oder ob es einen bestimmten Dresscode gibt.
  6. Vor dem Drucken sollten alle Texte einheitlich formatiert und Schriftarten und -größen unbedingt überprüft werden! Dazu am besten auf Schmierpapier einen Probedruck ausdrucken und mit einem sehr kritischen Auge jede einzelne Seite komplett überprüfen. Das spart viele Nerven, glaubt mir.
  7. Nach dem Druck mussten die Textfelder ausgeschnitten und in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Das Schneiden fraß viel Zeit, das ist unbedingt einzuplanen!
  8. Beim Stanzen der Löcher ist darauf zu achten, dass die Löcher an der gleichen Stelle sind. Ich positionierte dazu das Deckblatt auf der Rückseite der Vorderkarte, richtete aus und setzte die Lochzange an. Anschließend legte ich das Deckblatt wieder auf den Stapel der einzelnen Blätter und lochte diese. Am Ende lochte ich die hintere Karte, wozu ich die Vorderkarte zum Positionieren der Locherstanze nutzte. Dadurch saß alles so, wie es sollte und ich überforderte die Lochzange nicht, indem ich alles zusammen lochen wollte.
  9. Am Ende setzte ich die Karten vor und hinter den Blätterblock und verband sie mit Hilfe des Nagel-Brads.
  10. Die Anrede schrieb ich per Hand rein, weil ich das persönlicher finde. Am Ende unterschrieben wir beide noch und fertig war unsere Einladungskarte.

DIY Einladung Hochzeit

Auch hier kann ich wieder nur Pinterest empfehlen, um sich inspirieren zu lassen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, eine Einladung zu gestalten – sei es mit Hilfe von Profis aus Druck-Häusern oder daheim am Schreibtisch. Zu beachten ist nur, dass der Text am besten von Außenstehenden gegengelesen wird, um Verständnisfehler zu vermeiden und ggf. auf Tippfehler hinzuweisen. Es sollte auch immer genug Zeit für die Gestaltung und den Druck bzw. die Erstellung der Karte eingeplant werden. Wer ein äußerst knappes Budget hat, muss ebenfalls beachten, dass manche Briefformate und auch Gewichte entsprechend höheres Porto kosten.

Ansonsten: Lasst eurer Kreativität freien Lauf!

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„Und Sie wollen da wirklich nix drauf?“

Vergangenen Samstag hatten wir um 9 Uhr einen Termin beim Konditor. Genauer gesagt bei der Bäckerei Rahaus aus Merseburg.

Bei Kaffee und Blick auf die Backstube hinter Glas besprachen wir mit dem Profi unsere Vorstellungen. An dieser Stelle wurden wir als Paar wahrscheinlich zum ersten Mal bei allen Vorbereitungen leicht schwierig. Allein bei der Vorstellung von gefühlt 100m² Fondant auf Biscuit und Sahnecreme wird uns etwas schlecht. Problem: Fondant lässt Torten zwar wunderbar aussehen, aber wir beide wollen ihn beim besten Willen nicht auf unserer Hochzeitstorte.

Selbstverständlich waren wir auch hier im Gespräch mit dem Fachmann so gut wie möglich vorbereitet. Vorab recherchierten wir im Internet, was es denn so für Alternativen gibt und druckten diverse Varianten aus, um am Bild erklären zu können, was uns vorschwebt. Natürlich gibt es auch bei Hochzeitstorten Trends und glücklicherweise etablierte sich für Vintageweddings mit rustikalem Charme die sogenannte Naked Cake. Stellt euch hier einfach Biscuitböden vor, die mit der Creme der eigenen Wahl gefüllt werden und dann mit frischen Früchten und/oder Blumen sowie Puderzucker  dekoriert werden.

Nach einem kritischen Blick wurde uns zum Gück mitgeteilt, dass unserer Vorstellung eigentlich nichts im Wege steht. Die Details wurden auch fix geklärt und festgehalten. Nur über unseren Wunsch, kein Dekopaar oben auf der Torte zu haben, wurde mit etwas Verwunderung aufgenommen.

