Süße Sünde

In diesem Haushalt wird Schokolade geliebt. Sei als als Tafel, als Kuchen, als Getränk. Die Kakaobohne ist einfach klasse.

Gestern probierte ich dann zum zweiten Mal kleine Schokoküchlein aus, deren Kern noch flüssig sein soll, wenn sie vernascht werden. Was soll ich sagen…Nach der kleinen Kaffeerunde wurde ich böse angeschaut und musste mich erklären, warum ich nur drei Küchlein buk, statt ein ganzes Blech. Sie scheinen geschmeckt zu haben 😉

Hier mein Rezept für kleine Schokoladen-Sünden:

Schokokuchen mit flüssigem Kern

Zutaten für 12 Stück:

  • 120g Zartbitterschokolade (mind. 70% Kakaoanteil)
  • 120g Butter
  • 1 TL Honig
  • 4 Eier (M)
  • 120g Zucker
  • 35g Mehl
  • Obst nach Wunsch, eventuell Puderzucker

Zubereitung:

  1. Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Schokolade gemeinsam mit der Butter und dem Honig im Wasserbad schmelzen. Alles gut miteinander vermengen und aus dem Wasserbad heben.
  3. Muffinblech mit Papierformen auslegen.
  4. Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Das klappt am besten mit dem Handrührgerät.
  5. Zur Eier-Zucker-Masse die Schokoladen-Buttermasse geben und gut verrühren. Das Mehl hinzugeben und erneut alles miteinander vermengen.
  6. 2-3 Esslöffel Teigmasse in die Förmchen geben.
  7. Im Ofen nun ca. 12 Minuten backen lassen. Die Mitte der Küchlein sollte dabei noch glänzen.
  8. Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen.
  9. Das Papier der Muffinförmchen vorsichtig vom Rand lösen und die Küchlein behutsam auf einen Dessertteller stürzen. Hierbei wirklich vorsichtig arbeiten. Dadurch, dass das Innere noch flüssig ist, sind die Küchlein nicht so formstabil, dass sie grobes Anrichten verzeihen.
  10. Vorbereitetes Obst daneben anrichten und auf Wunsch mit etwas Puderzucker verzieren.

– Schmecken lassen! –

Da ich sie wahrscheinlich öfter kredenzen darf, werde ich diverses Obst als Beilage ausprobieren. Was ich mir auch gut vorstellen kann, sind Orangenfilets oder angedickte Sauerkirschen. Die Himbeeren waren aber nicht übel.

Ich bin eigentlich niemand, der den Ofen vorheizt. Aber hier sollte man von vornherein wirklich mit der benötigten Backtemperatur arbeiten, da sonst die Backzeit verzerrt wird.

Außerdem empfehle ich, dass man sie einmal zur Probe backt, bevor man sie für Gäste plant. Jeder Ofen ist anders. Probiert es aus. Mein erster Versuch ging auch in die Hose. Aber kleiner Trost: Auch wenn der Kern nicht wie Lava aus dem Küchlein strömt, das Küchlein schmeckt auch in festerer Variante 😉

Meine Suppe ess‘ ich nicht…

„Ich esse keine Suppe ! Nein !
Ich esse meine Suppe nicht !
Nein, meine Suppe ess‘ ich nicht !“ (Aus: Der Suppen-Kaspar – Heinrich Hoffmann)

Rote Bete. Ich höre jetzt schon viele „igitiigitts“ und „uurks“. Da ich in einem Haushalt aufwuchs, in dem Mäkelei zwar toleriert, aber nicht mit extra Bratwürsten betoniert wurde, esse ich Rote Bete seit Kindertagen. Aber ich kannte sie nur eingelegt – und fand das schon immer lecker. Bei Klassenfahrten war ich sicher deswegen beliebt, weil ich die rote Bete vom Nachbarn noch mit aufgegessen habe…

Schon immer reizte mich die Rote Bete Suppe. Da ich aktuell nichts mit viel Fett und Fleisch (wie auch immer Ärzte das definieren) und mit vielen Gewürzen (insbesondere kein Chili 🙁 ) sowie diversen anderen Verboten habe, passte sie jetzt ganz gut in mein Kochschema. Außerdem musste ich mir keine traurigen Blicke ansehen, die ein Stück Fleisch in der Suppe vermissen, da ich allein zum Essen war.

Rote Bete Suppe

Zutaten (2-3 Personen)

  • 2 Knollen Rote Bete
  • 1 Möhre
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 1/2 Zwiebel
  • 10g Ingwer
  • 500ml Wasser
  • 1 Eßl. Butterschmalz
  • 1/2-1 TL Gemüsebrühe (gekörnt)
  • Créme fraîche
  • Salz, Pfeffer

Rote Beete Suppe

Zubereitung

  1. Für die Verarbeitung der Roten Bete eignen sich eine Küchenschürze und Einweghandschuhe, da dieses Gemüse stark färbt. Die Knolle schälen und in Würfel schneiden.
  2. Auch das übrige Gemüse schälen und würfeln.
  3. In einem Topf das Butterschmalz erhitzen und die Rote Bete samt der Möhren, Zwiebel, Ingwer und Kartoffeln gut 3 Min. dünsten. Anschließend mit Wasser aufgießen und die Brühe unterrühren. Alles aufkochen lassen und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Stückchen weich sind.
  4. Topf vom Herd nehmen und mit dem Pürierstab das Gemüse bis zur gewünschten Konsistenz zerkleinern.
  5. Mit Gewürzen abschmecken.
  6. Vor dem Servieren auf Wunsch mit einem Klecks Crème fraîche verzieren und bei Vorhandensein mit frischem Schnittlauch oder anderen geeigneten Kräutern servieren.

