Urlaubserinnerung

Dank meines verlängerten Wochenendes kam ich die letzten Tage dazu, mich endlich um meine liegengebliebenen „Urlaubsreste“ zu kümmern. Primär betraf das die Gestaltung des Fotoalbums rund um den Urlaub. Die Fertigstellung dauert aber noch ein Weilchen, weil ich Bilder nie wahllos in ein Album klebe, sondern Fotoalben bei mir eher einer Art Tagebuch gleichen.

Die Urlaubserinnerung, die schneller zu basteln ging, ist meine Sand-Glas-Flasche. Während im September meine Füße in weichem, warmen Sand spielten, kam mir die Idee, das es eigentlich ganz schön sei, wenn man von jedem Urlaubsland, wo man war (idealerweise am Meer), etwas Sand in ein Gefäß schichtet und sich dann im Laufe der Jahre an den einzelnen Schichten erfreut und auch gerne an den Urlaub erinnert. Selbstverständlich checkt man im Vorfeld, ob die Ausfuhr von Sand rechtlich ok ist – auch wenn es sich hierbei um kleine Mengen handelt.

Wenn alles gut geht, kommt im Juni die nächste Schicht hinzu. Da ist ein verlängertes Wochenende an der Ostsee geplant und ich freue mich bereits sehr. Ich mag das Meer und die Leute, die am Wasser wohnen, sehr.

Und hier das aktuelle Ergebnis:

Sand in Glasflasche

Ihr findet die Idee auch gut und wollt euch ebenfalls eine sandige Erinnerung basteln? Dann los. Es ist ganz einfach. Besorgt euch einfach eine durchsichtige Glasflasche mit Verschluss. Meine stammt von Butlers und kostete 1,99 Euro. Dann benötigt ihr noch den Sand eures Urlaubsortes. Bastelt euch aus Papier einen Trichter, damit der Sand auch in der Flasche landet und nicht außerhalb. Deckel zu und an den gewünschten Ort stellen. Bis die Flasche voll ist, sollte sie wenn möglich weder umfallen noch geschüttelt werden, sonst vermischen sich die Schichten. Und auch wenn die Tauben bei Aschenputtel eine tolle Auslesearbeit geleistet haben, bei Sand funktioniert das sicher nicht so gut 😉

 

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Fotomagnete

Bei meiner Jagd auf Tischdecken stieß ich durch Zufall im Depot auf Magnete. Da wir aktuell nur die Minions-Magnete haben und diese zwar optisch niedlich, aber nicht wirklich kräftig in ihrer eigentlichen Aufgabe sind, nahm ich die 3er Packung einfach mit. Ich wusste zwar noch nicht, welche Bilder ich da rein basteln soll, aber Haben ist ja bekanntlich besser als Brauchen. Vertrauen in die Magnetstärke der kleinen Fotorahmen hatte ich beim Kauf ehrlich gesagt auch nicht all zu viel, aber schlechter als die Magnete von den Fruchtzwergen oder eben Vitamalz konnten sie nicht sein.

Wie ihr sehen könnt, fand ich Bilder. Selbstverständlich sind die Originale ohne Sonnenbrillen und Masken, aber man muss ja auch mal die Privatsphäre von anderen Menschen schützen – insbesondere von Kindern.

Nachdem ich also mein erstes Bild zurecht geschnitten habe und es an den Kühlschrank pappte, fiel mir auf, dass das doch eine sehr wackelige Angelegenheit werden könnte – obwohl er die Postkarte tapferer hielt als sein Minion-Kollege. Der Magnet und der Rahmen sitzen nämlich locker aufeinander und das verschiebt sich bei der Benutzung. Verschobenes Bild im Rahmen ist auch bei den großen Verwandten nicht so toll anzusehen. Daher griff ich zu Sekundenkleber. Ich klebte den Bildausschnitt mit jeweils vier kleinen Tropfen im Rahmen fest. Den Magneten befestigte ich mit einem kleinen Tropen. Fertig. Fest.

Selbstverständlich landete auch ein wenig Kleber an meinen Fingerspitzen, wo er wesentlich schneller trocknete als auf dem Material, wo er kleben sollte. Also alles wie immer.

Fazit meiner spontanen Kreativ-Bastel-Idee: Da wir noch ein paar Magnete in diesem Haushalt brauchen können und ich gerne in der Deko meinen eigenen, persönlichen Touch habe, werde ich mir wohl noch 1-3 Packungen im lokalen Depot-Store besorgen. Die Erlaubnis dafür bekam ich gestern auch ungefragt. Die bessere Hälfte fragte von sich aus, ob es noch mehr davon gibt. Ich brauche dann nur noch geeignete Motive, die in den winzigen Ausschnitt passen, aber das ist die geringste Sorge.