Schwieriger als die Hochzeitstorte war für uns die Kuchenauswahl für das Kaffeetrinken. Wenn Konditoren nur leckere Dinge produzieren, möchte man eigentlich alles haben, aber das geht einfach nicht. Bei der Auswahl gingen wir dann nach Bauchgefühl und den wichtigstens Fragen:

  • Was essen wir gerne?
  • Was würde sich schön ergänzen?
  • Was wäre besonders, was man eben nicht jedes Mal bei einer Kaffeetafel vernascht?
  • Was würde denn auch den Kleinen schmecken?

So trafen wir unter der guten Beratung von Rahaus unsere Auswahl für das Kaffeetrinken und freuen uns jetzt schon sehr, da wir 2-3 Dinge vor Ort direkt probieren und dank der Kuchentheke zum Probieren für das Kaffeetrinken bei meinen Eltern noch eine kleine Auswahl mitnehmen konnten. Fazit meiner Eltern war dort nämlich auch: gute Auswahl, schmeckt!

Vielen lieben Dank an dieser Stelle an das Team von Rahaus am Neumarkt in Merseburg. Freundliche Bedienung und Beratung, die bei uns keine Zweifel lassen, dass auch dieser Part an unserem Tag gut schmecken und funktionieren wird.

Wer sich mal in der Ecke (Merseburg, Saalekreis) rumtreibt, sollte dort ruhig einen kleinen Besuch einplanen. Es lohnt sich wirklich.

Homepage Rahaus

Checkliste Hochzeitstorte

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Der Anfang oder „Ihr habt doch noch so viel Zeit“

Vorab muss ich eines gestehen: offensichtlich fiel ich etwas aus dem Rahmen, was Hochzeitsvorbereitungen angehen.

Ich erlebte junge Frauen, die bereits vor einem Antrag ALLES wussten. Wie der Antrag zu sein hat, welches Kleid es wird, wie das Styling ist, wo geheiratet wird, wo und wie gefeiert wird, wer neben wem sitzt. Das volle Programm. Das ging soweit, dass die Mädels bereits teilweise Ordner anlegten. Der krasseste Fall reservierte immer Locations vor, damit alles fixiert werden kann, wenn der Kniefall des Mannes kam. Bisher kam er noch nicht.

Klar, ich überlegte auch mal, wie das so sein könnte. Wir sprachen schließlich auch über die weiter entfernte Zukunft. Vorstellungen hatte ich aber keine, geschweige denn unumstößliche Wunschgedanken. Es war eher das Überlegen, wie schnell man sich an einen neuen Namen gewöhnt. (Ich weiß, sehr romantisch).

Der Antrag kam für mich auch eigentlich überraschend. Ich hatte mit einem langjährigen Freund, dem Herrn S., im Mai noch rumgeunkt, aber ich glaubte nicht dran. Die Gelegenheit, die mir (und lustigerweise auch unseren Müttern) ideal erschien, verging ohne. Die Überraschung folgte jedoch nur sehr kurze Zeit danach.

Über die Verlobung freuten sich alle, was uns wiederum freute. Freudig setzten wir uns mit dem Thema „Wir heiraten“ auseinander. Es war am Anfang aufregendes Neuland. Es folgten Recherchen in alle Richtungen. Wo wollen wir heiraten? Wie wollen wir heiraten? Wann wollen wir heiraten? Wer soll dabei sein? Und, und, und…

Jetzt, ein halbes Jahr nach Beginn stehen die Grundpfeiler unseres Hochzeitstages. Die Location ist fest gebucht, die Eheschließung angemeldet, die Gäste informiert. Das Kleid ist ausgesucht und in den kommenden Wochen wartet der Feinschliff. Daher bleibt gerade nur abzuwarten, welche Baustellen sich noch auftun. Mögen es wenige und vor allem kleine sein. Ich habe aktuell nur einen Wunsch: Lasst mich nicht auf der Zielgeraden zum Brautzilla mutieren.

