Ludmilla in New York City

Natürlich war Ludmilla bei unseren Flitterwochen dabei und schaute sich so manche Sehenswürdigkeit auch an.

Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on Tumblr

Fotoalbum vs. Fotobuch

In manchen Dingen bin ich altmodisch. So liebe ich Fotoalben. Ich meine damit die richtigen Alben, in denen die einzelnen Fotos eingeklebt werden und vielleicht sogar noch zwei, drei Zeilen dazu stehen. Angefangen hat das mit Anfang 20, als ich einen riesigen Schwung an Kinderfotos von mir bekam und ich die nicht so lose in einer Fotobox verstecken wollte.

Manche fragen nun vielleicht empört: Wuuuuaaaas, deine Mama hat kein richtiges Kinderfotoalbum für dich geklebt? Nein, hat sie nicht. Natürlich wurde eines angefangen, aber irgendwie stockte es irgendwann. (Es ist sicher einfach der Tatsache geschuldet, dass das Freizeitfenster mit Nachwuchs kleiner wird oder die Prioritäten meiner Mama lagen einfach woanders.)

Ich habe nun meine eigenen Alben, in denen mein Leben klebt. Chronologisch fortlaufend. Separate Alben gibt es nur bei genügend Material, wie beispielsweise nach Urlauben – oder wie jetzt nach der Hochzeit.

Und genau hier probierte ich nun etwas für mich neues aus: Fotobücher.

Anbieter gibt es hier wie Sand am Meer gefühlt – inklusive Unterschiede in der Qualität. CEWE Fotodruck wollte ich nicht, die gefielen mir nicht, nachdem ich bei DM die Beispiele ansah. Auch Kodak überzeugte mich nicht.

Mein erstes digital erstelltes Album zauberte ich dann aber für meine Trauzeugin bei Albelli. Meine Schwägerin druckt hier die Kalender mit den Fotos der Nichte und die Kalender sind von der Bildqualität her gut. Da ich ein kleines, süßes Erinnerungsalbum für sie haben wollte, war das Fotobuch Querformat in S (13×10 cm) hier ideal. Software runtergeladen, Fotos zusammengesucht, Album erstellt, Einband ausgewählt und zack, ab ging die Bestellung. Freitags bestellt, Donnerstag drauf geliefert. Damit kann man leben. Preis-Leistung ist auch ok, auch wenn ich zugeben muss, dass trotz guter Bildqualität der Dateien der Druck im Fotobuch nicht an den des Kalenders herankommt. Das ist etwas schade, aber ich denke, die Geste zählt mehr. Es soll auch nur eine kleine Erinnerung sein und kein Portfolio, weil man selbst im Fotobusiness arbeitet.

Kurz zur Software für die Erstellung: Die kann man sich ganz leicht downloaden und so lange wie man eben braucht an seinem Album basteln. Es gibt fertige Layouts, aber auch kreative Köpfe oder Fans einfacher Strukturen kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Bedienung der Software ist einfach, der Bestellvorgang ebenso. Natürlich gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sein Album zu erstellen. Von reinem Bilderbuch bis hin zum Reisetagebuch ist hier sicher alles möglich, man muss nur das Format bzw. die Fotobuchgröße entsprechend wählen und Zeit mitbringen.

Für ein Geburtstagsgeschenk wollte ich zudem von einem bestimmten Foto einen „Profiabzug“. Die Qualität von DM Digifotografie, also CEWE Druck, ist ok, aber hier wollte ich mehr. Also googelte ich fröhlich drauf los und landete bei Saal Digital. Aus den unterschiedlichen Abzug-Typen wählte ich die die FUJIFILM Silk Variante und bin begeistert. Ich habe den Abzug am späten Freitagabend online bestellt, hatte ihn montags in der Post und war von der Qualität begeistert. Die Bildoberfläche hat eine leichte Struktur, die man beispielsweise auch von Fotos aus Fotostudios kennen kann. Die Farben sehen super aus, das Bild selbst so scharf wie das Original. Als Haus- und Hof-Abzuglieferant für meine Standardalben wird Saal-Digital sicher nicht etabliert, da die Abzüge dann doch recht kostenintensiv werden, aber für besondere Aufnahmen, die gerahmt werden sollen, wird es meine erste Adresse. Klare Empfehlung!

Fotobuch collage

Beim Stöbern auf der Seite wurde ich auch auf deren Fotobuch aufmerksam. Hier wird, im Gegensatz zum Digitaldruck bei den meisten Anbietern, das Fotopapier belichtet. Ich wurde neugierig und lud mir auch hier die Software runter. So bastelte ich als Ergänzung zum Foto für das zukünftige Geburtstagskind gleich noch ein Fotoalbum, weil sie mitteilte, dass sie sich gerne ein eigenes Album zu dem Tag erstellen würde. Die Bedienung der Software war ebenfalls einfach und ich hatte recht schnell das Album erstellt. Hier bestellte ich samstags, hatte das Fotobuch sogar schon Mittwoch in den Händen und ich war nach dem Auspacken einfach nur begeistert. In diesem Fall wählte ich die Glanzvariante der Seiten. Die Bilder sind gestochen scharf, das Papier ist in der Haptik angenehm zum Blättern, Panoramabilder sind durch die Flachbindung durchgängig über beide Seiten zu betrachten, es gibt in der Mitte somit bei der Variante keine störenden Ränder. Mein einziger Minuspunkt bei diesen Fotobüchern ist der Einband. Wenn es hier noch feste Leineneinbände gäbe, wäre ich absolut begeistert und würde wahrscheinlich nur noch Fotobücher erstellen, statt selbst zu kleben.

Nachdem ich nun so begeistert war, habe ich auch unser Hochzeitsalbum über Saal-Digital erstellt. Im Gegensatz zum Geburtstagsgeschenk habe ich hier matte Seiten gewählt. Die Bildqualität ist auch hier super und ich bin mehr als zufrieden. Es wird somit nicht das letzte Fotobuch gewesen sein. Ein Glück stehen bald die Flitterwochen an…

Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on Tumblr

Es ist vollbracht

Über ein Jahr Vorbereitung sind rum. Wir haben geheiratet – und auch wenn es nun gut zwei Wochen später bei mir noch immer nicht so wirklich ankam, hatten wir einen fantastischen Tag voller Freude und lustiger Begebenheiten.

