„Sie haben den Bogen einfach nicht raus“ oder auch: Franzi beim Augenbrauenkorrigieren

Über jedem Auge sitzt ein haariger Streifen, der mal mehr, mal weniger die direkte Verbindung zur Nachbarin sucht. Nun bin ich zum Glück nicht mit einer Monobraue gestraft, aber ich setzte mich ehrlich gesagt nie großartig mit den Dingern auseinander. Klar, hier und da werden unnötige Härchen gezupft, aber ich hasse das sehr und groß Gedanken über Form und Farbe hab ich mir nie gemacht. Sie sind halt da, unterstützen meine Mimik und schützen die Augen. Kurz: Sie machen ihren Job.

Das reichte mir an Aufmerksamkeit für Gesichtsbehaarung auch vollends aus, bis, ja bis ich zum Probestyling für die Hochzeit ging. Ich bekam jetzt keine Standpauke à la „OMG, wie rennst du denn rum, da MUSS was gemacht werden!!!!111“, aber mir wurde trotzdem ans Herz gelegt, mir in Frankfurt bis zur Hochzeit vielleicht ein freundliches Kosmetikstudio zu suchen, das sicher der Sache annimmt. Immerhin seien die Augenbrauen der Frauen hier immer wunderbar in Form. Tja nun. Den Wink mit dem Zaunpfahl habe ich verstanden.

Ich haderte mit mir. Wirklich. Einerseits will auch ich am Tag meiner Hochzeit einfach phantastisch aussehen. Fakt. Da nehme ich auch die Tipps und Tricks der Schönheitsprofis gerne an. Andererseits will ich aber auch immer noch ich selbst sein und auch so aussehen. Schließlich möchte ich ein Strahlen in seinen Augen sehen, wenn mich mein Papa zu ihm führt und kein Entsetzen aufblitzen sehen.

Also sprang ich über meinen Schatten und vereinbarte einen Termin in einem Friseur- und Kosmetikstudio, das im Netz gute Bewertungen hatte und für mich ideal zu erreichen ist.

Samstagmorgen war es soweit. Ich traf in einem stylisch eingerichteten Salon ein und wurde direkt freundlich und sehr serviceorientiert empfangen. Jacke abgenommen, persönlich zum Wartebereich geführt und später platziert worden. Nach einem kurzen Gespräch inklusive Erklärung, warum ich überhaupt komme, war zumindest mein mulmiges Schamgefühl weg. Das habe ich in Gegenwart von professionell geschminkten und gestylten Menschen immer, weil ich beim Thema Make-up einfach nur faul und oft auch desinteressiert bin. So nahm ich Platz und ließ die Dame anfangen.

Oh, ich hasse Augenbrauenzupfen. Mir schießen sofort die Tränen ins Auge und ich hab dann echt keine Lust mehr. Gefühlt rupfte sie mir auch alle Härchen komplett raus und beschnitt irgendwas. Ich sah schon vor mir, wie ich die kommenden Wochen mit so Brauenstiften mir peinliche Fake-Brauen aufmalte.

Nachdem sie fertig war, schaute ich mir das Ergebnis im Spiegel an. Ehrlich gesagt war ich enttäuscht im ersten Moment. Ich hatte noch immer Augenbrauen, was mich beruhigte, aber ich sah keinen Unterschied, bis auf den Brauenanfang, den sie stutzte. Während ich mir die Augen trocknete, verschwand sie kurz und kam mit einem Brauenstift wieder. Hier fiel dann das Zitat des Tages: „Ich male kurz die Form der Brauen nach. Sie haben einfach den Bogen nicht raus.“ Was sie meinte, verstand ich auf Anhieb. Die ideale Augenbraue läuft zu ca. 2/3 nach oben und dann ab nach unten. Meine machen dies zwar auch, aber in so einem flachen Anstieg, dass man es leider für nichts gebrauchen kann. Tja gut. Wäre ich mit Theo Weigels Haarbüscheln gesegnet, könnte man hier was zurecht zupfen. An dieser Stelle bin ich halt raus. Der Kampfgeist der Kosmetikerin ist aber trotzdem irgendwie geweckt, da sie meinte, dass man es bis Juli vielleicht zum bestmöglichen Ergebnis zupfen kann. Wir werden sehen.

Bis zur Hochzeit werde ich somit noch zweimal die Pinzette vom Profi fliegen lassen, danach ist es ja eh Gesetz, dass man sich gehen lässt 😉

Ich besuchte übrigens den Salon Schloberg in Frankfurt/Sachsenhausen. Ideal für mich gelegen, weil er in der Nähe der U-Bahn sowie meiner Haus-und-Hof-Straßenbahnlinie liegt. Wie oben beschrieben, wurde ich freundlich empfangen, gut beraten. Absoluter Pluspunkt war die Zurückhaltung beim Aufquatschen von Zusatzleistungen. Beim Friseur ist mir dies immer unangenehm, wenn noch Shampoos und Kuren verkauft werden sollen. Daher hier klare Empfehlung!

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Rachel Moran: Was vom Menschen übrig bleibt

Mit autobiografischen Romanen hab ich mich noch nicht viel auseinandergesetzt. Beim Stöbern für neuen Lesestoff stieß ich auf „Was vom Menschen übrig bleibt“. Rachel Moran wurde vorgestellt als Ex-Prostituierte, die heute als Journalistin arbeitet und sich stark für den Kampf gegen die Ausbeutung und Legalisierung von Prostituierten einsetzt. Der Hintergrund ihrer Aktivität: Als Jugendliche landete sie selbst auf dem Straßenstrich von Dublin. Mit 22 Jahren, nachdem so so ziemlich jeden Bereich der Prostitution erlebt hat, wagte sie den schwierigen Ausstieg und erkämpfte sich ihre Position in der Gesellschaft.