Und: andere Gesprächsthemen fände ich mittlerweile eigentlich in der Familie auch wieder ganz nett…

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Geschenk für die Flitterwochen

2014 – 3 Hochzeiten, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Als Gast kann es einem leicht gemacht werden, weil die Braut statt mit einem Zaunpfahl mit einem WMF-Prospekt wedelt. Dann kann man Dinge kaufen, hübsch einpacken und man weiß, dass es das Brautpaar erfreuen wird. Man kann aber auch wie das September– und Dezemberbrautpaar in die Einladung einfach reinschreiben, dass man sich lediglich einen Zuschuss für Flitterwochen wünschen würde.

Geld in Umschläge stecken, das kann ja wohl jeder. Da ich bei der Dezemberhochzeit die Braut aus Studientagen kenne weiß ich, dass sie von der Welt einiges gesehen hat. Da kam mir sofort die Idee, einen kleinen Koffer als Geschenk zu basteln – im angehauchten Vintagelook. Natürlich war es auch ideal, dass sich das Paar in der Einladung für einen Beitrag zu den Flitterwochen aussprach. Planung im Kopf stand kurze Zeit später, ab ging es zum Bastelwarendealer meines Vertrauens: idee.Creativmarkt.

Für meinen Koffer kaufte ich:

  • einen Kopper aus Pappe
  • Acrylfarbe in einem dunklen braun
  • einen großen Pinsel

Ansonsten benötigte ich noch:

  • Bastelkleber
  • Servietten zum Auskleiden des Kofferinnenraums
  • Alte Bilder von Städten, in denen sie war (Google und Drucker)
  • aus der Drogerie kleine Reisegrößen unterschiedlicher Kosmetika
  • Tonkarton
  • Bleistift, Radiergummi, Stift
  • Schere, Locher

Zunächst bemalte ich den Koffer mit der braunen Farbe. Dank des breiten Pinsels und einer Kombination aus unterschiedlichen starkem Farbauftrag sowie Pinseldruck konnte ich somit bereits Farbeffekte erzeugen, die wie Falten in einem alten Lederkoffer aussehen. Das war aber mehr Glück als Wissen und Können 😉

Nachdem die Farbe getrocknet war, ging es an die Innengestaltung. Hier entschied ich mich, nur eine Seite mit „Stoff“, also der Serviette auszukleiden. Darin verteilte ich lose die kleinen Reisegrößen. In den Deckel klebte ich mit gewöhnlichem Bastelkleber die alt anmutenden Bilder von den Städten, in denen sie bereits war.

Ich packte es final als offenen Koffer ein, da das einfach spannender aussah. Wer den Koffer lieber von außen dekoriert, kann ihn natürlich gerne auch verschlossen einpacken. Hier könnte ich mir einen Kofferanhänger im Vintageloog mit dem Namen des Brautpaares sehr gut vorstellen. Lasst Eurer Kreativität einfach freien Lauf.

Flitterwochenkoffer eingepackt

 

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Hochzeitsgeschenk im Bilderrahmen

2014 wird gefühlt mein Hochzeitsjahr. Eine wundervolle Trauung erlebten wir bereits in Sachsen, eine andere stand in Bayern an und die dritte Hochzeit wird im Dezember in Baden-Württemberg gefeiert. Nach der ersten Panik, was ich bloß anziehe, ist die zweite Frage, die mich als Gast beschäftigt: Was schenke ich bzw. schenken wir?

Offenbar ist es mittlerweile normal, dass man sich Geld schenken lässt. Nachvollziehbar ist es definitiv. Mittlerweile wohnt man als Paar meist schon im Vorfeld zusammen, der Hausstand ist für aktuelle Bedürfnisse voll. Da braucht man nicht noch mehr Handtücher, Bettwäsche und den vierten Dekanter für Wein oder noch ein Käsemesserset.

Geldgeschenke sind aber oft nicht wirklich hübsch anzusehen. Finde ich. Gefaltete Schmetterlinge kommen entfaltet auch nicht so gut an beim Bezahlen an der Kasse. (Ich habe es wie die Pest gehasst, wenn mir jemand seine 20 geknickten 5-Euro-Scheine zum Entwirren des Zick-Zack-Pfalzes hinwarf). Also was tun?