Freitagmorgen. Erste Mal kurz vor 5 Uhr schlug ich die Augen auf. Es war schon hell, die Vögel plärrten zum Glück noch nicht. Eigentlich hätte ich mich gerne noch einmal umgedreht. Eigentlich. Aber die schon seit Wochen angekündigte Aufregung bzw. ein Symptom jenes körperlichen Phänomens tauchte auf. Übelkeit deluxe. Irgendwann kapitulierte ich und ging eben duschen. Der Körper meinte auch nach der Dusche noch immer müde zu sein, doch der Magen war hellwach. Miese Absprachen können die beiden ja eh bei mir. Frühstück wurde dann nicht besser. Mein Papa stellte mir ein Stück selbstgemachte Erdbeertorte hin, weil Kuchen zum Frühstück für mich eigentlich der Himmel auf Erden ist. Ich hätte aber auf Knopfdruck brechen können. Ich entschied mich für ein kleines Brötchen. Ohne alles. Daran kaute ich bestimmt 45 Minuten und war zwischendrin unsicher, ob es in mir bleibt. Nervlich im Köpfchen war ich wider Erwarten sehr ruhig. Nur mein Magen wollte es wissen.

Pünktlich 5 vor 9 ging ich mit meiner Trauzeugin zum Friseur. Haare waschen, anföhnen, eindrehen, Trocknerhaube. Ich saß bestimmt über eine Stunde darunter – das Haar wollte nicht trocknen. Zwischenzeitlich wurde ich geschminkt, meiner Mama die Haare gemacht und bei mir tat sich nix. Irgendwie schien das auch den Profi der Schere wuschig zu machen, denn als sie sich endlich an die Wickler traute und die Frisur zaubern wollte, klappte das Legen und Festklemmen auch nicht auf Anhieb. Kurze Planänderung, dann funktionierte es endlich. Ich war zumindest rund um den Kopf fertig, wenn auch mit reichlich Verspätung. Bei meinen Eltern wartete bereits die Kolonne. Endlich ging es los. Das Navi sagte die Ankunft im Schloss um 13 Uhr voraus. Na ein Glück wollte ich 12 Uhr in meiner Suite sein, was (trockenes) Essen und mir noch die Nägel lackieren…

Auf dem Weg dorthin widersetzte sich mein Vater jeder Anweisung des Navis und fuhr Strecken, deren Existenz mir nicht bewusst war. Das Handy vibrierte auch im Minutentakt. Ob ich schon da sei, wann ich komme und oh, hey, es regnet!  Ehrlich gesagt, war mir das alles ziemlich egal. Mir war kotzübel und mein trockenes Brötchen in einem anderen Auto. Zur Ablenkung begann ich im Kurventakt der Landstraße das Bemalen meiner Nägel und hoffte, die Ringfotos werden einfach ausgelassen.

In Schkopau angekommen trafen wir auf die ersten Gäste, die teilweise gestresster wirkten, als ich selbst.  Ich checkte fix ein. 13:15 Uhr war ich endlich in unserer Suite, trug noch immer meine Jogging-Tights mit Trägertop und wusste irgendwie nicht so recht, was ich jetzt als erstes tun soll. Unser Fotograf, Dominik von romeoplusjuliet gesellte sich auch zu Sophie (beste Trauzeugin ever) und mir. Zwischendurch versorgten mich unsere freundlichen Zimmernachbarn und zukünftige Stadtteilnachbarn auf Zeit mit einem trockenen Brötchen vom Erbserich, damit zumindest der Sekt in 2 Stunden nicht direkt auf nichts im Magen fließt. Gegen 13:45 Uhr war es dann doch mal Zeit, in die Klamotte zu kommen und den letzten Feinschliff durchzuführen. 14 Uhr sollte immerhin die Trauung sein. 13:58 Uhr fiel mir auf, dass mein rechter Arm an Papas Arm besetzt ist, aber der linke Arm irgendwie leer ist. Ach ja, der Brautstrauß fehlt. Aber wie gesagt, ich hatte eine tolle Trauzeugin <3 So eine flitzt dann auch mal für die Braut des Tages.

Zwei Minuten zu spät kamen mein Papa und ich zum Trauzimmer. Ich hörte meine Mama schon draußen schluchzen, was auch mir einen Kloß im Hals bescherte. Aber an Papas Arm war der Gang zu ihm dann nur noch Formsache. Beim Hinsetzen zitterte ich zwar kurz noch ordentlich, aber das verflog nach ein paar Momenten. Natürlich brauchte ich auch kurz ein Taschentuch als Heulsuse der ersten Stunde, aber ich hatte deutlich mehr Tränenfluss bei mir erwartet.

Es folgte die standesamtliche Trauung mit dem klassischen Mix aus lieben Worten und dem formellen Gehabe, untermalt von Kindergebrabbel (was mich gar nicht störte, sondern eher beruhigte). Mein Ja-Wort kam natürlich, ungeduldig wie ich bin, viel zu früh. Meine Trauzeugin unterschrieb noch kurz an der Stelle der Standesbeamtin. Wir sind halt keine Profis, was das angeht.

Unsere Blumenkinder wussten nicht so recht, was sie mit ihren Körbchen machen sollten, aber Gott sei Dank gibt es kluge Kommentare aus dem Off der Gäste. Artige Kinder hören und kippten einfach. Fertig 🙂

Zwischenzeitlich kam auch die Sonne raus und bei bestem Sonnenschein starteten wir das Gruppenbild, gingen zu Brot und Salz über und bewiesen, dass es besser ist, bei Zentralheizung zu bleiben.

Die Reden der Väter führten uns dann auch schon zum Kaffee und dem Anschnitt unserer Hochzeitstorte. Gott, was ich mich auf die Torte freute und wir mir mein Magen da schön einen Strich durch die Rechnung machte. Mein Appetit war nämlich immer noch irgendwo nur nicht bei mir, aber das Stückchen unserer Torte, das ich aß, war fantastisch. Die Bäckerei Rahaus hat unsere Wünsche mehr als umgesetzt, denn die Torte sah super aus und schmeckte offensichtlich auch den Gästen.

Anschließend verschwanden wir mit Dominik für die Fotos und gaben uns beim Shooting die größte Mühe – obwohl uns die Brühe wirklich lief. Mein Kleid wirkte vielleicht gar nicht so, aber ich hatte ab Hüfte fünf wirklich wärmende Rocklagen. Die erste Vorschau der Fotos gab es direkt Montag nach der Trauung und ich bin schon etwas arg in 1-2 Motive mehr als verliebt. Auf die restlichen Bilder freuen wir uns nun um so mehr und können es eigenlich gar nicht abwarten. Geduld war halt nie meine Stärke…

Ab dem frühen Nachmittag kamen wir dann auch dazu, unsere Gäste in Gespräche zu verwickeln und uns selbst an der Getränkeauswahl zu bedienen. Leider konnte ich gar nicht mit jedem plaudern, weil es teilweise wirklich so war, dass man grad irgendwo parkte und sofort wieder woanders hinmusste, weil dort der eigene Typ verlangt wird. Aber so ist das nun mal.