Wer sich in diesem Werk eine Aneinanderreihung von Geschichten über Freier erhofft, sollte die Finger davon lassen. Selbstverständlich erzählt Moran über diverse Episoden ihres Tuns und das ihrer „Schwestern“. Aber sie werden nicht detailliert mit adjektiven erzählerisch aufgewertet. Sie dienen dem Leser eher als Beispiel für die Argumentation, die Moran gerade anführt. Es ist auch keine rührselige Vorlage für einen tollen Hollywoodstreifen, in der das schwierige Thema der Prostitution romantisch verklärt mit Happy End präsentiert ist. Sie arbeitet thematisch einzelne Aspekte der Prostitution ab und flechtet hier ihre eigenen Erfahrungen und Meinungen ein. Sie argumentiert wohl reflektiert – was aber nicht verwunderlich ist, weil die Entstehungszeit des Buches gut zehn Jahre umfasst.

Rachel Moran gelang es sehr gut, ihre Vergangenheit zu beleuchten ohne sich selbst in eine zu bemitleidende Opferrolle zu stoßen. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, ihre Eltern hatten beide starke, psychische Erkrankungen und das soziale Umfeld wurde von der Mutter bewusst klein gehalten. Als sich der Staat dann einmischte und Rachel in staatliche Obhut kam, besserte sich die Situation auch nicht, denn auch irische Heime bieten keine Nestwärme. Es folgte das Kennenlernen der falschen Männer und so betrat Rachel mit 15 Jahren das erste Mal den Straßenstrich. Für viele ist es vielleicht schwer zu verstehen, aber sie gibt niemandem die Hauptschuld. Nicht ihren Eltern, nicht ihrem damaligen Freund, nicht sich selbst. Es war, wie bei vielen, die Verkettung der Umstände und der beständige Überlebenskampf. Womit soll man als Jugendliche auch Geld verdienen, wenn die staatliche Obhut die Fürsorge nicht übernehmen kann und man keine Ausbildung hat? Ich glaube, dass Moran trotz ihrer Erfahrungen und zugegebener Defizite eine Frau mit einem wahnsinnig starken Charakter hat. Ansonsten wäre sie früher oder später in das Loch des Selbstmitleids und der Selbstaufgabe gefallen, wie es bei vielen anderen leider der Fall ist, die keinen Ausweg sehen.

Für mich selbst nahm ich einiges aus dem Buch mit, was seltsam klingen mag. Zum einen ist es tiefe Dankbarkeit, niemals in die Prostitution abgerutscht zu sein und in einem Elternhaus mit zwei mental gesunden Elternteilen aufzuwachsen, die bis zum heutigen Tag für mich da sind. Sowohl als Heranwachsende als auch als Studentin traf ich zum Glück auch nicht die Sorte falscher Mann, die mich zur Prostitution drängen wollten bzw. die mich generell zu etwas zwingen wollte, was nicht mir und meinen Wünschen entsprach. Dies ist nicht selbstverständlich.

Außerdem regte mich Morans Meinung hinsichtlich des Thema Missbrauchs wirklich zum intensiveren Nachdenken an. Als Außenstehende der Prostitution machte ich mir hier nie wirklich Gedanken. Ja, es gibt Bordelle und den Straßenstrich sowie Escort-Service. Ich kenne auch Kerle, die schon eines der Laufhäuser Hamburgs besuchten, um „nur mal zu gucken“. Natürlich weiß man, dass da keine Frau gerne arbeitet, weil sie es liebt, Sex mit Fremden gegen Bezahlung zu haben. Und genau hier setzt Moran ihre Kritik an. Für sie ist es in keiner Weise nachvollziehbar, wie Menschen von anderen dafür bezahlt werden, um sexuelle Phantasien auszuleben. Auch wenn hier Geld bezahlt wird, beruht die gewünschte Leistungserbringung nie in 100%-igen Einvernehmen. Im Gegenteil. Häufig sei es sogar so, dass die Männer, die für die sexuelle Dienstleistung bezahlen, die von der oder dem Prostituierten gesetzten Grenzen nicht akzeptieren und hier viele Tätigkeiten von Nötigung bis hin zum „tatsächlichen“ Missbrauch realer Alltag ist. Wer hier argumentiert mit „Aber man weiß doch, worauf man sich in der Prostitution einlässt“ hat das Grundproblem nicht verstanden. Es ist immer ein Zwang, der bei der Prostitution vorhanden ist. Immer. Die Gründe sind vielfältig, haben aber meist Geldnot, Zwang durch Dritte (Zuhälter) und/oder Traumata (bsp. frühkindlicher Missbrauch, zerrütete Familienverhältnisse etc.) in der Vergangenheit zur Basis. Von purer Freiwilligkeit, dass einem ungefragt Gegenstände, Finger und sogar Fäuste in Körperöffnungen gestoßen werden, kann hier nicht gesprochen werden. Es passiert aber, es ist Alltag.

Ich weiß, dass es zahlreiche Sexualitäten, Vorlieben und Fetische gibt. Wenn man dies mit anderen erwachsenen Menschen in gegenseitigem Einvernehmen auslebt, ist dies (für mich) vollkommen in Ordnung. Es kann aber nicht in Ordnung sein, dass man diese Handlungen – auch nicht gegen Bezahlung – an Menschen ausübt, die in ihrem Inneren dies gar nicht möchten. Leider ist es aber schwierig, dieses Denken in der Gesellschaft zu etablieren, da Prostituierte in der Hackordnung derart tief stehen, dass sich die Mehrheit nicht zuständig fühlt.

Wie in so vielen Bereichen gehört hier weltweit in den Gesellschaften umgedacht. Ich bezweifle jedoch, dass dies passiert. Dazu ist der Erotikbereich eine zu große und gewinnbringende Marktlandschaft.

 

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The Rocky Horror Show in Frankfurt

Man wird nass, findet abends beim Ausziehen noch immer Konfetti in den Klamotten, hat von den Ratschen das nervtötende Geräusch im Ohr und konnte mit viel Glück einer fliegenden Klopapierrolle von hinten ausweichen.

In der Musicalaufführung der Rocky Horror Show zu sitzen, ist etwas ganz anderes, als sich eine Oper oder ein Theaterstück anzusehen. Ganz. Anders.Und trotzdem „bloody brilliant“.

