Warm Bodies

Wer glaubt, wahre Liebe sei tot, der irrt. Warm Bodies ist ein Film, der mit Humor die Liebesgeschichte eines ungleichen Paares erzählt.

Worum geht es?

R., gespielt von Nicholas Hoult (Skins „Tony“, About A Boy), ist ein Zombie. Nach dem Zombie Survival Guide ist er aber kein normaler Zombie, denn er denkt. Die Lust auf Menschenfleisch liegt ihm aber dennoch inne. So zieht er mit seinen Zombie-Kollegen los.

Julie, gespielt von Teresa Palmer (Bedtime Stories), ist ein Mensch in einer postapokalyptischen Zeit. Mit einem kleinen Team durchstreift sie die verlassene Welt, auf der Suche nach Medikamenten für ihren Stützpunkt.

Beide Gruppen treffen bei ihrer Suche aufeinander, es gibt Tote und die Geschichte beginnt.

Unverkennbar hat diese Buchadaption Anspielungen zu Romeo und Julia: Das Paar, die zerstrittenen Clans, Rs M(ercutio), und, und, und. Alles etwas aufgepeppt und in ein ungewöhnliches Setting verlegt.

Diese paranormale, romantische Zombie-Komödie sollte nicht zu ernst genommen werden, denn sie nimmt sich selbst nicht so ernst. Wer dem Charme von Zombiefilmen aufgrund Ihres Trashcharakters oder Zombie-Komödien (Shaun of the Dead, Zombieland) erlegen ist, wird sich sicher auch an diesem Film nicht stören. Falls nicht: Schaut dennoch in den Trailer – Allein schon wegen des gelungenen Soundtracks.

(Da ich den Film im Original gesehen habe möchte ich euch auch gerne auf den englischen Trailer hinweisen)

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James Bond – Skyfall

Einen Tag vor der dem offiziellen Filmstart in Deutschland sah ich den neuen James-Bond-Film. Für mich war es eher ein sentimental-persönlicher Grund, mir diesen Film anzusehen, da ich ansonsten kein großer Fan von Agentenfilmen bin.* Dennoch bereue ich keinen Cent, den ich für die Kinokarten ausgab. Musik, Darsteller, Storys – alles stimmig für einen guten Kinofilm.

Die Story

Bereits am Anfang geht es heiß her. Verfolgungen mit teuren Autos und klapprigen Mopeds. Eine attraktive, junge Dame, die dem Filmhelden an der Seite steht, Aufträge von M., die eine harte Probe der Loyalität eines Agenten des MI6 darstellen. Viel Knall, Puff, Peng.

Bond verschwindet von der Bildfläche, in London trauert man um ihn. Das Hauptquartier des MI6 wird angegriffen. M wird unter Druck gesetzt, indem gedroht wird, die Identitäten einiger ihrer Agenten öffentlich zu machen. Selbstverständlich kehrt DER Agent des Vertrauens zurück und stellt sich, trotz seiner eigentlichen Dienstuntauglichkeit, dem Gegner….

Die Darsteller 

Daniel Craig („Die Verblendung“, „Layer Cake“) ist auch in diesem Film noch immer Agent 007 aka James Bond. Meiner Meinung nach ist er in diesem Teil in seiner Rolle als Agent angekommen. Ansonsten ist die Rolle des Agenten typisch: ein Mann im besten Alter, top fit, vernascht die Frauen wie selbige Pralinen, fährt tolle Autos, erledigt seine Aufträge.

Auch Judy Dench („Chocolat“) spielt wieder die scheinbar skrupellose Leiterin des MI6, die auf den Namen M hört. Ihre mürrische, unnahbare Art kann man als Zuschauer aber auch in Frage stellen, wenn man die kleinen Regungen bei ihr genau beobachtet. M ist nicht nur eine machtvolle Dame, sondern auch ein Mensch – vor allem in diesem Teil der James Bond Reihe.

Javier Bardem („Das Meer in mir“, „No Country For Old Men“) spielt den Bösewicht. In der Rolle des Raoul Silva startet er seinen Rachefeldzug gegen M, da er einer ihrer ehemaligen Lieblingsagenten war und noch eine Rechnung mit ihr begleichen möchte. Bardems Schauspiel brilliert erneut. Die Darstellung der Nähe von Genie und Wahnsinn erinnerte mich an Heath Ledgers legendäre Rolle als der Joker in Batman. Super Besetzung für den Filmbösewicht.

Ralph Fiennes („Roter Drache“, „Harry Potter“, „Der Voleser“) ist der Vorgesetzte von M und ist ein Koordinator beim Geheimdienst. Sein Auftritt in diesem Film ist sicher als eine Einführung seiner Rolle in kommenden Teilen zu betrachten.