Ansonsten hatten wir aus unserer Sicht einen wirklich tollen Tag und hoffen, dass unsere Gäste dies ebenfalls so empfanden.

Wir haben am Tag selbst und auch im Nachhinein so viele zahlreiche liebe Worte erhalten, noch mehr gute Wünsche und liebevoll gebastelte Geschenke, dass wir oft wirklich nur sprachlos waren. DANKE!

Die Vorbereitung und Vorfreude der letztes 12 Monate waren es wirklich wert.

Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on Tumblr

Endspurt der Hochzeitsvorbereitung

Momentan befinden wir uns auf der Zielgeraden. In weniger als einem Monat werden wir verheiratet sein – und uns schon wieder räumlich getrennt haben.

Meine To-Do-Liste ist auf eine handvoll Punkte zusammengeschrumpft:

– Kleid von der Schneiderin abholen
– finaler Kosmetiktermin (Augenbrauenkorrektur, Wimpernfärben)
– Trauzeugin und restlichen Kram einsacken und nach Hause fahren
– heiraten

Keiner der Punkte bedeutet in irgendeiner Form Stress für mich. Mein Zeitplan funktionierte bisher perfekt. Es ist mit allen Dienstleistern jeder Punkt vollständig geplant und wartet auf die Umsetzung. Von meinen Events, die ich beruflich planen darf, weiß ich, dass sowieso nicht alles zu 100% perfekt laufen wird und das ist auch vollkommen ok. Fehler und Unfälle sind schließlich genau die Teile, über die man am Ende lacht. Ob die Torte nun ganz nach Tante Ernas Geschmack war und Cousinchen Anna-Maria wirklich ihr Veganes-Happy-Meal gemundet hat, liegt absolut nicht in meinem Verantwortungsbereich. Wir freuen uns, mit unseren Lieben unseren Tag zu feiern und eigentlich könnten wir uns somit in Ruhe in die letzten Wochen als Ledige begeben…

… aber wenn ich eines in den vergangenen Wochen lernte, dann das: Unterschätzt NIEMALS die Aufregung bei Freunden, Familie und weiteren, gelandenen Gästen.

Ich twitterte neulich, dass ich bei 50€ pro Frage, ob wir denn schon aufgeregt seien, noch vor dem Termin die Hochzeit refinanzieren könnte. Wer nun grinst und meint, ich solle nicht übertreiben, kann sein Grinsen direkt einstellen. In unserem Umfeld gibt es nur noch das Thema: Hochzeit und das damit verbundene Muss der Aufregung. Eigene Nachfragen, wie es denn so im Leben bei den anderen aktuell aussieht, werden wirklich perfekt ignoriert. Es zählt nur noch HOCHZEIT, HOCHZEIT, HOCHZEIT und AUFREGUNG, AUFREGUNG, AUFREGUNG.

Ja. Das nervt mich.

Klar, es freut mich, dass man mit uns fiebern möchte, dass man sich mit uns freut. Das ist sicher ein schöneres Gefühl, als die Situation, dass alle auf ihn oder mich einreden würden und das Thema Hochzeit generell madig machen. Aber nur, weil man selbst vielleicht die Wochen davor keinen klaren Gedanken fassen konnte, heißt es nicht, dass es jedem so geht.

Vielleicht ist es auch unsere blöde Situation im Moment, dass es zumindest bei mir keinen Platz für hirnerweichende Aufregung gibt. Wir gehen beide voll arbeiten, leben in zwei Städten und sehen uns nur selten. Romantische Pre-Wedding-Happenings mit verträumten Gesprächen, wie es wohl sein wird, gibt es nicht. Ja, vielleicht wäre meine Aufregung größer, wenn ich ihn jeden Tag sehen und mir dadurch jeden Tag ausmalen könnte, wie er wohl aussehen wird. Aber ich kenne ihn in Anzügen und weiß, dass er toll aussehen wird. Oder ich könnte träumen, wie er wohl schauen wird, wenn er mich das erste Mal sieht. Aber das ist einfach nicht der Fall. Auf Arbeit habe ich seit Wochen sehr viel zu tun und musste zudem eine angenehme Situation finden, meiner Chefin zu stecken, dass ich Ende September gehen werde. Die Situationen liegen nicht wie Sand am Meer, wenn man nur noch allein mit dem Azubi da ist. Aber der Umzugskarton winkt halt auch schon sehr auffällig im Hinterkopf. Private Hiobsbotschaften runden das Ganze ab. Der Kopf will einfach nicht frei werden. Letztendlich wird es genau diese Mischung aus allen Faktoren sein, warum ich nicht vor Aufregung verrückt werde oder grenzdebil vor mich hin grinse und vor Entzücken gluckse, wie es irgendwie erwartet wird. Das sollte vollkommen ok sein – denke ich. Aber ich ernte bei meinem wirklich ehrlichen „Nö, eigentlich bin ich nicht aufgeregt“ stets ein verblüfftes Lachen und einen dummen Kommentar, der als Kernaussage ein „Du wirst schon noch sehen“ hat.

Ja, das werde ich bestimmt. Aber ich kann auch reinen Gewissens behaupten, vollkommen sicher zu sein, das Richtige zu tun. Ich sage JA zu einem Menschen, der mich mit all meinen Launen kennt und trotzdem liebt. Er erlebte mich in der kompletten Palette menschlicher Emotionen, von tottraurig über vollkommen glücklich bis hin zu abschreckend-böse. Er  ist immer für mich da und gibt auch mir das Gefühl, gebraucht zu werden, weil sich mein Dasein schön anfühlt und nicht nur Mittel zum Zweck ist. Er schweigt und spricht, wenn es angebracht ist. Durch ihn lernte ich wieder, wenn auch mühsam, wie wunderbar Vertrauen sein kann – in sich selbst und in andere. Der Schritt der Heirat stellt für mich wirklich keine Herausforderung dar, es beendet nicht mein Leben, es macht mir keine Angst, von jetzt an das wilde Leben eines unabhängigen Menschens zu verpassen. Also wenn mir nun jemand erklären kann, warum ich bereits jetzt vollkommen aufgelöst sein soll vor Aufregung, würde ich dies gerne hören, um es besser verstehen zu können.