 

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…und was ist es geworden?

Taaadaaaaaaa, es wuchs doch noch Klee \o/ Und ich musste darauf länger warten als der verfluchte Medienmob, der Leute nicht einmal in Ruhe Eltern werden lässt. Wahrscheinlich bin ich nicht so stolz wie die, aber immerhin lebt meine Pflanze seit Wochen und das ist für mich eine gute Leistung. Also sollte ich reif für mehr sein…

Es wuchs Klee

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Es grünt so grün…

…wenn Spaniens Blüten blühen. Bei mir ist es in dem Fall keine Pflanze mit tollen Blüten. Aber es ist grün und das einzig lebende Wesen – abgesehen von uns – in der Wohnung. Hier gelobe ich Besserung; 2-3 Pflanzen dürfen demnächst einziehen.

Wenn ihr euch jetzt fragt, woher ich das Döschen habe? Das schenkte mir Sascha, also fragt ihn. Wir haben beide bzw. mit Ex-Mitbewohner Lars vor gut einem Jahr einen gewissen Neustart in die Wege geleitet. Das Motto lautete damals wirklich, dass es ab jetzt besser wird – jedenfalls in bestimmten Aspekten. In der ersten Etappe des neuen Lebensabschnitts war es nicht so doll mit dem idealen Sonnenplätzchen. Jetzt gibt es einen Südbalkon. Das Grün darf sprießen, genauso wie (unser) Glück – in Berlin, in Leipzig, in Frankfurt, überall.

PS: Ich dachte hoffte eigentlich, da würde Klee wachsen. Huch.

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Türschild

Ich stieß soeben bei meiner privaten ‚Recherche‘, wann denn meine geplante Enten-Überraschung endlich mal in die Filiale geliefert wird, auf folgendes:

Fotogeschenk – Türschild

Das jetzt noch pünktlich zum Fest unter dem Baum liegen zu haben ist für mich eher unwahrscheinlich, was aber wahrscheinlich an meiner persönlichen Warterei auf ein anderes Produkt liegt (dessen Bearbeitungszeit ich momentan nicht mehr nachvollziehen kann).

Finde die Idee ganz lustig, wenn man beispielsweise eine WG hat, die einen feststehenden Namen hat. Bin mir aber nicht sicher, ob ich es wirklich haben wollen würde. Da fand ich das Schild „Drittes OG“ schon sympathischer. Btw, wo ist das eigentlich abgeblieben?!

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WG Ratgeber Putzen

…oder: Wer putzt?!

“Die Wohnung ist super. Ich muss gar nicht putzen und trotzdem ist es immer sauber.” (Zitat eines ehemaligen Mitbewohners, der an Heinzelmännchen glaubte)

Ein wesentliches Merkmal einer WG ist eine gewisse Form von geordnetem Chaos in mehr oder weniger ausgeprägter Form. Das geschieht, wenn mehrere individuelle Wohnansprüche aufeinander treffen. Selten finden sich Menschen zusammen, die exakt die gleichen Vorstellungen von Ordnung und Sauberkeit haben.
Wer da überaus pingelig ist, sollte prinzipiell die Hände von Wohngemeinschaften lassen.  Die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Putzmuffel zum Hygienefanatiker erzieht, ist doch schwindend gering.

Aber wie handhabt man es nun in einer WG? Ganz ehrlich, einen Masterplan habe ich dafür auch nicht, da meistens ich der Mitbewohner mit dem “Pingelanspruch” bin. Meiner Meinung nach sollte das Bad und die Küche generell einmal die Woche Putzmittel und Lappen sehen. Und im Alltag ist es auch nicht schwer, Schmutz sofort zu beseitigen. Allein bei dieser Einstellung gehen die Meinungen schon arg auseinander. Soviel dazu.

Spielregeln für das Sauberkeitsverhalten müssen aber nun einmal in jeder WG aufgestellt werden, sei es die Wohngemeinschaft zu Ausbildungs-/ Studentenzeiten oder in einer Partnerschaft. Jeder sollte für seinen eigenen Dreck selbst zuständig sein. Dazu gehört nun einmal definitiv die Nutzung von Klobürsten bei Bedarf und bei Besitz von Haustieren die regelmäßige Reinigung deren Areale. Und wer in der Lage ist, sich in einer Pfanne etwas zu braten, schafft es – bezogen auf die individuellen motorischen Fähigkeiten – auch, die Fettspritzer zeitnah wegzuwischen.