Kurz zur Handlung:

Erster Akt. Wir lernen Brad Majors und Janet Weiss kennen. Junge, offenbar schüchterne Menschen. Unschuldig und rein. So süß wie die Kirsche auf einem Vanille-Shake in einer amerikanischen Milchbar. Brad schmettert herzerweichend Dammit Janet, seine Liebeserklärung und das Publikum wird Zeuge der Verlobung. Hach…

Doch dann haben die zwei Turteltauben eine Reifenpanne und landen mittem in einer der schlimmsten Regengüsse direkt im Nirgendwo. Es scheint auswegslos zu sein, doch Brad und Janet entdecken ein Schloss. Die erhoffte Rettung ist zum Greifen nach, denn sie dürfen das Schloss betreten, um das Telefon nutzen zu dürfen.

Leider erhält weder Brad noch Janet die Chance, den Hörer in die Hand zu nehmen, um Hilfe zu rufen. In dieser regenreichen Nacht werden sie nämlich Zeuge unfassbaren Ereignissen, die ihre Grundfeste der sittsamen Moral erschüttern werden.

Dies ist nicht nur irgendein Schloss, nein. Hier lebt der verrückte Wissenschaftler Dr. Frank N. Furter.  Er stammt von dem Planeten Transsexual aus der weit entfernten Galaxie Transylvania. In dieser Nacht stellt er seinen Schlossbewohnern seine neueste Schöpfung vor: Rocky. Er ist ein gutgebauter, blonder junger Mann und seine Existenz dient nur einem Zweck, nämlich dem Vergnügen von Dr. Frank N. Furter in all seinen Facetten. Doch damit nicht genug. Auch das junge Liebespaar erfährt die Täuschungs- und Verführungskünste des Wissenschaftlers am eigenen Leib.

Auf diesem Höhepunkt seiner Wolllust und Macht tötet der Wissenschaftler sogar seinen ehemaligen Geliebten, woraufhin eine wahre Revolte unter seinen mitgereisten Anhängern entfacht wird. Dr. Frank N. Furter wird entmachtet und getötet. Die Aliens kehren zu ihrem Heimatplaneten Transsexual zurück. Brad und Janet kommen mit dem wohl größten Schrecken ihres Lebens davon.


 

Nach We Will Rock You im vergangenen Jahr kurz vor Weihnachten war dies das zweite Musical, dass wir in der Alten Oper zu Frankfurt sahen. Dass diese Aufführung komplett anders würde, wahr uns spätestens dann klar, als drei Männer in Corsage, Slip und Strumpfhalter inkl. Netzstrümpfen an uns vorbei wippten.

Die Fangemeinde des Stücks scheint auch wegen des Kinofilms gewaltig zu sein, was ich ehrlich gesagt nicht erwartet habe. In meiner anerzogenen kulturellen Spießigkeit geht man eben ordentlich angezogen in die Oper, daher Hut ab vor allen Personen im Publikum, die es vergangenen Freitag durchgezogen haben!

Und ja, es war auch verdammt merkwürdig, dass Janet stets mit „Slut“ bzw. „Schlampe“ Rufen kommentiert wurde. Brad war in dem Fall ein „asshole“, also ein „Arschloch“. Auch der Erzähler, in unserem Fall Martin Semmelrogge persönlich, kämpfte mit Humor gegen hartnäckige „boring“-Rufe. Man scheint dies gewohnt zu sein.

Letztendlich war es diesmal nicht nur ein unterhaltsamer Abend in der Oper, sondern auch hinsichtlich der Tontechnik wirklich ein Genuss. Wer verrückte Storys mag, wird The Rocky Horror Show lieben.

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Ringkissen kann ja jeder

Wie ich schon erwähnt habe, ist Pinterest wohl eine der besten Inspirationsquellen aktuell. So suchte ich dort auch nach Möglichkeiten für ein Ringkissen, dass nicht so hochglanzweiß strahlt, wie es leider viele der gängigen Modelle tun. Sein Hemd ist nicht mega weiß, mein Kleid schon gar nicht, da muss es das Kissen für die Ringe auch nicht sein. Und dieses ganze Satin-Perlen-Spitze-und-davon-ganz-viel möchte ich bei unserer Trauung auch nicht. Wir sind beide einfach nicht so bling-bling, wie es die Verkäuferin beim Juwelier so schön auf den Punkt brachte und wie es die ganze Hochzeitsmaschinerie offenbar so gerne sieht.

Beim Stöbern entdeckte ich ganz interessante Alternativen. Zum Beispiel ummantelte jemand eine Herzform mit grober Wolle, nähte einen farblich dazu passenden Faden fest, an dem später die Ringe per Schleife angebunden werden und nähte auch noch die Initialien des Brautpaares auf das Herz.

Auch simple, kleine Kissen aus gröberen Sackleinen haben für Hochzeiten mit ihrem leicht rustikalem Flair definitiv ihren Charme und gefielen mir ganz gut.

Ich blieb jedoch bei der Anleitung für eine Schale hängen. Von meinem Fingerabdruck-Baum-Projekt hatte ich noch einiges an Fimo-Masse übrig. Daher wollte ich zumindest testweise den Versuch starten, ob das wirklich so einfach ist. Versuch macht klug. Oder so.