Natürlich weiß ich im Moment nicht, wie es am Tag selbst sein wird. Wahrscheinlich möchte ich mich da auch nicht geschenkt. Aber dank der 47495475494 Tipps der bereits verheirateten Frauen in meinem Umfeld bin ich  auf das Schlimmste perfekt vorbereitet 😉

Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on Tumblr

Da Vinci’s Demons

Maler und Bildhauer, Mechaniker und Ingenieur, Architekt und Anatom – Leonardo da Vinci gilt als Genie der Renaissance und zahlreiche Mythen ranken sich um sein Leben.

Wen wundert es da, dass seine Person als Rollenvorlage für eine Historienserie mit fantastischen Elementen genutzt wird? Richtig, niemanden. 2013 fand die Erstausstrahlung von Da Vinci’s Demons statt und die Kritiken waren durchweg positiv. Staffel 2 startete 2014 und angeblich gab der Sender Starz die Produktion einer dritten Staffel bekannt.

Doch worum geht es in Da Vinci’s Demons?

Der Titel ist doch recht plakativ und verursachte zumindest bei mir ein Wirrwarr an Erwartungen an diese Serie, bevor ich sie endlich sah. Soll Da Vinci hier als Irrer dargestellt werden, der von Dämonen heimgesucht wird? Beruht seine Genialität auf Erscheinungen, die ihn heimsuchten? Wird es eine Gut-gegen-Böse-Serie mit Dämonen à la Buffy und Charmed?

Zum Glück nicht.

Wir treffen den jungen Leonardo (Tom Riley) im Florenz des 15. Jahrhunderts. Wie sich schnell herausstellt, ist er der Bastardsohn des Notars der Medici. An seine Mutter hat er keine Erinnerung, obwohl er sich sonst an alles erinnern kann. Leonardo ist ein Freigeist. Er will entdecken, er will forschen, er will genießen, er will LEBEN – und mit all seinen Entdeckungen und Ideen der Zeit weit voraus.

Der junge Da Vinci ist dreist, aber gleichzeitig brilliant und so erhält er ebenfalls Arbeit im Dienste der Medicis. Er soll die Mätresse (Laura Haddock) von Lorenzo Medici (Elliot Cowan) malen. Natürlich bleibt es nicht nur bei der Malerei. Auch seine Ideen für Kriegsgeräte stoßen bei Lorenzo Medici durchaus auf Interesse.

Während Leonardo so ein Projekt nach dem anderen beginnt und nur wenige vollständig beendet, stößt er auf das Buch der Blätter. Dieses mysteriöse Schriftstück scheint ihn näher an die Wahrheit rund um seine Mutter zu bringen und so begibt er sich auf die Suche…

Es ist klar, dass nicht jede Begebenheit in den einzelnen Folgen historisch vollkommen korrekt ist. Ich meine, in einer Folge ist Da Vinci in der Walachhei und kämpft gegen Vlad den Pfähler, den viele von uns nur als Drakula kennen. Die Serie ist jedoch mit Blick für das Detail produziert worden. Die Ideen und die Vorstellungen, die sich in Leonardos Kopf abspielen, sind wunderbar visualisiert worden. Wenn Da Vinci beispielsweise den Bewegungsablauf eines Vogels beim Fliegen studiert, wird der Zuschauer aktiv eingebunden. Er sieht selbst den Flügelschlag in Zeitlupe, erhält die Bewegungsmuster als Skizze eingeblendet. Es ist genau dieser Blick für Kleinigkeiten, die Serien einen eigenen Charakter und jede Menge Charme verleihen.

Serienerfinder und Regisseur ist übrigens der Drehbuchautor David S. Goyer, der auch bei der Batman-Triologie von Christopher Nolan mitarbeitete.

Wohin Staffel zwei und zukünftig irgendwann Staffel drei den Zuschauer entführen, bleibt abzuwarten. Ich jedenfalls mag die Story rund um das Genie Leonardo Da Vinci. Von mir gibt es eine klare Empfehlung, die Serie zu sehen.

Wer jedoch mehr auf Fakten steht, sollte die Finger davon lassen.

Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on Tumblr

Wie man Quickcap benutzt

Die ersten Quickcaps Brain sind in Benutzung und werden auf Herz und Nieren getestet. Ich möchte euch nun kurz die Handhabung vorstellen.

Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on Tumblr

Mein Brautkleid

Kleider. Ach ja. Ich mag sie, ziehe gerne welche an. Auch an anderen Frauen sehe ich gerne Kleider und denke mir oft: Ach, ist das ein schönes Kleid. Ja, eigentlich liebe ich Kleider und trage doch viel zu selten welche.

Brautkleider sind nun aber eine ganz eigene Kategorie, ja eigentlich schon Liga. Und selbst wenn auf den ersten Blick Brautkleider in ihren Schnittkategorien irgendwie gefühlt alle gleich sind, so sind sie es wirklich beim besten Willen nicht. Schnitt und Material sind beim Brautkleid wohl die wichtigsten Elemente. Chiffon, Seide, Satin, Spitze, Taft, Tüll, A-Linie, Empire, Mermaid, kurz, lang, mit Reifrock oder ohne. Je besser der Stoff und so ausgefeilter das Handwerk, desto hochwertiger und auch kostenintensiver wird es.

Natürlich begann die Recherche nach meinem Brautkleid auch recht schnell nach dem Antrag. Ich stöberte im Netz, in meinen Zeitschriften, schaute mir auf TLC gefühlt jedes Format über Brautkleider und Hochzeiten an. Es gab da schon oft den Moment, dass ich mir dachte: Oahr nee. Geh weg damit. Hin und wieder gefiel mir aber auch ein Kleid oder ein Schnitt. So sammelte ich nach und nach Kleider, die mir optisch gefielen bzw. an denen mir bestimmte Details gefielen.

Ganz verliebt war ich in die Kleider von Pronovias.  Ach, was starrte ich sie im Netz an. Nicht alle, da mir an vielen Kleidern viel zu viel Glitzer und Bling-Bling war, aber es gab so ganz schöne, schlichte und trotzdem gut aussehende Brautkleider. Sie flossen quasi nur so dahin am großen, schlanken Modelkörper…

Da ich mich beim Klamottenkauf kenne, wollte ich früh anfangen mit der Suche nach meinem Kleid. Im Oktober trommelte ich meine Eltern und seine Mama zusammen und wir fuhren nach Leipzig. An dem Laden Brautmoden für Männer und Frauen die sich trauen spazierte ich zu Uni-Zeiten regelmäßig vorbei und schaute immer recht verliebt ins Schaufenster. Dass ich hier mal mein Brautkleid kaufen werde, tja, daran war damals gar nicht zu denken.