Bei akuten Dreckschweinverfehlungen muss man zur Not eben auch hier bei Verwarnungen aussprechen und Konsequenzen ziehen, denn eins habe ich hierbei in meinem bisherigen WG-Leben gelernt: Wenn die Müllbeutel mit dem benutzten Katzenstreu nach dem Versuch des ‘Zwischenlagerns’ im Flur zurück ins Zimmer des Tierbesitzers gestellt werden, damit sie zeitnah vom Verantwortlichen zum Müll gebracht werden, bringt das rein gar nichts. Die Beutel landen nicht schneller im Müll. (Sascha und ich haben das für Euch getestet.)

Eine andere, für mich wohl stets existente Frage: Wie kann es sein, dass bei Vorhandensein einer Spülmaschine, das Geschirr nur den Weg auf diesen praktischen Küchenhelfer schafft. Der Kraftakt, das dreckige Geschirr in die Küche zu schleppen, muss gewaltig sein – und meine Kräfte somit immens, da ich das Zeug auch noch einräumen kann….

Ich kenne Wohngemeinschaften, die haben einen sogenannten Putzplan. Jedes Mal ist jemand anderes dran, der die Wohnung putzt. Oder jeder erhält pro Woche eine andere Aufgabe. Vom Küchenschrubbdienst zum Müll herunterbringen, vom Staubsaugen zum Badputzen…Vordrücke an Plänen kann man googlen. Ob sie bei Vorhandensein auch befolgt werden, ist für mich eher fraglich. Wer so schon ein kleiner, schlampiger Schlumpf ist, wird auf wöchentlichen Zwang auch nicht hören.

An sich ist sind die Ideen super, ABER die Frage ist doch: welche Sanktionen drohen dem, der eine Aufgabe nicht erfüllt? 10 Euro in eine vielleicht vorhandene Gemeinschaftskasse? Strafputzdienst für einen gesamten Monat? Nach drei Verwarnungen der Rausschmiss? Das Zauberwort heißt hier auch wieder Kommunikation. Besprecht es am besten gemeinsam am Tisch, wie ihr es in eurer WG handhaben wollt. Manchmal finden sich auch Lösungen, die akzeptabel für alle sind (einer putzt die Küche und das Bad, ein anderer saugt danach Staub und wischt die Räume durch).

Bei der Anschaffung von Putzmitteln eignet sich eine Gemeinschaftskasse (wenn keine andere Möglichkeit der Lösung gefunden wird). Hier spielt eine wichtige zwischenmenschliche Komponente eine große Rolle, nämlich das Vertrauen. Die Führung eines kleinen Haushaltsbuches sowie die Aufbewahrung an einem Ort, der nicht unbedingt für alle, die in der Wohnung ein- und ausgehen, offensichtlich ist, sollte selbstverständlich sein.

Putztipps:

  1. Sucht euch einen Wochentag aus, an dem ihr nicht mit Terminen vollgestopft seid.
  2. Hört beim Putzen eure Lieblingsmusik.
  3. Putzt gemeinsam, das erhöht den Spaß und: niemandem kann vorgeworfen werden, faul zu sein.
  4. Genießt das Lob von Freunden, die zu Besuch sind.
  5. Genießt die Abwesenheit des Stresses, der aufkommt, wenn sich von Mitbwohner XY die Mama spontan angekündigt hat. Wer wöchentlich mal den Lappen schwingt und ein wenig feucht durchwischt, hat nix zu befürchten.
  6. Bringt entspannt am Wochenende das Date mit heim – ohne dass ihr euch für Wollmäuse und Silberfische schämen müsst.

