Mein Lieblingsort in Leipzig

In der Nacht flatterte eine E-Mail von Sascha herein. Adelina feiert mit ihrem Blog Leipzig-leben den ersten Geburtstag und startet passend zum Anlass eine Aktion. Leipziger Blogger sollen in der Blogparade über ihren Lieblingsort in dieser fantastischen Stadt berichten.

Auf Anhieb fiel mir kein bestimmtes Örtchen ein, obwohl auch ich fünf tolle Jahre in Leipzig leben durfte. Also Fotoalbum auf, Erinnerungen vor das innere Auge gezerrt und bei Ludmilla Fotos geklaut.

Da waren all die privaten Partys in Einraumwohnungen oder Wohngemeinschaften meiner studentischen Leidensgenossen. Was für Nächte. Unzählige Zoobesuche, dank der Jahreskarte teilweise aller zwei Wochen zum Sonntagskaffee im Teichcafé. Mein Stammplatz in den alten Tatrawagen der LVB direkt auf dem Einzelplatz hinter dem Fahrer neben dem Knipser (ich konnte dort so herrlich mit den Beinen schlenkern). Die Parks, die Seen, also dort, wo man im Sommer bei bestem Wetter am liebsten ist. Unzählige Kneipen- und Cafébesuche mit tollen Menschen. Wie oft sollte ich die 500 Stufen des Völkerschlachtdenkmals erklimmen, wie oft wartete ich einfach unten. Der Augustusplatz, der entweder als Treffpunkt benutzt oder im Frühjahr für erste Pigmenthascherei in den Pausen zwischen den Seminaren genutzt wurde. Das zweite Wohnzimmer bzw. eher die zweite Küche bei Conny und Daniel. Grillen im Rosental, feiern in der Moritzbastei, Filme im Passagekino.

Fazit: es gibt keinen bestimmbaren Lieblingsort, denn es ist die ganze Stadt, die ich lieb(t)e.

 

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