Richtig, trotzdem basteln!

Zunächst checke ich immer das Internet für Inspiration. Dawanda, Pinterest und wie sie alle heißen. Anschließen skizziere ich mir irgendwas und gehe in mein liebstes Bastelgeschäft: idee.

Für mein September-Hochzeitpaar gibt es einen umfunktionierten Bilderrahmen mit einer kleinen Geldüberraschung. Alles ein wenig mit einem Hauch von Vintage – denn die Feier findet im Stil der 20er-40er Jahre statt. Da passt ein bisschen altbacken super.

Ich brauchte:

  • einen Bilderrahmen (gekauft im Depot)
  • Papier mit geeignetem Druck
  • farblich dazu passendes Tonpapier
  • Dekomaterial
    • Holzschächtelchen
    • Holzklammern
    • Bast/Schnur
    • Farbe für das Holzschächtelchen
  • Kleber, Sekundenkleber
  • Klebeband
  • Bleistift, Lineal
  • Füller/Stift in schwarz
  • Schere, Konturenschere
  • Kleine Säge

Alles zusammenkaufen und -suchen, bereitlegen und dann kann es losgehen:

  1. Bilderrahmen bei Bedarf bearbeiten, damit Kratzer und absichtliche Abnutzungsspuren auf dem Rahmen zu erkennen sind. Ich nutzte dazu so eine kleine Handsäge der besseren Hälfte. Hier und da ein ordentlich beherzter Schnarz rein und schon wirkte der Rahmen nicht mehr wie neu.
  2. Das Holzdöschen bepinselte ich in zwei Schichten mit einfacher Farbe. In diesem Fall in Pastellweiß.
  3. Anschließend entfernte ich das Glas und nutzte das eingelegte Passepartout als Schablone. Mit dessen Hilfe suchte ich den idealen Ausschnitt auf meinem Motivpapier und zeichnete mit Bleistift die Größe des benötigten Teilstücks nach. Ausgeschnitten. Position durch Einlegen überprüft.
  4. Nun setzte ich die Höhe meiner gewünschte „Leine“ fest. Dazu schnitt ich einfachen Bast der Länge nach zu und klebte es mit Sekundenkleber fest. Da mein Sekundenkleber eher ein Minutenkleber war, meine Haltegeduld aber nicht die größte ist, fixierte ich die Enden noch unsichtbar im Rahmen mit Klebeband.
  5. Nun setzte ich den Passepartout ein und setzte dahinter meinen Ausschnitt des Motivpapiers. Dahinter noch die Rückenplatte des Bilderrahmens und fertig ist der hintere Teil des Bildes.
  6. Für die Leine überlegte ich mir ein kleines Sprüchezettelchen, das ich mit den Holzklammern befestigen wollte. Dazu schnitt ich mir Tonpapier in zwei harmonierenden Farben zurecht und schrieb handschriftlich meinen ausgesuchten Spruch drauf. Die Holzklammern bepinselte ich im gleichen Farbton wie die Holzschachtel.
  7. Zum Schluss klebte ich noch die kleine Holzschachtel an. In diese kommt das Geldgeschenk. Am Ende wird alles noch hübsch in Klarsichtfolie verpackt und dann kann es sich bei den anderen Geschenken gemütlich machen.

Natürlich eignet sich so ein Rahmen-Geldgeschenk nicht nur für Hochzeiten, sondern auch für runde Geburtstage, Geburten, Jubiläen und und und …

Viel Spaß beim Ideensammeln oder direkt beim Nachbasteln!

 

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Gästebuch basteln

Juni 2014 – Ich durfte Trauzeugin sein. Da ich in dem Fall nicht der Braut, sondern dem Bräutigam mit meiner Unterschrift zur Seite stand, waren meine Aufgaben im Vorfeld quasi nicht vorhanden. Trotzdem fragte ich höflich, was ich tun könnte. Das Gästebuch wurde mir ans Herz gelegt.