Zum Schluss noch eine kleine Anekdote, die ich mit meiner ersten Mitbewohnerin erlebte und die zeigt, wie unterschiedlich die Auffassung von ‘vorzeigbar’ ist:
An irgendeinem Abend wollten meine damalige Mitbewohnerin und ich abends noch mit Bekannten feiern gehen. Da wir vorher ein wenig zu viel Flüssigkeit zu uns nahmen, mussten wir beide natürlich unterwegs auf dem Weg zum Club noch für kleine Hausdrachen. Da traf es sich, dass wir an der WG des einen Bekannten vorbeikamen und er uns anbot, dass wir bei ihm doch schnell das Bad benutzen könnten. Gesagt getan. Dann saß man dort so auf der Keramik, vor der Schüssel ein kleines Regal auf Rollen, in dessen obersten Fach die Kadefungin-Creme der Mitbewohnerin sowie offensichtlich benutze Taschentücher lagen. Für mich persönlich private Dinge, die dort nichts zu suchen hatten, aber ich bin eh anders. Parallel zu diesen Gedankengängen bereute ich gewisses weiblich-körperliches Unvermögen. Zum Händewaschen gab es keine Seife – warum auch?! Das Waschbecken und auch die Ablage vor dem Spiegel war wahrscheinlich zum Auszug des Vormieters zum letzten Mal gesäubert wurden. Es war eine Mischung aus Barthaaren, Staub und anderen Sachen, die ich nicht so genau untersuchen wollte. Als ich herauskam, sah mich meine Mitbewohnerin an und wir verstanden uns blind.
Ganz ehrlich, bei mir ist auch manchmal ein kleines Chaos; soll heißen: es ist nicht immer alles an seinem vorhergesehenen Platz. Aber wie zur Hölle kann man denn sein Bad noch anbieten, wenn man weiß, in was für einem Zustand es ist? Ich würde mich in Grund und Boden schämen.

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WG Ratgeber: Zusammenziehen

…oder: drum prüfe, was zusammenzieht

Liebenswerte Wohngemeinschaften fallen nicht einfach so vom Himmel. Meistens warten sie seit der Gründung auch nicht extra auf Dich und reservieren Dir ein Zimmer. Das Hauptmerkmal einer WG ist häufig das Kommen und Gehen einzelner Mitbewohner.

Doch zunächst eine Anekdote von mir: Zu Beginn meines Studiums in Leipzig schaute ich mir auch diverse Wohngemeinschaften an. In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich mir, dass man so Geld sparen und gleichzeitig neue Leute kennenlernen könnte. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Hurray. In meinem Kopf war der Masterplan makellos. Bereits nach dem zweiten Besichtigungstermin in bereits bestehenden Wohngemeinschaften wurde ich jedoch rasant auf den Boden der nackten Tatsachen geholt:

Laut Inserat handelte es sich um eine 3er WG mit einem Lehramtsstudenten  
(Englisch und Geschichte) um die 30 Jahre sowie einer Azubine. Soweit, so gut. Die Wohnung wurde mir von einem verlebt aussehenden Typen gezeigt, der sich als der Lehramtsstudent ausgab. Während er mir Details der Räumlichkeiten schilderte, schwor ich mir, dass meine Kinder niemals bei so einem Wesen Unterricht haben sollen. NIE! Das Highlight der Wohnung war das für mich gedachte Zimmer – bereits möbliert. Das Bett im ramontischen Stil à la Puff Deluxe mit Spiegel am Kopfende füllte den Raum fast vollständig aus. Daneben stand ein langer, sperriger Schrank – ebenfalls mit Spiegel. Der Lehramtsfutzi grinste neben mir äußerst dreckig und meinte, ich könne das so übernehmen, koste auch nix extra. Was für ein Angebot! Im Bad hing über die Wanne verteilt die Wäsche. Meine Frage, wie man da dann ohne Behinderung duscht, wurde mit “wir duschen nur einmal die Woche” abgewürgt. Hurray! Nicht. Nach diesem Schock überzeugte ich meine Eltern davon, mir dann doch lieber ein Wohnklo am Rande der Stadt zu finanzieren, auch wenn ich als Webcamgirl in diesem bestens ausgestatteten Zimmer vielleicht sehr erfolgreich geworden wäre…

Was kannst Du daraus lernen? Schau Dir die Leute genau an bei Besichtigungsterminen. Sowie Du sofort ein ungutes Gefühl in der Magen-Darm-Gegend hast, sollte dein Motto lauten: LAAAAAAAAAAAAAAAAAAAUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUF!!!!!!!!

Die Auswahl der Mitbewohner sollte stets gut überlegt werden. Es geht hierbei um Menschen, die Du wahrscheinlich tagtäglich siehst, Du teilst dir den Thron und Nasszellen mit ihnen und wirst über kurz oder lang ein Teil deren Leben – auch wenn Du in so mancher Lebenssituation vielleicht gar nicht so intim teilnehmen möchtest. Solche Dinge müssen Dir bewusst sein, wenn Du dich für das Abenteuer Wohngemeinschaft entscheidest.

