Hänsel und Gretel – Hexenjäger

Das Märchen von Hänsel und Gretel kennt jeder. Zwei Kinder werden in der Not der Eltern in den Wald gebracht und dort zurück gelassen. Im Wald umherirrend finden die Kinder ein Lebkuchen-Haus und haben ihre erste Begegnung mit einer Hexe, die ihnen nicht wohlgesonnen ist. Es kommt, wie es in guten Märchen kommen muss: Die böse Hexe stirbt.

Doch, wie uns Hollywood zeigt, erzählen die Brüder Grimm uns nicht die ganze Geschichte.

Jahre nach der Begegnung mit der Hexe sind die Geschwister ein professionelles Hexenjäger-Team. Ob Sumpf-, Sand- oder Kräuterhexe, sie bringen jede zur Strecke. So kommt es, dass der Bürgermeister von Augsburg sie um Hilfe bittet, denn in und um Augsburg sind Kinder verschwunden und, wie zu erwarten, der Rattenfänger ist nicht schuld.

Die Hexenjagt kann beginnen!

Hier und da wurden kleine Anspielungen auf dieses und jenes Märchen und Regungen der Popkultur gestreut. Alles zusammen ergibt ein unterhaltsames Action-Gemetzel.

 

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Warm Bodies

Wer glaubt, wahre Liebe sei tot, der irrt. Warm Bodies ist ein Film, der mit Humor die Liebesgeschichte eines ungleichen Paares erzählt.

Worum geht es?

R., gespielt von Nicholas Hoult (Skins „Tony“, About A Boy), ist ein Zombie. Nach dem Zombie Survival Guide ist er aber kein normaler Zombie, denn er denkt. Die Lust auf Menschenfleisch liegt ihm aber dennoch inne. So zieht er mit seinen Zombie-Kollegen los.

Julie, gespielt von Teresa Palmer (Bedtime Stories), ist ein Mensch in einer postapokalyptischen Zeit. Mit einem kleinen Team durchstreift sie die verlassene Welt, auf der Suche nach Medikamenten für ihren Stützpunkt.

Beide Gruppen treffen bei ihrer Suche aufeinander, es gibt Tote und die Geschichte beginnt.

Unverkennbar hat diese Buchadaption Anspielungen zu Romeo und Julia: Das Paar, die zerstrittenen Clans, Rs M(ercutio), und, und, und. Alles etwas aufgepeppt und in ein ungewöhnliches Setting verlegt.

Diese paranormale, romantische Zombie-Komödie sollte nicht zu ernst genommen werden, denn sie nimmt sich selbst nicht so ernst. Wer dem Charme von Zombiefilmen aufgrund Ihres Trashcharakters oder Zombie-Komödien (Shaun of the Dead, Zombieland) erlegen ist, wird sich sicher auch an diesem Film nicht stören. Falls nicht: Schaut dennoch in den Trailer – Allein schon wegen des gelungenen Soundtracks.

(Da ich den Film im Original gesehen habe möchte ich euch auch gerne auf den englischen Trailer hinweisen)

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Frankenweenie

Wenn ein Kind seinen treuesten Begleiter verliert, ist das ein schlimmes Schicksal. Dies geschieht Victor Frankenstein, ein Junge aus New Holland.

Nicht nur, dass er seinen geliebten Hund verliert, er ist auch sein bester Freund gewesen.

Doch damit wäre der Film ziemlich schnell am Ende und würde einer Tim Burton Regie und Produktion nicht gerecht!

Inspiriert durch seinen neuen Naturkundelehrer, der ein Wissenschaftsprojekt initiiert, kommt Victor auf die Idee seinen Hund, Sparky, ins Leben zurück zu rufen – Ich kann euch verraten, dass er seinem Nachnamen alle Ehre macht.

Mit diesem Erfolg kommt aber auch die ganze Geschichte in Gang und Missgunst, Misstrauen und Chaos folgen.

Diese Stop-Motion Neuauflage – natürlich wieder in schwarz-weiß – hat Herz, Humor, sowie offene und versteckte Anspielungen auf Horrorfilme aus den guten, alten, Tagen. Alle Figuren wirken liebevoll in Szene gesetzt, erscheinen aber nicht zuletzt durch ihr Aussehen bekannt skurril. Burtonesk.

Für Tim Burton Fans ein absolutes Muss, aber auch für alle anderen, die Trash- und B-Movies, Monster- und Science-Fiction-Filme, altmodischen Grusel und Slapstick-Humor mögen, ein Kinobesuch wert.

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Argo

Der Zufall wollte, dass ich auf meinem Heimweg nicht die Bahn nahm, einen Freund traf und spontan in die Sneak Preview ging um den Film Argo zu erleben. Ein glücklicher Zufall, doch lest selbst.

Das Jahr 1979, der kalte Krieg lässt die Welt frösteln und im Iran heizt sich die Situation auf. Der eingesetzte Schah flüchtet in die USA und entzieht sich der Gerichtsbarkeit. Das Volk will ihn wegen der Gräueltaten unter seiner Führung tot sehen.

Im November 1979 eskaliert die Situation in Teheran. Die Demonstranten, die die Auslieferung des ehemaligen Schahs, der sich in den USA aufhält, fordern, stürmen die US Botschaft und nehmen 52 US-Amerikaner als Geiseln. [Wiki] Sechs Mitarbeiter können jedoch vorerst unentdeckt flüchten und bekommen Schutz in der kanadischen Botschaft. Sie befinden sich in Lebensgefahr, fernab der Heimat.

Dort beginnt die CIA einen Plan auszuarbeiten, wie sie die sechs außer Lebensgefahr bringen können. Der beste, schlechteste Plan, der sich in dieser Situation anbietet ist der, dass ein fiktiver Film (Argo), mit den sechs flüchtigen als Film-Crew eine Ausreise ermöglichen soll.

„Argo fuck your self!“ ist wohl die einprägsamste Zeile aus diesem Film, aber diese wahre Geschichte, gewürzt mit Hollywood-Drama und Hollywood-Thriller, bot viel mehr und ist einen fesselnden Kinobesuch wert.

Das Sahnehäubchen sind die Schauspieler: Ein guter Ben Affleck (Dogma, Jersey Girl, Armageddon) , ein phantastischer Bryan Cranston (Malcom mittendrin, Breaking Bad), ein hervorragender John Goodman (The Big Lebowski, Red State) und etliche andere Filmgrößen.

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