Selbstverständlich hatte ich vorher einen Termin vereinbart. Meine Kleidbeispiele hatte ich auch dabei. Ich fühlte mich durchaus gewappnet.

So kamen wir im Geschäft an, wurden auch gleich freundlich empfangen und zu „meiner“ Kabine geführt. Nach der Versorgung mit Kaffee bzw. Wasser schaute sich die Verkäuferin meine Vorschläge an und konnte davon auch ein paar Modelle direkt heraussuchen, weil diese vorrätig waren. Dazu suchten wir gemeinsam noch einige Kleider in ähnlichen Varianten aus und los ging die erste Ankleiderunde.

Bewaffnet mit Reifrock (den wollte ich doch eigentlich gar nicht?!) und den Kleidern standen wir in der Umkleidekabine und probierten Kleid für Kleid an, das ich dann präsentierte.

Was im Fernsehen bei vielen Frauen wie der größte Spaß des Lebens aussieht, wurde für mich und mein Selbstbewusstsein leichter Horror. Stellt euch vor, ihr steht da, eingehüllt in teuren Stoffe und eure Jury guckt euch sowas von gleichgültig an. Wahrscheinlich hätte ich mit einem Kartoffelsack bei meinen Lieben mehr Emotion hervorgerufen. Das frustriert unheimlich. Ich hakte nach, was denn alles so falsch sei. Ich sei kein Glitzer, ich sei keine Spitze, ich sei kein zu eng, ich sei kein zu weit. Ja, innerlich fragte ich mich, ob ich Typ Grottenolm sei. Mein Oberkörper sei nun mal kürzer und ja, die Beine auch nicht lang. Ja sorry, für mehr als 162cm reichte es trotz Fruchtzwergen nicht. Und ja, ich fand den Glitzer auch doof. Bei meinem Gemecker über zu viele Pailletten meinte die Verkäuferin immerhin sehr geduldig: Die Schneiderin kann die Ihnen auch alle abtrennen. Klar, ich bezahle wahrscheinlich bei einem 2000€-Kleid Pailetten und Steinchen mit, damit die jemand mühevoll abtrennt. Das wäre mir wirklich zu blöd. (Aber gut zu wissen, dass es den Service gibt.) Da stand ich nun und wollte heulen.

Im Nachhinein war mein eigentliches Problem aber, dass ich mich in den Kleidern ziemlich fett fühlte. Ich trage im Alltag meist eine 34/36. Das ist nicht dick, auch wenn ich an mir selbst Problemzonen wahrnehme, die ich gerne etwas reduzieren würde. In diesen Kleidern, die ich mir zur Mehrheit auch selbst aussuchte, fühlte ich mich wahnsinnig unwohl und ja, auch ziemlich häßlich. Die neutrale Reaktion bzw. das konsequente Kopfschütteln und das ständige „Fränzchen, es muss dir doch gefallen!!!“ gaben mir dezent den Rest, denn nach 12 Kleidern gefiel mir erst eines. Dieses schlug bei den anderen aber nicht so wirklich ein. Kein OMG oder AAAAAWE, wie schön. Es folgten die bereits erahnten Wuttränen sowie der Versuch des Besänftigen mit „Du hast doch noch so viel Zeit. Ach Fränzchen…“

Kapitualation stand jedoch für die Verkäuferin noch nicht zur Debatte – an dieser Stelle Hut ab und Danke dafür! Nach einem kurzen Kriegsrat mit ihr ging es in die zweite Runde. Diesmal suchte sie ein paar Kleider zusammen. Nach den ersten Modellen kam dann auch endlich mal ein „Joah, die Richtung wird es“ von draußen. Ich selbst fühlte mich nun auch etwas wohler in den Kleidern.  Als ich das vorletzte Kleid auf dem Bügel sah, wurde mir schon wieder mulmig. Es war die Befürchtung, für gar kein Kleid geeignet zu sein. Ich sah mich in einem unscheinbaren weißen, kurzen Etuikleid mit Blazer heiraten. So schlüpfte ich traurig in das vorletzte Kleid. Es war endlich auch ein Modell ohne nervigen Reifrock. Bevor ich in den Spiegel schauen konnte, lächelte die Verkäuferin sehr zufrieden. Ich drehte mich zum Spiegel und ja, ich fand das Kleid nicht nur toll, sondern mich auch endlich einmal hübsch. Das war dieser ersehnte JAAA!-Moment, an dessen Auftreten ich schon nicht mehr glauben wollte.

Als der Vorhang geöffnet wurde, fing meine Mama direkt an zu weinen. Bestes Zeichen, so blöd das jetzt klingen mag. Seine Mama nickte nur lächelnd und mein Papa wirkte ebenfalls ziemlich zufrieden. Ich drehte mich und fühlte mich einfach wohl. Das Kleid saß natürlich noch nicht perfekt, aber ich hatte endlich das Gefühl, eine echte Braut zu werden.

Den kritischen Moment des Preises an der Kasse überlebte ich zum Glück auch ohne Sauerstoffzelt. Ich würde nicht behaupten, ich hätte dieses Kleid für jeden Preis genommen. Da ist in mir die Vernunft größer. Es ist auch etwas teurer, als erhofft, aber auch entfernt von der absoluten Schmerzgrenze (Die ich durch den Kauf von Schuhen, Tasche und Haarschmuck dann ausreizte *hust*). Da ich an anderen Kleidern an diesem Tag die Schilder sah, muss ich aber sagen, dass es wohl eines der günstigeren Modelle an dem Tag war. Im Schnitt lagen die meisten Kleider zwischen 1.800 und 2.100 Euro, was verdammt viel Geld ist und weit über meinem mir selbst gesetzten Limit liegt.

In der Zwischenzeit habe ich gefühlt eine Million Tipps erhalten, wie ich mich bis zum Schneidertermin und dann dazwischen bis zur Hochzeit zu verhalten habe.

