Porridge aka Haferbrei

Winterzeit ist bei mir im wahrsten Sinne Fresszeit. Vor allem im Büro knurrt mein Magen trotz gutem Frühstück gerne ab 10 Uhr wieder und fordert Nahrung. Gut gemeinte Tipps wie „iss doch mehr Eiweiß, das sättigt“ schlagen bei mir leider, leider nicht so an. Auch nach 500g Magerquark meldet mein Körper Hunger. Als letzte Möglichkeit probierte ich nun Haferbrei aus, der gerade einen richtigen Hype erlebt – unter dem Namen Porridge.

Kurze Erklärung, was sich dahinter verbirgt: Haferflocken oder Hafermehl werden mit Wasser oder Milch zu einem Brei aufgekocht. In Großbritannien war es früher ein Essen für die ärmere Arbeiterklasse, in Schottland scheint es bei einigen noch heute sehr beliebt zu sein. Interessanterweise wird er dort aber nur für Kinder mit Zucker oder Honig gesüßt, Erwachsene essen ihn so oder geben noch etwas Salz hinzu. Generell gilt der Brei als magenschonend. Viele kennen ihn aus ihrer Kindheit, weil er bei Magen-Darm-Erkrankungen gerne mal verabreicht wurde. Ich kann mich jedoch nicht bewusst daran erinnern, dass meine Mama mir das auftischte. Auch im Krankenhaus soll es wohl immer mal Haferbrei, aufgekocht mit Wasser, geben. Dass das kulinarisch kein Highlight ist, glaube ich ungekostet.

Probieren geht bekanntlich über Studieren, daher besorgte ich mir zunächst zwei Porridge-Mischungen über mymuesli. Pflaume-Zimt und Vanillekipferl. Da ich wirklich arge Befürchtungen hatte, was die Süße angeht, kaufte ich mir vom ersten Flockendealer am Platz, Kölln Flocken, noch zarte Haferflocken zum Strecken.

Mein erstes Porridge war jedoch ein reiner Versuch nur mit den zarten Flocken (da mymuesli mich sehr lange auf die Lieferung warten lies). Mit Milch klassisch aufgekocht und mit Zucker und Zimt abgeschmeckt. 50g mit 300ml ergaben hier einen wunderbaren Brei, der gar nicht so übel schmeckte. Noch zwei getrocknete Feigen hinterher und ich kam das erste Mal seit Wochen vom Frühstück bis zur Mittagspause ohne nerviges Magenknurren.

Nach der Lieferung meiner N’oats kostete ich die Mischungen mit Geschmack und war hier durchaus positiv überrascht: sie waren weder süß noch schmeckten sie künstlich. Nur das angegebene Mengenverhältnis ging für mich nicht so ideal auf, da ich es doch breiig mag und nicht so flüssig – aber dazu hab ich ja meine „Streck-Flocken“ von Kölln.

Da ich Abwechslung auch beim Frühstück mag, ging ich in den gängigen Bio-Märkten auf die Suche nach Alternativen. Die Bandbreite ist recht breit und für jeden lässt sich etwas finden.

Da meine Erstkäufe so langsam leer gehen, kaufte ich mir im Alnatura noch eine Mischung mit roten Früchten. Letztere sind wahrscheinlich schon mega klein gehäckselt, denn man sieht sie nicht. Auch der Brei vom Bauckhof ist nicht süß oder künstlich im Geschmack. Diesen peppe ich mir mit dem Frucht-Dinkel-Crunch von der Hausmarke Alnatura nach der Zubereitung noch auf. Vorteil: Ich kaue dann doch etwas und habe auch rote Früchte gesehen. Für die Ernährung wäre der Zusatz an zuckrigen Ergänzungen wahrscheinlich lieber zu vermeiden, aber noch kämpfe ich nicht mit überschüssigen Fettpolstern.

Ich werde mich wohl noch durch den Markt testen und hier und da gewiss pure Flocken mit Früchten mischen. Für Leute, die morgens kaufaul sind, ist so ein Brei echt gut. Bei mir wird er wohl weiterhin auf den Tisch kommen, bis es wieder wärmer wird und mein massives Hungergefühl nachlässt.

Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on Tumblr

Wochenende ist Pancakezeit

…zumindest bei uns. Egal ob mit frischen Beeren oder vorsichtig aufgetautem TK-Obst, gemeinsam mit Nutella oder Ahornsirup – es ist immer lecker. Die Zutaten hat man eigentlich auch immer im Haus. Also wie wäre es, selbst ein paar Mini-Pancakes zum Frühstück zu kredenzen?

Für 2 Personen

  • 100g Mehl
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 80g Joghurt
  1. Mehl und Backpulver in einer Rührschüssel gut miteinander vermischen.
  2. Zucker, Salz und Ei sowie den Joghurt dazugeben und alles gut verrühren, bis ein glatter Teig entsteht.
  3. Auf höchster Stufe des Rührgeräts den Teig nun 2 Minuten rühren.
  4. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Pancakes goldgelb bei mittlerer Hitze ausbacken. Ein Pancake entspricht ca. 2 EL Teig.
  5. Pancakes noch warm servieren und nach eigenem Belieben mit Ahornsirup, Honig, Nutella, Marmeladen und Früchten vernaschen.

– Schmecken lassen! –

 

 

Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on Tumblr

Promotion belVita

Gestern Morgen fand im Mainzer Hauptbahnhof zur besten Berufspendlerzeit eine Promotionaktion von belVita statt. An drei motivierten Frühstückkeksverteilerinnen konnte ich mich vorbeischmuggeln – der vierten Dame rannte ich förmlich in die mit Pröbchen bestücken Arme.

Warum ich nicht wollte? Ich frühstücke gerne zu Hause – in Ruhe. Und zum ordentlichen Frühstück gehört für mich Brot oder Brötchen mit ordentlich Nutella oder irgendein leckeres Müsli mit Joghurt. Aber: KEINE KEKSE! Kekse sind für zwischendurch.

Nun gut, ich erhielt die Gratisversion mit Cranberrys sowie einem Couponflyer. Freundlich danke sagend stopfte ich es zu meiner Brotbüchse und stapfte weiter zu meiner S-Bahn. Im Büro schmiss ich es in die Ablage.

Heute kam ich dazu, sie zu probieren, weil mich ein kleiner Hunger vor der Mittagspause ereilte. Die Kekse sind recht knusprig, aber nicht zu hart. Was mich ein wenig stört, ist ihre Süße. Dafür, dass es ein gesunder Frühstückskeks sein soll, war ich dann doch überrascht – und irgendwie auch nicht. Die Lebensmittelindustrie lügt derzeit oft. Ich glaube auch, dass mein Geschmackserlebnis besser gewesen wäre, wenn ich ein Glas Vollmilch, einen Kaffee oder Kakao gehabt hätte. Das Kauerlebnis war nämlich recht trocken-staubig.

Fazit: Ich werde die Dinger wohl nicht wieder vernaschen. Geschenkt als Probe war es ok. Danke belVita für die Promotionaktion, aber überzeugt bin ich eher nicht.

PS: Es verwundert mich, dass es keine offizielle Website für Deutschland gibt…

Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on Tumblr