Life on Mars – Gefangen in den 70ern

Manchester, England. Gegenwart. Der Polizist Sam Tyler wird im Dienst von einem Auto angefahren. Er verliert das Bewusstsein und als er wieder aufwacht, ist er plötzlich im Jahr 1973. Auch hier arbeitet er erneut als Polizist, jedoch besteht das Team um ihn aus Chaoten und einem stetig nörgelnden Detective Chief Inspector Gene Hunt, der das Abbild eines grantigen Polizisten ist. Polizeiarbeit, wie Sam sie kennt, gab es 1973 nicht. Hier zählen Instinkte. Oder so. Seine Methoden werden müde belächelt.

Tyler lässt sich jedoch nicht unterkriegen und löst trotz trägem Team und fehlender Technik zahlreiche Fälle. Dies beäugen seine Kollegen ziemlich argwöhnisch, doch so nach und nach erarbeitet Sam sich den Respekt, den er verdient.

Es ist nicht eindeutig, ob Tyler sich wirklich im Jahr 1973 befindet oder einfach nur durch seinen schlimmen Unfall im Koma liegt und ziemlich authentische Illusionen hat. Bereits in der ersten Staffel treffen Sam immer wieder Erinnerungsblitze. Was es damit auf sich hat, wird erst in der zweiten Staffel geklärt. Hier erwartet Sam auch ein mysteriöser Anrufer, der ihn regelmäßig kontaktiert. Während Tylers Team 1973 in einer Undercover-Aktion sitzt, erwacht Tyler aus dem Koma.

Life on Mars ist gewiss keine bekannte Serie, aber sie erhielt 2006 den International Emmy Award in der Kategorie Beste Drama-Serie. Das Grundgerüst der Serie ist sicher auch etwas verrückt. Trotzdem sind die einzelnen Episoden bestimmt etwas für Krimifans.

Die Amerikaner übernamen das Serienkonzept für Life on Mars. Hier sah ich die ersten zwei Folgen und kann nur eins sagen: was für ein Schrott. Ich verstehe  beim besten Willen nicht, wie man eine englischsprachige Serie für den amerikanischen Markt neudrehen kann. Wahrscheinlich um das eigene Volk geografisch noch mehr zu verdummen, denn hey, wer kennt schon Manchester in England. Wer also über Life on Mars stolpert, sollte sich die originale Produktion des britischen Rundfunkanstalt BBC ansehen.

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