Für das Bastelprojekt brauchte ich:

  • 300g Fimo
  • Spitze (ich nahm einen Schlüpfer, geht aber auch ein Häkeldeckchen von Oma oder diese Torten-Papier-Zier-Unterleger)
  • Nudelholz
  • Müslischale, Kompottschälchen (hauptsache unterschiedliche Durchmesser)
  • Messer
  • Backpapier, Silikonbackpapier oder einfach eine glatte Unterfläche
  • ggf. Zahnstocher, Schleifenband, Acryllack, Sandpapier/Schleifpapier
  1. Zuerst knetete ich die Fimomasse ordentlich durch. Die dadurch entstandene Kugel setzte ich auf meine Unterlage zum Ausrollen und drückte die Kugel leicht an.
  2. Anschließend rollte ich die Masse mit meinem Nudelholz wie einen Kuchenteig aus, bis er ca.5mm dick war.Fimo ausrollen
  3. Nun legte ich den Teil der Spitze auf, den ich als Muster haben wollte. Mit dem Nudelholz drückte ich den Stoff vorsichtig in die Fimomasse.  Hier die Masse nicht zu oft bzw. zu kräftig weiterausrollen, sonst wird es zu dünn und es besteht die Gefahr, dass es schnell bricht, wenn es alles getrocknet ist.Anschließend zog ich die Spitze ab.Spitze zum Eindrücken in Fimo
  4. Nun nahm ich die größere Müslischale, um sie als Vorlage für den Kreis zu nutzen. Den Rand der Schale nutzte ich somit wie einen Keksausstecher, was aber leider wegen der abgerundeten Kante nicht so perfekt klappte. Mit dem Messer schnitt ich den Kreis anschließend vollständig und sauber aus.
  5. Mit dem Zahnstocher stach ich zwei Löcher an den Rand für das Schleifenband später.
  6. Die kleinere Schale diente zum Formen der Schalenform. Dazu löste ich den Fimo-Kreis von der glatten Unterlage und ließ es vorsichtig in die Schale gleiten. Dort trocknete die Masse gut 24h.20150131_163038
  7. Nachdem die Schale vollständig getrocknet war, schliff ich schärfere Kanten noch vorsichtig mit Sandpapier glatt. Anschließend trug ich in zwei Etappen den Acryllack auf, der in meinem Fall matt ist. Dies ließ ich wieder gut trocknen.
  8. Zum Schluss zog ich dünnes Schleifenband durch die Löcher.

Nachdem wir Montag die Ringe endlich beim Juwelier abholen konnten, lagen Sie bereits Probe, wie man – wenn auch leicht zunächst auch leicht bearbeitet, weil hier auch Gäste* mitlesen, die überrascht werden wollen – im Artikelbild sehen kann. Die Ringe selbst liegen nun ordentlich verpackt bei uns in der Wohnung und warten auf ihren Einsatz ab Juli. Es kann somit losgehen…

Sofern das Schälchen den Tag überlebt, werde ich es sicher im Bad als Schmuckschälchen weiterhin nutzen.

*u.a. Familienmitglieder, die sonst vor Neugier platzen

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Vorbereitung ist alles

Wie ich eingangs mal erwähnte, ich ahnte nicht wirklich etwas im vergangenen Frühjahr, dass der Herr Hochzeitspläne schmiedet.

Offensichtlich untypischerweise hatte ich auch keine klaren Vorstellungen, wie meine Traumhochzeit auszusehen hat. Bis zu dem Zeitpunkt besuchte ich nur die meines Bruders. Hatte damit zwar standesamtlich und später kirchlich durch, aber es weckte keine Träumerin in mir.

Dies änderte sich natürlich mit der Frage aller Fragen. Wir saßen beide zusammen und sponnen, wie unser Tag wohl aussehen könnte. Das war ganz schön, aber so festgesetzte Wünsche entstanden da auch nicht. Meine eine Kollegin war mir damals geistig weit voraus. Sie wusste genau, was sie will und was nicht. Das bewunderte ich. Wirklich.

Ich gönnte mir dann einfach einen ordentlichen Schwung Hochzeitsmagazine vom Kiosk – regelmäßig. Seichte Abendunterhaltung war gesichert.

Sich solche Magazine irgendwie zu besorgen kann ich nur jedem empfehlen, der nicht schon vier Hochzeiten mitorganisiert hat oder zahlreiche Feiern besuchte und somit weiß, was gefällt und was nicht. Man kann als Neuling im Thema einfach wahnsinnig viel übersehen und vergessen. Außerdem gibt es oft gute Tipps für das Zeitmanagement – wenn man nicht wie ich beruflich durch Eventplanung schon geschädigt ist. Wer meint, er kann ohne Kompromisse und Rückschläge in drei Monaten seine Traumhochzeit in der beliebtesten Location seines Wunschortes planen, ist ein bisschen naiv, denn auch hier kann Geld nicht alles regeln.

Für das Kennenlernen der Brautkleidhersteller ist es das Beste, was es gibt. Dank des Internets kann man sich oft die gesamte Palette der Designer ansehen und auch schauen, in welchen Läden man die Marke finden kann. So bastelte ich mir auch meine Vorstellungen für den Besuch beim Brautmodengeschäft zusammen. Dass mir davon gar nix stand, ist ein anderes Thema…

Auch Dekotipps hab ich gut aus den Zeitungen ziehen können bzw. erkennen können, was so gar nicht mein Fall ist. Viele meinen Ja, eine schicke Location ist alles. Das stimmt, aber kleine Details machen nicht nur die eigene Hochzeit individueller, sondern zeigen auch den Gästen, dass sich das Brautpaar Gedanken gemacht hat, eine bestimmte Stimmung zu schaffen. Ich persönlich mochte es als Gast immer, wenn sich in der ganzen Gestaltung der Hochzeit das Paar darin spiegelte. Es ist nicht immer möglich, aber die Hochzeitsreportagen und Tipps in den Magazinen können gute Starthilfe geben.

Für mich als Beauty- und Make-up-Laie waren auch die Tipps rund um Styling am Hochzeitstag bis jetzt recht praktisch. Klar, ich mache auch nicht alles Vorschläge – weil ich einfach keine Lust bzw. Bedarf habe. Meine Füße sind beispielsweise recht ordentlich gepflegt. Ich muss nicht sechs Monate vorher regelmäßig zur Fußpflege, um in meinen Schuhen einen strahlenden Auftritt hinzulegen. Meine Haut benötigt auch keine Behandlungen mit Peelingmasken und weiß der Teufel was. Aber das ist ja das Gute: Alles kann, nichts muss.

Was außerdem perfekt in einigen Magazinen gelöst ist, ist der Dienstleisterteil. Am Ende des Heftes wartet quasi eine Sonderform des Telefonbuches auf die Paare. Sortiert nach PLZ-Bereichen oder Dienstleistungssparten können hier Profis für die eigene Hochzeit kontaktiert werden. Vom Fotograf über Catering bis hin zum Zauberer oder einer Kinderbetreuung. Wer nicht lange recherchieren will und auch keine Geheimtipps von Freunden und Familie erhält, hat hier gute Chancen, erfolgreich fündig zu werden.