Iss nichts, was bläht. Das bläht tagelang.
Mach keine radikalen Diäten.
Friss aber auch nicht.
Werde nicht schwanger.
Bist du schwanger?
Prüfe, ob es ein Empire-Kleid werden könnte, für den Fall Schwangerschaft.
Trage sexy Dessous.
Trage figurformende Wäsche.
Trage Wäsche, die man nicht durchsieht.
Trage am besten gar keine Wäsche.
Verrate ihm bloß nix zum Aussehen des Kleides.
Verrate aber uns bitte jedes Detail.
Hol es nicht zu früh ab.
Hol es nicht zu spät ab.
Lass es nicht zu spät anpassen.
Lass es nicht zu früh anpassen.
Iss vor der Trauung nichts in dem Kleid.
Iss aber was vor der Trauung.
Übe mit der Trauzeugin das Anziehen so oft wie möglich.
Ziehe das Kleid vor der Trauung nicht zu oft an.
Pack dir eine Häkelnadel ein.
Nimm nichts mit nur Knöpfen.
Nimm nichts mit nur Schnürung.
Nimm keinen Reißverschluss.
Pass auf, dass dir keiner auf das Kleid tritt.
Dir wird jeder auf das Kleid treten, also pass auf.
Du wirst Hilfe brauchen, wenn du auf Toilette gehst.
Trink nicht zu viel, damit du nicht zu oft auf’s Klo musst.
Pass auf, dass dein Brautstrauß zum Kleid passt.

Vergangenes Wochenende war nun die zweite Anprobe. Natürlich freute ich mich schon, auch wenn ich die ein, zwei Tage davor doch ein wenig nervös war – aber im positiven Sinne. Nervenraubend war eigentlich nur der Kauf der Unterwäsche im Vorfeld. Prinzipiell hätte ich natürlich gerne das volle Programm für Mission Sexy Hochzeitsnacht, aber Corsage, Slip und Strumpfhalter passen nun nicht zu allen Modellen. So viel sei verraten: Ich wurde fündig – und das ziemlich budgetschonend und hoffentlich auch attraktiv genug für den Zukünftigen.

Nachdem ich im Geschäft wieder bestens umsorgt wurde und wir sogar noch die passende Handtasche und einen kleinen Haarkamm fanden, ging es zur Schneiderin ins Atelier. Wieder rein ins Kleid und rauf auf das Podest. Während die Schneiderin absteckte, konnte ich mich in aller Ruhe ansehen. Ich mochte das Kleid beim ersten Anprobieren wirklich sehr, aber ich denke, an diesem Wochenende verliebte ich mich so richtig. Vielleicht liegt es daran, dass der Tag der Hochzeit näher kommt und die Vorfreude wächst. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich noch nie einen Einkauf bereute, wenn ich mich von Anfang an in etwas wohl fühlte und der Moment bei der Schneiderin mir ohne erwartungsvolle Blicke anderer ganz mir gehörte. Mein Kleid. Ich.

In ein paar Wochen führt mich mein Papa zu ihm ins Standesamtzimmer. Ich versuche mir jetzt schon immer mal auszumalen, wie er mich anschauen wird. Hier bin ich wirklich gespannt. Meine Mama meint, er wird mich wunderschön finden, aber sie muss das ja quasi sagen, sie ist meine Mama 🙂 Er selbst sagt auch, dass er weiß, dass ich strahlen werde und das für mich perfekte Kleid fand. Hoffentlich strahlen wir gemeinsam, denn geteilte Freude soll ja doppelte Freude sein, ne?!

Ist schon Juli?

Ansonsten habe ich nur noch folgende Ratschläge für alle Zukunftsbräute:

  • Nehmt max. 3 Personen mit zur Anprobe. Das sollten Leute sein, die ehrlich sind und euch gut kennen. Zu viele Meinungen sind kontraproduktiv, denn Fakt ist: Kleider sind Geschmackssache. Du musst es lieben, du musst dich drin wohlfühlen. Nur weil Freundin Uschi meint, das ultimative Hochzeitskleid hat einen bauschigen Tüllrock, Corsage und 346484 Glitzerpailletten, heißt das noch lange nicht, dass so euer Kleid auszusehen hat. Die Berater sollten euch sehr gut kennen und auch in eurem Gesicht lesen könne, wie wohl oder unwohl ihr euch fühlt.
  • Vereinbart am besten Termine in den Geschäften und fragt nach dem Ablauf. Mir wurde beispielsweise nicht am Telefon gesagt, dass nur die erste Stunde gratis ist. Anschließend würde pro Stunde ein Betrag anfallen, der natürlich bei Kauf eines Kleides wieder verrechnet wird bzw. entfällt. (So entgehen die Läden wahrscheinlich Büchsen-Treffen, die nur aus Jux und Tollerei mal Braut spielen wollen)
  • Zieht an dem Tag am besten helle, unauffällige Unterwäsche an und tragt wenig, am besten kein Make-up. Durch Make-up können die Kleider beschmutzt werden und ihr wollt sicher auch in saubere Outfits schlüpfen. Das gleiche gilt übrigens für Parfum und Deo. Nutzt hier am besten Deo, das keine Spuren hinterlässt.
  • Seid nicht zu enttäuscht, wenn das Traumkleid aus der Zeitung an einem selbst vollkommen miserabel aussieht. Nicht jeder Schnitt schmeichelt jeder Frau. Wir sind alle unterschiedliche Typen. Eine professionelle Verkäuferin kann euch aber sehr gut beraten, da sie weiß, zu welchem Typ Frau welches Modell passt.
  • Mit großer Wahrscheinlichkeit wird euer Kleid nicht das, was ihr euch vorgestellt habt. Bisher hat mir das fast jede Braut bestätigt (eine nähte selbst, dass das ideal war, ist logisch) und auch bei mir war es so, dass ich diesen Schnitt, den Stoff und die Art so nicht erwartet hätte.
  • Probiert auch gleich Schuhe und mögliche Unterwäsche an. So wisst ihr, was passt und was nicht. Auch Accessoires & Co. können gleich mit ausgesucht werden, sofern die Zeit, Lust und Budget es mitmachen.
  • Fragt bitte außerdem vorher, ob es erlaubt ist, wenn eure Begleitung von den Kleidern der engeren Wahl 2-3 Fotos machen dürfen. Nicht jeder Laden möchte dies.
  • Genießt nach der Wahl eures Kleides die Vorfreude!
Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on Tumblr

Glück und Segen

Als wir im Januar beim Standesamt auf unseren Termin warteten, schauten wir uns in den Vitrinen die Stammbücher an. Nun ja. Wie alles im Leben ist auch das Aussehen des eigenen Stammbuchs Geschmackssache. Uns gefiel nicht ein einziges Modell. Daheim folgte die Internetrecherche, weil wir die Urkunden nicht einfach in einer Box verschwinden lassen wollten.