Die bereits erwähnte, attraktive Dame ist Naomie Harris („Fluch der Karibik“) in der Rolle der Eve Moneypenny. Sie erhält am Anfang des Films einen Schussbefehl, bei dem sie statt den Gegner ihren Kollegen, Agent 007, trifft. Dieser Vorfall hält sie jedoch nicht davon ab, ihrem wieder auferstandenem Kollegen frech Kontra zu geben.

Die  Rolle des Q, welcher der Waffenentwickler und Quartiermeister des MI6 ist, wurde mit Ben Whishaw („Das Parfum“) neu besetzt. Auch hier kann ich mir vorstellen, dass die Zusammenarbeit für weitere Teile fortgesetzt werden kann.

Fazit

Als Nicht-Kennerin aller James-Bond-Filme und vor allem als weibliches Wesen, das dann noch seltener von Knall-Puff-Peng-Filmen des Action-Genres begeistert ist, bin ich von „Skyfall“ doch positiv überrascht. Die Handlung des Filmes war in sich abgeschlossen, die Story nicht übertrieben unrealistisch, die Schauspielbesetzung war gelungen. Ein Film, den man wirklich gesehen haben kann

Natürlich gehört zu einem James Bond Film auch ein entsprechender Titelsong. „Skyfall“ von Adele ist meiner Meinung nach mal wieder ein Klassiker der Filmmuikindustrie:

—>  Offizielle Homepage (Seite für weitere Informationen, Videos etc.)

 

*Austin Powers ist eine Ausnahme.

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Die Wand

Anlässlich der 12. Filmkunstmesse Leipzig wurde in den Passage Kinos der Film „Die Wand“ mit Martina Gedeck als Eröffnungsfilm gezeigt. Eigentlich hatte ich nicht vor, diesen Film zu sehen, aber eine spontane Eingebung brachte mich doch dazu, den Abend im Kinosessel zu verbringen. Die Vorstellung war komplett ausverkauft und ich konnte nur mit Mühe an der Abendkasse noch ein Ticket ergattern.

Ohne das zugrundeliegende Buch zu kennen oder auch nur eine Vorahnung zu haben, worum es in diesem Film ging, ließ ich mich also auf das Leinwandabenteuer ein.

Die Handlung dreht sich um eine nicht näher benannte Frau, die hinter einer unsichtbaren Wand gefangen ist. Ist das alles? Nein, denn sie ist nicht nur hinter der Wand, sonder auch jeglicher Zivilisation beraubt. Allein in einem bewaldeten Tal ohne Strom und andere Annehmlichkeiten fristet sie ihr Dasein. Wie sie in diese Situation gerät und was sie erlebt, schreibt sie fein säuberlich nieder und dokumentiert damit, vornehmlich für sich selbst, alles. Der Zuschauer bekommt kommentierte Rückblenden und aktuelle Erlebnisse gezeigt und schreitet so mit der Protagonistin durch die Tage, Monate und Jahre. In dieser Zeit lernt Sie sich selbst zu versorgen – sammelt Früchte und Beeren, jagt Wild, schlägt sich Feuerholz und betreibt Viehzucht und schreibt an ihrem Bericht. Schlussendlich geht ihr das Papier aus und damit bleibt ihr Schicksal für uns offen.

Aus dem guten Schauspiel von Frau Gedeck entwickelt sich bei mir eine negative Sicht auf die dargestellte Isolation. Man könnte aber auch vermuten, dass die Wand unsere Protagonistin vor der Außenwelt beschützt. Hier zeigt sich, dass dieser Film viel offen lässt und Raum für Spekulation und Interpretation gibt. In langen Szenen, mit durchaus schönen Bildern, hat man genug Zeit darüber nachzudenken oder der Frau ein inneres »Mach‘ doch mal was!« zuzurufen. Vermutlich habe ich als Stadtmensch einfach zu viele Hummeln im Hintern oder mir und anderen würde so eine Wand zur Besinnung auch gut tun.

Zumindest die Diskussion am Ende des Films mit dem Regisseur, Julian Pölsler, bestätigte, dass die Zuschauer das Werk unterschiedlich interpretierten. Sei es nun Isolation, Schutz, Besinnung auf die Natur oder die Befreiung vom Männlichen, es gab von allem etwas und alle Begründungen ergaben Sinn. Da der Film eine Buchadaption ist, wurden auch die vorhandenen Unterschiede angesprochen. Da mir, wie eingangs erwähnt, dieses Wissen aber fehlt erlaube ich mir nur ein Urteil zum Film.

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