Mein Alltime-Favourite bei den Magazinen ist aber das offenbar noch recht junge marryMAG. Hier gibt es nicht nur die neuesten Trends zu bestaunen, sondern wunderbare Reportagen zu Brautpaaren, sondern auch herrliche DIY-Vorschläge. Beim marryMAG kann ich wirklich reinen Gewissens sagen, ich las alles. Bei anderen wäre das gelogen 😉

Mit der Zeit wuchs nun zu Hause ein ordentlicher Stapel an Magazinen und Zeitschriften. Leider heiratet in meinen Umfeld aktuell nur noch einer – zwei Wochen nach uns. Hier brauche ich der Braut keine Magazine mehr andrehen. Die sind bei der Planung wie wir fast fertig. Wer hier aber Interesse hat und sie sich irgendwie in Frankfurt abholen möchte oder ich sie bei einem Heimatbesuch in Halle, Dessau oder Leipzig irgendwie abgeben kann, ich mache dies gerne. Für den Papiermüll wären sie einfach zu schade. Also: Verlobt euch und nehmt mir das Papier ab!

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DIY: Hochzeitseinladungen

Einladungen zur Hochzeit sind irgendwie immer zauberhaft. Ich hatte schon echt tolle in der Hand. Entweder liebevoll selbstgebastelt oder schick & edel bei einem der vielen Anbieter im Netz bestellt.  Die Möglichkeiten sind unendlich viele – und das ist wunderbar.

Wir sind jetzt gut 4 Monate vor Tag X und ich hatte den hoffentlich einzigen Brautzilla-Moment. Das Layout der Karte hat mich schier wahnsinnig gemacht, aber ich fange von vorne an.

Am Anfang stand die Idee des Brainstormings im Raum. Was soll alles in die Einladung rein? Welche Informationen werden immer abgefragt? Was können wir abnehmen? Wollen wir auf eine Webseite verlinken? Wenn ja, wie soll die Webseite aussehen? Wenn nein, wie viele Infos brauchen Gäste eigentlich? Was wollten wir bisher immer wissen? Haben wir ein Farbkonzept? Wenn ja, wie sieht das aus? Welches Format soll die Karte haben? Fragen, Fragen, Fragen….

Nach ein paar Grübelmomenten stand für uns fest, wir wollen eine Art Register in der Einladung haben. Das sahen wir vor zwei Jahren in ähnlicher Form bei der Heirat des Paares W. und fanden das richtig klasse. Bei den Beiden steckten die Register in einer Art Papphülle. Es war total übersichtlich und praktisch und hübsch – und anders.

Also experimentierte ich und schnitt und beschriftete ein Probeexemplar per Hand, klemmte es in eine Doppelkarte und freute mich. Leider ging der beidseitige, kongruente Druck mit meinen Hilfsmitteln (Word 2010) nicht auf. Wahrscheinlich lag es hauptsächlich an meiner fehlenden Logik und dem unprofessionellen Drucker für den Heimbedarf, der Papier einfach nicht gleich einziehen kann. Somit verwarfen wir die erste Idee, die wir persönlich schon echt klasse fanden.

Danach ging ich über zu einzelnen Blättern. Das ging schon besser mit dem Formatieren und ich brauchte hier auch den ollen, deckungsgleichen Druck nicht. Also Einladungstexte und alle Infos gesammelt. Tonkarton zugeschnitten, die Einlegeblätter hinsichtlich der Größe angepasst und ab ging der Probedruck. Sah ganz brauchbar aus. Nur sah die Karte von außen noch ganz schön langweilig aus.

Im Bastelladen des Vertrauens (idee Creativmarkt) deckte ich mich mit Stempeln ein und legte los. Von der Grundidee gefiel uns ein leichter Vintage-Look. Aber nicht zu verspielt. Im Internet fix noch eine Vorlage für den Einladung-Schriftzug-Hintergrund gesucht (Google-Suche: Vintage Label). Dank der Lochzange und den sogenannten Brads in Form eines alten Nagels konnte das Außen- und Innenleben der Karte wie gewünscht verbunden werden. Fertig war der Prototyp. Das war im November.

Die Einladungen wollten wir mit Bestätigung vom Standesamt final verschicken. Bereits im vergangenen Sommer verschickten wir die Save-the-Date-Karten, somit war unser Termin bei unseren potentiellen Gästen bereits vorgemerkt (hoffentlich). Die Einladungen wollten wir dann gut sechs Monate vor der Trauung verschicken – so der Plan. Gedacht war dies für Ende Januar. Nun wurde es Mitte Februar. Leider gingen dann in einem Landkreis die Einladungen auch noch verloren, sodass wir erst am letzten Wochenende alle Einladungen final zustellen konnten. Daher bin ich wirklich froh, dass wir eine Save-the-Date-Karte verschickten, weil mir persönlich jetzt schon wieder alles viel zu knapp war.

Was ich zum Basteln benötigte:

  • Tonkarton (Farbe: Tanne)
  • Papier (Farbe: Sand)
  • Stempel Einladung
  • Schablone für das Vintage Label
  • Silikonstempel (Doilies)
  • großer und kleiner Stempelblock für Silikonstempel
  • Stempelkissen (schwarz)
  • alte Zeitung (als Unterlage)
  • Kleber
  • schwarzer Filzstift, Bleistift
  • Lochzange (4mm Durchmesser)
  • Brads (Art Musterbeutelklammer, nur dekorativer)
  • Glitzerkleber in grün
  • Schere, Schneidelineal
  • Lineal (30cm)
  • PC mit einem Textverarbeitungsprogramm
  • Drucker
  1.  Aus einem Bogen Tonkarton A4 schnitt ich mit Hilfe meines Schneidelineals den Karton in vier gleiche Teile. Dazu maß ich von jeder Seite die Hälfte ab und erhielt so vier (mehr oder weniger DIN A6 – gerechte) Karten. Vier einzelne A6-Karten reichten in meinem Fall für zwei Einladungen mit je einem Vorder- und Hinterteil.
  2. Zunächst stempelte ich die Ornamente wie geplant auf den Karton und ließ die Stempelfarbe trocknen. In den Mittelpunkt setzte ich dann mit grünem Glitzerkleber kleine Highlights.Hochzeitseinladung selbstgemacht
  3. Für den Hintergrund des Einladungsteils erstellte ich zunächst eine Schablone. Das Blatt Papier in der Farbe des Innenlebens teilte ich mir entsprechend der Schablonenmaße auf und stempelte zuerst in jedes Viereck das Wort Einladung. Erst danach legte ich die Schablone auf und zeichnete final die Umrisse. Dadurch konnte ich sicher gehen, dass die Schrift relativ zentriert im Label gesetzt ist. Nach dem Ausschneiden der Formen malte ich den Rand mit einem schwarzen Filzstift noch dick nach. Das fertige Label klebte ich mittig auf die Vorderseite der Einladungskartons.
  4. Für das Innenleben der Karte bestimmte ich anhand der Anzahl der benötigten Registerblätter die Größe der Einleger. Dazu nahm ich das Kartonkartenmaß des A6-Kartons und zog einen Sicherheitsabstand ab.
  5. Nun ging ans Füllen der Blätter. Im Vorfeld legten wir bereits fest, was genau an Informationen in unsere Einladungen gehören. Wichtig war für uns, dass nicht all zu viele Informationen offen bleiben. Manchmal traut man sich ja auch nicht zu fragen, was sich das Paar wünscht oder wie teuer das Zimmer ist oder ob es einen bestimmten Dresscode gibt.
  6. Vor dem Drucken sollten alle Texte einheitlich formatiert und Schriftarten und -größen unbedingt überprüft werden! Dazu am besten auf Schmierpapier einen Probedruck ausdrucken und mit einem sehr kritischen Auge jede einzelne Seite komplett überprüfen. Das spart viele Nerven, glaubt mir.
  7. Nach dem Druck mussten die Textfelder ausgeschnitten und in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Das Schneiden fraß viel Zeit, das ist unbedingt einzuplanen!
  8. Beim Stanzen der Löcher ist darauf zu achten, dass die Löcher an der gleichen Stelle sind. Ich positionierte dazu das Deckblatt auf der Rückseite der Vorderkarte, richtete aus und setzte die Lochzange an. Anschließend legte ich das Deckblatt wieder auf den Stapel der einzelnen Blätter und lochte diese. Am Ende lochte ich die hintere Karte, wozu ich die Vorderkarte zum Positionieren der Locherstanze nutzte. Dadurch saß alles so, wie es sollte und ich überforderte die Lochzange nicht, indem ich alles zusammen lochen wollte.
  9. Am Ende setzte ich die Karten vor und hinter den Blätterblock und verband sie mit Hilfe des Nagel-Brads.
  10. Die Anrede schrieb ich per Hand rein, weil ich das persönlicher finde. Am Ende unterschrieben wir beide noch und fertig war unsere Einladungskarte.

DIY Einladung Hochzeit

Auch hier kann ich wieder nur Pinterest empfehlen, um sich inspirieren zu lassen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, eine Einladung zu gestalten – sei es mit Hilfe von Profis aus Druck-Häusern oder daheim am Schreibtisch. Zu beachten ist nur, dass der Text am besten von Außenstehenden gegengelesen wird, um Verständnisfehler zu vermeiden und ggf. auf Tippfehler hinzuweisen. Es sollte auch immer genug Zeit für die Gestaltung und den Druck bzw. die Erstellung der Karte eingeplant werden. Wer ein äußerst knappes Budget hat, muss ebenfalls beachten, dass manche Briefformate und auch Gewichte entsprechend höheres Porto kosten.

Ansonsten: Lasst eurer Kreativität freien Lauf!

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Porridge aka Haferbrei

Winterzeit ist bei mir im wahrsten Sinne Fresszeit. Vor allem im Büro knurrt mein Magen trotz gutem Frühstück gerne ab 10 Uhr wieder und fordert Nahrung. Gut gemeinte Tipps wie „iss doch mehr Eiweiß, das sättigt“ schlagen bei mir leider, leider nicht so an. Auch nach 500g Magerquark meldet mein Körper Hunger. Als letzte Möglichkeit probierte ich nun Haferbrei aus, der gerade einen richtigen Hype erlebt – unter dem Namen Porridge.

Kurze Erklärung, was sich dahinter verbirgt: Haferflocken oder Hafermehl werden mit Wasser oder Milch zu einem Brei aufgekocht. In Großbritannien war es früher ein Essen für die ärmere Arbeiterklasse, in Schottland scheint es bei einigen noch heute sehr beliebt zu sein. Interessanterweise wird er dort aber nur für Kinder mit Zucker oder Honig gesüßt, Erwachsene essen ihn so oder geben noch etwas Salz hinzu. Generell gilt der Brei als magenschonend. Viele kennen ihn aus ihrer Kindheit, weil er bei Magen-Darm-Erkrankungen gerne mal verabreicht wurde. Ich kann mich jedoch nicht bewusst daran erinnern, dass meine Mama mir das auftischte. Auch im Krankenhaus soll es wohl immer mal Haferbrei, aufgekocht mit Wasser, geben. Dass das kulinarisch kein Highlight ist, glaube ich ungekostet.

Probieren geht bekanntlich über Studieren, daher besorgte ich mir zunächst zwei Porridge-Mischungen über mymuesli. Pflaume-Zimt und Vanillekipferl. Da ich wirklich arge Befürchtungen hatte, was die Süße angeht, kaufte ich mir vom ersten Flockendealer am Platz, Kölln Flocken, noch zarte Haferflocken zum Strecken.