Hier stießen wir auf Glück und Segen und das Stammbuch Paul gefiel uns auf Anhieb. Es ist klassisch, schlicht, aber trotzdem mit einem gewissen Etwas.

Der Einband des Stammbuchs ist aus Leinen und gibt es in vielen Farben. Es ist etwas höher und bietet auch gefalteten DIN A4-Blättern (zur Hälfte gefalten) Platz, ohne am Rand rauszuschauen. Im Inneren des Buches befindet sich zudem noch eine praktische Tasche zur Aufbewahrung loser Blätter. Somit können diese nicht so schnell herausfallen. Das Stammbuch selbst ist mit einer 6-Loch-Ringschiene ausgestattet, die sich dank der zwei Kipphebel leicht öffnen lässt. Bereits bei Lieferung sind einzelne Kapitel im Stammbuch zu finden: Urkunden, Erinnerungen, Wünsche. Man könnte es somit direkt als Gästebuch benutzen, was sicher für kleine, intime Trauungen und Feiern schön ist. Das Papier der Einlegeblätter hat eine angenehme Haptik und ist nicht zu dünn, damit nichts direkt durchscheint.

Weil wir neben unserem Gästebaum auch gerne ein Gästebuch auslegen wollten, nutzten wir die Bestellung bei Glück und Segen auch gleich für den Kauf des Gästebuchs. Modell Frida hat nicht ganz so viele Farbvarianten als Leineneinband, ist dafür aber in zwei Stärken erhältlich. Bei uns ist es die 40 Blatt Variante. Es ist genauso hoch wie das Stammbuch Paul, jedoch etwas breiter, damit die Gäste genug Platz für ihre Wünsche haben. Das Papier hat auch hier eine angenehme Haptik und hat sogar leicht vorgedruckte Linien für ein leichteres Schreiben.

Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on Tumblr

MeinFernbus – Update einer Erfahrung

Vor gut zwei Jahren fuhr ich das erste Mal mit MeinFernbus. Viel hat sich seitdem getan – auch auf dem Fernbusmarkt.

Damals schossen sie wie Pilze aus dem Boden. Die ersten meldeten bereits den Rückzug an. Trotzdem sieht man immer mal noch neue Anbieter, aber auch ohne Zahlen als Fakten zu recherchieren, ist MeinFernbus der wohl am häufigsten genutzte Fernbus Deutschlands. Durch den Zusammenschluss mit FlixBus und kontinuierlichem Streckenausbau sind mittlerweile über 80 Linien und gut 200 Haltstellen zu verbuchen. Selbst europäische Städte wie Amsterdam, Brüssel, Paris oder gar Zagreb und Budapest sind heute über mein Fernbus zu erreichen. Das Prinzip Fernbus scheint somit zu funktionieren.

Dank des Bahnstreiks benötigte ich am vergangenen Wochenende auch mal wieder den Fernbus als Alternative zur Bahn, da ich auch nicht auf unseren PKW zurückgreifen konnte. Lust auf Bus habe ich persönlich generell nie. Wenn man selbst fährt, hat man was zu tun. Oder kann zumindest als Beifahrer irgendwie die Zeit verfliegen lassen. Im Bus langweile ich mich stets zu Tode, auch wenn ich die Zeit für eigentlich gern gepflegte Hobbys nutzen kann. Wahrscheinlich liegrt es auch daran, dass die hessische Autobahn freitags immer zum Kotzen ist – aber mit einem PKW kommt man dann irgendwie doch schneller voran – und ist auch nicht an die gesetzliche Pause für den Fahrer gebunden. Jammern nützte  nix, ich wollte zu einem mir sehr wichtigen Termin nicht fehlen. Da führte an das verlässliche Fahren von MeinFernbus nichts vorbei.

Prinzipiell hat sich bei MeinFernbus auch nichts verändert. Während ich mich erinnere, dass die allererste Tour von Frankfurt nach Leipzig ohne Pause ging, findet heute auf der Strecke immer eine Pause statt. Der Busfahrer muss nun einmal nach gesetzlichen Regelungen genau diese Pausen einlegen. Auch wenn mich die 30-45 Min Zwangspause wirklich nervten, so ist es doch wichtig und auch gut, immerhin hängt auch von der Konzentration und Leistungsfähigkeit des Fahrers die gute und vor allem sichere Fahrt ab – und ich lebe dann doch lieber.

Die Busse sind modern und sauber. Eine Sitzplatzwahl erfolgt nach dem Modus „wer zuerst kommt, wählt zuerst“, also ganz wie in alten Klassenfahrttagen. Das WLAN ist noch immer unterirdisch schlecht, aber die Steckdosen liefern zumindest Strom für Tablets & Co. Wer dringend eine Steckdose braucht, sollte im Bus an den Fensterscheiben nach den Hinweisstickern suchen. Die Steckdosen befinden sich in den Sitzreihen unter den Sitzen zwischen den zwei Plätzen. Am Snackangebot (Getränke, Knabberzeug) änderte sich nichts. Doch auch heute noch halte ich nix davon, den Fahrer mit meinem 50er abzulenken, weil ich Bock auf Gummibären für einen Euro habe.

Generell bin ich mit meiner Notlösung wirklich zufrieden gewesen, auch wenn es nie etwas aus den angekündigten fünf Stunden Fahrtdauer wurde. Für Staus, Stockungen und Sperrungen kann der Fahrer nichts. Der Preis ist bis heute unschlagbar – auch für Leute, die kurzfristig reisen wollen. Wo ich bei MeinFernbus aber wirklich Handlungsbedarf sehe, ist die Situation an den Abfahrpunkten. Freitag gegen 15 Uhr fahren in Frankfurt zahlreiche Busse ab. Die Platzkapazitäten reichen einfach nicht mehr aus, um die Busse systematisch bzw. übersichtlich zu platzieren. Der ungeübte Fernbusgast gerät hier sicher leicht in Panik. Das Personal vor Ort wirkte auch einfach nur genervt von allem und jedem. Anfragen von eben diesen ungeübten Fahrgästen wurden auch mal barsch abgewürgt mit „ja, der kommt doch noch, meine Güte, der fährt eh erst in 5 Minuten ab – laut Plan.“ Das wirft dann doch ein schlechtes Bild auf die anstehende Reise und hat auch sicher schon so manche Beschwerde nach sich gezogen. Klar, hört der Mitarbeiter diese Frage am Tag hundertmal, mal mehr und mal weniger freundlich. Aber die Abfahrtsituation ist bei den Stoßzeiten einfach unübersichtlich und ich kann die Angst verstehen, dass der Bus ggf. auch ohne gebuchte Fahrgäste seine Tour starten könnte. Ich ging Seig C auch drei Mal ab, um sicher zu gehen, dass da noch nicht mein Bus steht.