Für die eigene Suche gibt es dank des Internets diverse Möglichkeiten, ein neues Zuhause zu finden. Wichtig ist jedoch, dass man sich von vornherein klar macht, was man möchte – und was man zahlen kann. Checklisten sind dabei super und das Abhaken einzelner Punkte macht so manchen ja auch unheimlich viel Spaß, weil man denken kann, dass man etwas Großes geschafft hat.

Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass eine WG nicht zwingend die gleichen paradiesischen Zustände wie das familiäre Nest der letzten Jahre bietet. Kompromissbereitschaft ist an dieser Stelle ein gutes Stichwort, das sicher noch häufiger fallen wird. Wer viel erwartet, kann bitter enttäuscht werden und andersherum. Schimmelfreie Zimmer sollten ein Muss sein, jedoch kann man nicht überall Highspeedinternet, einen immer gefüllten Kühlschrank und Whirlpool erwarten.

So sollte ein Besichtigungstermin Pflicht sein. Zum einen lernst Du dabei die Leute kennen, zum anderen dient es aber auch dazu, das Zimmerangebot zu überprüfen. An dieser Stelle möchte ich erneut auf meine Erfahrungen zurückgreifen:

Erstens: Menschen können sich sehr gut verstellen. Aus dem netten jungen Mann, der zwar ein wenig verpeilt, aber dennoch sympathisch wirkt, kann sich eine wahre Wunderblume des Lebens entwickeln, der Pflanzen mehr als Tiere liebt, aber generell mit der Umwelt nicht klar kommt. Andererseits können Mitbewohner durch ein gemeinsames Leben aber auch wahrlich aus sich herauskommen und sich zu treuen Seelen im eigenen Freundeskreis entwickeln.
Zweitens: Ein Casting für neue Mitbewohner ist für beide Seiten anstrengend. Zum einen scheinen viele Freaks total auf Wohngemeinschaften abzufahren, zum anderen ist die Auswahl als Gemeinschaft sehr schwer, wer denn nun ‘passen’ könnte. Da ist der wirtschaftliche Druck, dass das Zimmer neu besetzt werden muss- koste es, was es wolle. Aber auch Kandidaten scheinen oft derart unter Strom zu stehen, dass sie nicht sie selbst sind – das böse Erwachen ist da vorprogrammiert. Darum: nehmt Euch alle Zeit! Lernt Euch kennen, kocht gemeinsam, geht gemeinsam weg. Das hilft ungemein und kann vor übereilten Entscheidungen schützen!

Wenn sowohl die Chemie zwischen den bereits dort wohnenden Leuten als auch die Wohnung stimmt, dann herzlichen Glückwunsch, dann hast Du möglicherweise einen Glücksgriff getätigt. Ansonsten weitersuchen – oder in der Not alleine bleiben und eine Katze zulegen.

PS: Ein letzter Tipp in diesen Beitrag: Sollte der Vermieter die Möglichkeit bieten, dass Du und deine Mitbewohner jeweils einzelne Mietverträge bekommen, dann nutze die Chance. Sollte dann nämlich der Fall eintreten, dass Mietrückstände auftreten, dann haftest Du nur für deinen eigenen Anteil. Es erspart einiges an finanziellen Ärger. Nicht jeder Vermieter macht das mit, weil es für ihn zusätzliche Verwaltungsarbeit darstellt, aber eine Nachfrage kostet ja meistens nichts.

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Tschüss Leipzig! Hallo Leipzig!

Ich ziehe um – Weg aus einer Wohngemeinschaft, hinein in einen eigenen Single-Hausstand. Ein Jahr Zusammenleben voller Ereignisse, positiv wie negativ, ist beendet. Meine Mitbewohner hat es größtenteils in andere Städte als Leipzig gezogen und ich habe den drang verspürt nur für mich verantwortlich zu sein. Kein Zusammen-Organisieren der Miete mehr, keine Abstimmungsgespräche mit Mitbewohnern – Jetzt mache ich alles mit mir selber aus. Von jetzt auf gleich, ohne Kompromisse, ohne versteckte Hindernisse. Das entlastet und befreit.

Da meine neue Bleibe nur wenige Meter die Straße hinauf ist habe ich den Umzug zum größten Teil in Eigenleistung, nach der Arbeit, durchgezogen. Mit jeder Treppe, jedem Schweißtropfen wurde aus einem Traum Realität. Dabei möchte ich nicht vergessen dem Freund von Franzi, Uwe und Lars für ihre Hilfe bei den sperrigen Möbelstücken zu danken.

 

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