Mein erstes Porridge war jedoch ein reiner Versuch nur mit den zarten Flocken (da mymuesli mich sehr lange auf die Lieferung warten lies). Mit Milch klassisch aufgekocht und mit Zucker und Zimt abgeschmeckt. 50g mit 300ml ergaben hier einen wunderbaren Brei, der gar nicht so übel schmeckte. Noch zwei getrocknete Feigen hinterher und ich kam das erste Mal seit Wochen vom Frühstück bis zur Mittagspause ohne nerviges Magenknurren.

Nach der Lieferung meiner N’oats kostete ich die Mischungen mit Geschmack und war hier durchaus positiv überrascht: sie waren weder süß noch schmeckten sie künstlich. Nur das angegebene Mengenverhältnis ging für mich nicht so ideal auf, da ich es doch breiig mag und nicht so flüssig – aber dazu hab ich ja meine „Streck-Flocken“ von Kölln.

Da ich Abwechslung auch beim Frühstück mag, ging ich in den gängigen Bio-Märkten auf die Suche nach Alternativen. Die Bandbreite ist recht breit und für jeden lässt sich etwas finden.

Da meine Erstkäufe so langsam leer gehen, kaufte ich mir im Alnatura noch eine Mischung mit roten Früchten. Letztere sind wahrscheinlich schon mega klein gehäckselt, denn man sieht sie nicht. Auch der Brei vom Bauckhof ist nicht süß oder künstlich im Geschmack. Diesen peppe ich mir mit dem Frucht-Dinkel-Crunch von der Hausmarke Alnatura nach der Zubereitung noch auf. Vorteil: Ich kaue dann doch etwas und habe auch rote Früchte gesehen. Für die Ernährung wäre der Zusatz an zuckrigen Ergänzungen wahrscheinlich lieber zu vermeiden, aber noch kämpfe ich nicht mit überschüssigen Fettpolstern.

Ich werde mich wohl noch durch den Markt testen und hier und da gewiss pure Flocken mit Früchten mischen. Für Leute, die morgens kaufaul sind, ist so ein Brei echt gut. Bei mir wird er wohl weiterhin auf den Tisch kommen, bis es wieder wärmer wird und mein massives Hungergefühl nachlässt.

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Geschenk für die Flitterwochen

2014 – 3 Hochzeiten, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Als Gast kann es einem leicht gemacht werden, weil die Braut statt mit einem Zaunpfahl mit einem WMF-Prospekt wedelt. Dann kann man Dinge kaufen, hübsch einpacken und man weiß, dass es das Brautpaar erfreuen wird. Man kann aber auch wie das September– und Dezemberbrautpaar in die Einladung einfach reinschreiben, dass man sich lediglich einen Zuschuss für Flitterwochen wünschen würde.

Geld in Umschläge stecken, das kann ja wohl jeder. Da ich bei der Dezemberhochzeit die Braut aus Studientagen kenne weiß ich, dass sie von der Welt einiges gesehen hat. Da kam mir sofort die Idee, einen kleinen Koffer als Geschenk zu basteln – im angehauchten Vintagelook. Natürlich war es auch ideal, dass sich das Paar in der Einladung für einen Beitrag zu den Flitterwochen aussprach. Planung im Kopf stand kurze Zeit später, ab ging es zum Bastelwarendealer meines Vertrauens: idee.Creativmarkt.

Für meinen Koffer kaufte ich:

  • einen Kopper aus Pappe
  • Acrylfarbe in einem dunklen braun
  • einen großen Pinsel

Ansonsten benötigte ich noch:

  • Bastelkleber
  • Servietten zum Auskleiden des Kofferinnenraums
  • Alte Bilder von Städten, in denen sie war (Google und Drucker)
  • aus der Drogerie kleine Reisegrößen unterschiedlicher Kosmetika
  • Tonkarton
  • Bleistift, Radiergummi, Stift
  • Schere, Locher

Zunächst bemalte ich den Koffer mit der braunen Farbe. Dank des breiten Pinsels und einer Kombination aus unterschiedlichen starkem Farbauftrag sowie Pinseldruck konnte ich somit bereits Farbeffekte erzeugen, die wie Falten in einem alten Lederkoffer aussehen. Das war aber mehr Glück als Wissen und Können 😉

Nachdem die Farbe getrocknet war, ging es an die Innengestaltung. Hier entschied ich mich, nur eine Seite mit „Stoff“, also der Serviette auszukleiden. Darin verteilte ich lose die kleinen Reisegrößen. In den Deckel klebte ich mit gewöhnlichem Bastelkleber die alt anmutenden Bilder von den Städten, in denen sie bereits war.

Ich packte es final als offenen Koffer ein, da das einfach spannender aussah. Wer den Koffer lieber von außen dekoriert, kann ihn natürlich gerne auch verschlossen einpacken. Hier könnte ich mir einen Kofferanhänger im Vintageloog mit dem Namen des Brautpaares sehr gut vorstellen. Lasst Eurer Kreativität einfach freien Lauf.

Flitterwochenkoffer eingepackt

 

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DM Lieblinge Dezember 2014

Gefühlt holte ich erst letzte Woche meine Novemberbox ab, aber wir haben ja schon Dezember und ich konnte die Tage meine zweite DM Lieblinge Box in der Filiale des Vertrauens abholen. Auch diesmal packte ich erst daheim aus.

Bereits nach dem ersten Blick war ich sehr zufrieden, denn ich fand folgende Produkte:

  • Rentierplätzchen-Post (Rezeptheftchen und 4 Magnete mit den Motiven der Rentierplätzchen)
  • Masterpiece Max Mascara MAX FACTOR
  • invisibobble Haargummi
  • head&shoulders Instant Shampoo
  • Professional ebelin Ultralight Mini-Haarschutzbürste
  • AXE Black Duschgel
  • CD Handcreme Sanddorn
  • tesa Glitter-Deco

MagneteDie Rentierplätzchen probiere ich vielleicht in den kommenden Jahren mal aus, wenn ich das Vergnügen habe, mit kleinen Zuckerbäckern gemeinsam in der Küche zu stehen. Für uns zwei mach ich eher selten so einen Dekoaufriss bei Keksen. Die Kühlschrankmagnete machen mich nicht ganz so glücklich. DM Digifotos bietet sie auf seiner Homepage ab 7,95€ an. Wer sie nur als Deko an den Kühlschrank klemmen will, wird damit gewiss glücklich. Sie halten auch einen kleinen Einkaufszettel. Aber bei dem Gewicht einer Postkarte wird es dann schon etwas kritisch, weil der magnetische Teil dafür einfach zu schwach ist.