Wer etwas ähnliches organisieren darf, sollte unbedingt folgende Fragen  vor dem Kauf des Buches klären:

  • Gibt es einen bestimmten Farbwunsch beim Buch?
  • Wie viele Gäste werden kommen? (Hintergrundgedanke: 100 Gäste, kommen, aber nur 40 Seiten vorhanden führt früher oder später zu vermeidbaren Problemen)
  • Sollen Fotos später ergänzt werden?
  • Soll es ein Spiralalbum sein? Ein klassisches mit festem Einband oder ein Ringalbum mit individuell ergänzbaren Einlegeblättern?
  • Welches Format soll es haben?

Prinzipiell gilt wie bei allen (Papier)Erzeugnissen: Qualität hat seinen Preis. Stärkeres Papier, das auch die Tinte aus Onkel Günthers Füller gut aufnimmt, kostet nun einmal etwas mehr, als das Standardkopierpapier, das man locht und in einen Schnellhefter packt. Hier vielleicht auch abklären, was gewünscht ist.

Schaut euch am besten in den Warenhäusern und Papierfachläden eurer Umgebung um und sondiert den Markt. So tat ich das auch. Außerdem stolpert man so bereits über offenbar gängige Marken in dem Segment. Die Internetrecherche ist dann ein Kinderspiel.

Wer lediglich das Gästebuch besorgen soll, ist mit dem Kauf fertig. Wer wie ich aber noch freie Hand beim Gestalten hat, darf sich gerne im Rahmen des Anlasses kreativ verwirklichen – natürlich sollte man ein kleines Gespür für das ästhetische Empfinden des finalen Besitzers haben.

Nachdem ich mein Exemplar für das Juniehepaar im Galeria Kaufhof besorgt hatte, war meine nächste Zieladresse der Idee Bastelladen. Dort kaufte ich farbigen Karton, weil ich dank meines frisch erstandenen Schmetterlinglochers eine Idee umsetzen wollte, die mir im Kopf herumschwirrte. Hier die Skizze:

Skizze

Für diese Gästebuchvariante brauchte ich folgendes Material:

  • das Gästebuch
  • Tonkarton in mehreren Lilafarbtönen
  • Bleistift, Radiergummi
  • Schmetterlingstanze
  • Klebstoff
  • doppelseitiges Klebeband (mein Tipp: Fotoklebepads aus dem DM)
  • schwarz schreibenden Füller bzw. gut schreibenden schwarzen Stift
  • weißen Stift

Die Bastellei an sich war dann gar nicht so schwer. Die Schmetterlinge stanzte ich im Vorfeld zahlreich aus. Die schemenhaften Figuren zeichnete ich mit Bleistift vor und schnitt sie aus. Anschließend ergänzte ich kleine Dekodetails mit dem weißen Stift direkt auf der Figur.

Die Schmetterlinge versuchte ich in einer Art Bogen über die zwei Seiten fliegen zu lassen. Für die Farbmischung schaute ich, dass ich alle Farbtöne bunt gemischt verteile.

Nachträglich ergänzte ich noch – natürlich mit Bleistift vorgeschrieben – die Namen und das Hochzeitsdatum des Brautpaares. Wer sich dies nicht zutraut, findet vielleicht eine Alternative oder fragt jemanden, der gut und schön schreiben kann.

Mehr war es nicht. Allen, denen ich meine Idee zeigte, waren begeistern und fanden es wirklich schön. Mich freute dies natürlich sehr. Noch mehr freut es mich, dass die Hochzeitsgäste die übrigen Schmetterlinge für Ihre Einträge noch nutzten, sodass sie sich wie ein lila Faden durch das Gästebuch ziehen.

Ich hoffe nun natürlich sehr, dass das Brautpaar auch in ein paar Jahren noch gerne im Gästebuch stöbert und in den schönen Erinnerungen des Tages schwelgen kann, denn eins ist klar: Diese Hochzeit war wirklich wunderbar.

Gästebuch Schmetterlinge
Leider habe ich nur dieses Handyfoto, aber es zeigt ganz gut die Grundidee kurz vor der Fertigstellung.
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