Vielleicht können die Städte hier gemeinsam mit MeinFernbus eine vernünftige Lösung in den kommenden Jahren finden, um hier für alle Beteiligten zufrieden zu stellen. Mal sehen.

Für mich war dies wahrscheinlich vorerst das letzte Mal, dass ich von Frankfurt nach Leipzig und zurück tourte. Wer weiß, welche Strecken die Zukunft bringt.

Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on Tumblr

Fingerabdruckbaum zur Hochzeit

Wer in den letzten Jahren Familienfeiern in Form von runden Geburtstagen oder Hochzeiten erlebt hat, bemerkt den Trend der Fingerabdruckbäume. Es ist auch  immer eine ganz schöne Idee, dass die Gäste etwas Bleibendes mit ein bisschen Stempelfarbe und einem ihrer Finger schaffen. Die Motivwahl ist mittlerweile auch riesengroß und reicht vom Baum bis hin zu Luftballons an Schnüren.

Auch wir möchten neben einem Gästebuch etwas von unseren Gästen später in unseren eigenen vier Wänden haben, das uns ohne Blättern an den hoffentlich fantastischen Tag immer erinnern wird.

Beim Stöbern in meinen Zeitschriften stieß ich auf eine schlichte Holzvariante und war direkt verliebt. Der Bräutigam hat sich mühevoll mit Holz und Säge einen Baum und Astscheiben zugesägt. Das wurde dann in einen schlichten Rahmen geklebt und fertig war ein Fingerabdruckbaum, der in meinen Augen wirklich etwas hermacht.

Leider gibt es bei uns in der Familie und im Freundeskreis keine Profis an kleinen Laubsägen und so ganz schlicht in hellem Holz und weiß wollte ich es auch nicht. Klar, wer mich kennt, weiß, dass ich nicht das bunteste Leben führe, aber so ein bisschen ist schon ok – auch in der Wohnung.

Letztendlich haben wir das Konzept des Bräutigams aus der Zeitschrift etwas abgewandelt – die Grundidee ist aber noch immer gleich. Der Baum besteht bei uns aus Fimomasse, die mit brauner Acrylfarbe bemalt ist. Die Astscheiben bzw. eher Zweigscheiben hat meine Mama über ihren Bastelversand des Vertrauens bestellt. Der Bilderrahmen ist von Ikea und die Buchstaben mit unserem Namen und dem Datum von meinem Basteldealer.

Die Gäste sollen dann nur noch mit dem Grün ihrer Wahl einen Abdruck hinterlassen und ihren Namen ergänzen. Dadurch erhält unser Baum dann seine hoffentlich volle Baumkrone.

Wer nachbasteln will, hier die Anleitung:

Materialbedarf:

Für den Baum

  • 600-700g Fimo-Masse (oder andere Modelliermasse, die an der Luft aushärtet)
  • braune Acrylfarbe
  • Astscheiben (je nach Anzahl der Gäste, in unserem Fall 60)
  • Pinsel
  • grüne Stempelkissen

Rahmen, Hintergrund und sonst so

  • Ikea Ribba Bilderrahmen 13×18 cm in weiß
  • Ikea Ribba Bilderrahmen 50×70 cm in weiß
  • 1x Bogen Seidenpapier crème
  • Sprühkleber
  • Buchstaben und Zahlen für Namen und Daten
  • Acrylfarbe créme/naturweiß
  • Alleskleber

Anleitung:

  1. Auf einem großen Blatt anhand des Passepartouts aus dem Bilderrahmen die Maße nehmen und eine Vorlage erstellen. Darin dann den Baum skizzieren.
  2. Mit der Fimo-Masse in die Vorlage den Baum formen/kneten. Den dann gut trocknen lassen. Wer mag, kann sich hier noch kleine Vögelchen (stellvertretend für das Paar) formen. Ebenfalls trocknen lassen.
  3. Fingerabdruckbaum bemaltMit der Farbe den Baum bemalen. Wer es glänzend mag, kann hier noch mit einem Lack arbeiten. Durch das Kneten und Formen der Fimo-Masse entstand bei mir automatisch eine unregelmäßige Oberfläche, die durch das Bemalen fast wie echte Baumrinde aussieht.
  4. Den Bilderrahmen in Einzelteile zerlegen. Den Bogen Seidenpapier entweder mit Tapetenkleister oder Spühkleber auf den stärkeren Bilderrahmenrücken kleben. Wichtig ist, dass das Seidenpapier komplett angeklebt ist, weil es sonst reißen wird, wenn der recht schwere Baum im nächsten Schritt angeklebt wird. Anschließend den Passepartoutkarton auf dem Seidenpapier-Rahmenrücken kleben und wieder im Rahmen einspannen.
  5. Den Baum mittig ins Passepartout setzen. Position nach Belieben. Da die Fimo-Masse sehr schwer werden kann, sollte hier mit starkem Kleber gearbeitet werden. Mein Papa arbeitete hier mit einem Kleber vom Bau, der auf einer Zwei-Komponentenbasis beruht.
  6. Fingerabdruckbaum fast fertigMit normalem Alleskleber aus der Tube klebte ich nun die abgezählten und vorher aufgelegten Astscheiben fest. Hierbei ließ ich eine Lücke für unsere Vögelchen. Bei der Verteilung der Astscheiben achtete ich zudem auf die unterschiedlichen Größen der Scheiben. Kleinere kamen nach außen, größere nach innen.
  7. Zuletzt klebe ich die Zahlen und Buchstaben auf. Auch hier arbeitete ich so, dass ich zunächst die Position bestimmte und nicht frei Schnauze drauf los klebte.
  8. Den Rest, das Hinterlassen der Fingerabdrücke, müssen dann die Gäste erledigen.

Ich freue mich jedenfalls jetzt schon sehr darauf, unser Gästebild dann in der wahrscheinlich auch neuen Wohnung hinzustellen und mich dann jedes Mal zu freuen, dass genau diese Leute, die unseren Tag zu einem sicher wundervollen Fest gemacht haben, auch Teil unseres Zuhauses sind.

Email this to someoneTweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on Tumblr