Masterpiece Max Mascara MAX FACTORAch ja, Mascara. Aktuell benutze ich L’Oréal Paris Mascara False Lash Schmetterling (geht langsam alle) und den L’Oréal Paris Mascara False Lash Schmetterling Intenza. Auch der Masterpiece Max Mascara MAX FACTOR stellt mich ganz zufrieden. Wenn auch er nicht nach zwei Wochen Benutzung klumpt, wie es leider die billigeren Mascaras gerne tun, freut es mich um so mehr, dass ich ihn so günstig testen konnte.

Als ich vor einigen Wochen die invisibobble Haargummi auf der Facebookseite von DM sah, dachte ich nur: aha, aha. Ich kaufte mir nämlich vor über einem Jahr bei Papanga genau solche Haargummis. Mir wurden diese empfohlen, da ich bei Pferdeschwänzen häufig Kopfschmerzen bekomme und diese angeblich weniger „ziehen“. Leider kann ich dies nicht direkt unterschreiben bzw. bestätigen, da ich auch mit den Papangas hin und wieder Kopfschmerzen bekomme, wenn ich länger einen hohen Pferdeschwanz trage. In der Box waren die kleinen invisibobble Haargummis, die sich bei mir auch eher als Abschlusshaargummi eignen. Da sie dank ihrer Gestalt nicht aus dem Haar rutschen, wenn ich beispielsweise mit einem geflochteten Zopf jogge, werden sie hier ihren Zieleinsatzort finden – und das hoffentlich für lange Zeit.

Head and Shouldershead&shoulders Instant Shampoo ist das Shampoo meiner Kindheit (neben Schauma 7 Kräuter). In den letzten Jahren kam zum Klassiker classic clean so manches Shampoo hinzu, dass nicht nur die Schuppen recht wirksam (bei mir zumindest damals) bekämpfte, sondern auch die Haare pflegte. Da ich seit einigen Jahren nicht mehr unter starker Schuppenbildung leide und auf Anraten des Friseurs ein anderes Shampoo nutze, wäre ich nie auf die Idee gekommen, mir dieses zu kaufen. Die bessere Hälfte nutzt aber gerne jedes Shampoo. Vielleicht teste ich es zwischendurch auch einmal, da die Kopfhaut jetzt im Winter auch stark belastet wird.

Ebelin HaarbürsteNicht nur die Kopfhaut wird gerade massiv belastet, auch das Haar. Ich habe mit meinen Haaren, die ich zu 99% offen trage, aktuell das Problem, dass sie sich im Nacken aufgrund des Schals und des Kragens vom Wintermantel in Zusammenarbeit mit der Mütze schön verheddern. Das ziept wunderbar beim Kämmen. Privat nutze ich die Holzbürste Mischborste in beiden Größen von Dm, weil ich die Kombi aus normalen und Naturbürsten sehr mag. Bei der Paddleburste ist zudem die Auflagefläche schön groß, was mir beim Bürsten des langen Haares echt entgegenkommt. In der Box befand sich die Professional ebelin Ultralight Mini-Haarschutzbürste. Dank einer innovativen Bürstentechnologie sorgt sie dafür, dass sich feines, aber auch natur- und dauergewelltes Haar nicht zwischen Borste und Bürstenkissen verfängt. Außerdem soll sie einen Ionisierungseffekt mitbringen. Dadurch sollen sich die Haare beim Bürsten weniger statisch aufladen. Dank super trockener Luft im Büro, kann ich nur bestätigen, dass meine eigentlichen Haarbüsten vor der Aufladung in keiner Weise schützen. Nach dem Kämmen fliegt es wunderbar um meinen Kopf herum – trotz ausreichender Flüssigkeitszufuhr und Pflegemaßnahmen. Das Kämmen mit der Professional ebelin Ultralight Mini-Haarschutzbürste unterbindet die fliegenden Haare auch nicht, aber sie fliegen nicht ganz so stark, was durchaus positiv zu bewerten ist. Auch das Ausbürsten vom verziepten Haar ist hier sehr angenehm. Ob ich die Bürste allerdings als Minihaarbürste bezeichnen würde, ist anzuzweifeln. Selbst gekauft hätte ich sie mir wohl auch nicht, weil ich meine eigentlichen Bürsten mehr mag.

Axe BlackFür die bessere Hälfte war diesmal auch wieder etwas dabei: AXE Black Duschgel. Man sagt den AXE Duschgelen ja so manch betörende Wirkung nach. Aus der Packung roch es schon einmal ganz angenehm. Jetzt bleibt zu hoffen, dass es auch hautfreundlich ist und die Damenwelt ihm nicht zu sehr schöne Augen macht 😉

DM Liebinge CD Handcreme Sanddorn Die CD Handcreme Sanddorn finde ich auch eine durchaus passende und nützle Gabe in der Box. Winterzeit ist für die Haut nicht gut, die Hände leiden massiv, daher habe ich überall Handcreme parat. CD kenne ich nun noch nicht, freue mich aber, sie auszuprobieren, wenn eine der aktuellen Packungen daheim oder im Büro aufgebraut ist. Überzeugt bin ich ja bisher nur von Neutrogena, daher bin ich sehr gespannt. Der erste Test aus Neugier war bisher zufriedenstellend.

Glitter GlueMit der tesa Glitter-Deco hätte ich so gar nicht gerechnet, aber ich finde es nicht schlimm. Da ich zunehmend Grußkarten selber erstelle, wird sie wohl zum Einsatz kommen. Ich bekam lediglich Verbot, es für unsere Hochzeitseinladungen zu nutzen, daher wird er von nun an stark glitzernde Geburtstagskarten bekommen….

 

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