– Schmecken lassen! –

Tipp:

  • Ich habe mir nachträglich für die zweite Portion noch Sonnenblumen- und Pinienkerne in einer Pfanne dazu geröstet. Das hat super gepasst.

Quark macht stark…

 …Quark alleene, macht Krumme Beene!“ pflegte Opa F. immer zu sagen. Ich entdeckte meine kleine Vorliebe für diesen milchigen Allrounder erst spät. Kartoffeln und Quark hauten mich genauso wenig vom Hocker wie Käse- oder Quarkkuchen. Nur Frufo von Onken war Quark, den ich mocht. Ansonsten fand ich ihn echt nicht toll als Kind. Ja, ich aß mein Alibi-Quarkkuchen-Stück, aber ich war auch nicht futterneidisch, wenn mein Bruder den Löwenanteil vernichtete.

Geschmäcker wandeln sich wie so vieles im Leben. Heute esse ich ihn ganz gern – sowohl zu Kartoffeln als auch als Kuchen. Die amerikanische Variante mit Frischkäse ist auch gut – aber bitte ohne Schnickschnack wie Himbeersauce oder dergleichen. Käsekuchen muss so pur wie möglich sein: Eine cremige Freundschaft aus Zitrone und Süße. Nicht zu fest, nicht zu wabbelig. Und daran kommt (bisher) nur das Standardrezept meiner Mama ran.

Käsekuchen ohne Boden

Zutaten (26er – Springform):

  • 1kg Quark
  • 6 Eier
  • 250g Zucker
  • 100g Butter
  • Zitronensaft
  • 1 Päckchen Vanillepudding
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 2 EL Speisestärke (gehäuft)

Zubereitung:

  1. Nehmt die Eier und die Butter sowie den Quark 30-40 Minuten vor dem Backen aus dem Kühlschrank. Bei Zimmertemperatur lassen sich die Zutaten leichter miteinander vermengen.
  2. Gebt alles in eine Schüssen und verrührt es mit dem Handrührgerät gut 5 Minuten zu einem glatten Teig, der recht flüssig ist.
  3. Vorsicht mit der Zitrone! Kostet hier lieber, bevor ihr zu viel Saft dazu gebt. Natürlich alles noch einmal vermengen, wenn mehr Zitronensaft dazu kam.
  4. Springform fetten. Teig hineingeben.
  5. Im Ofen auf der mittleren Schiene bei 150°C (Ober-/Unterhitze) für ca. 50-60 Minuten backen. Bei geöffneter Ofentür auskühlen lassen.

Im Bild seht ihr den Käsekuchen aus einer 18er Springform, also nicht über die Größe wundern. Dafür habe ich die Zutatenmenge lediglich halbiert und reduzierte die Hitze um 10°C bei gleicher Backzeit.

Wenn ich Vanilleschoten da habe, kratze ich gerne noch das Mark einer Schote in den Teig. Das gibt dem Kuchen eine leichte Vanillenote (aus dem Puddingpulver ist ja nicht viel herauszuholen) und die schwarzen Krümel wirken ganz dekorativ im Teig.

– Schmecken lassen! –

Markt etwas anders

Mainz hat mich mit seinem Wochenmarkt und insbesondere mit dem genialen Stand (Nummer 51, Obsthof Werner) voller Äpfel, die noch nach Apfel schmecken, wirklich verwöhnt. Supermarktäpfel schmecken mir nach wie vor nicht mehr. Die Marktäpfel hier in Frankfurt haben mich auch noch nicht verzaubert geschweige denn beim Backen überzeugt. Auf der Suche nach einem neuen Apfeldealer für mich, stolperten wir in die wahrscheinlich bekannteste Markthalle Frankfurts:

Die Kleinmarkthalle

„Ein Stück Frankfurt mit Herz“

Kurz zur Geschichte: Bereits seit Hunderten von Jahren gab es in der Frankfurter Innenstadt einen Treffpunkt, an dem die Bewohner des Umlandes ihre frischen Lebensmittel zum Kauf anboten (so wie wahrscheinlich in der Näher aller größeren Siedlungen). Der Geruch von Käse, Wurst, Obst, Gemüse und frischen Backwaren lag somit gefühlt schon immer in der Luft, wenn Markt war. Erst am Ende des 19. Jahrhunderts wurde eine Markthalle errichtet – im Stil der Neurenaissance. Dank des Bombenhagels 1944 im WK II wurde auch das Gebäude zerstört. Nach 1954 wurde die Markthalle wieder mühsam aufgebaut und wird bis heute offensichtlich sowohl von den Händlern als auch den Kunden gerne genutzt. (Fotos zur Geschichte hier klicken.)

Die Händler heute bieten vor allem Lebensmittel an. Backwaren, Süßigkeiten, Fisch, Wurst- und Fleischwaren, Tee, Obst und Gemüse, Wein und Spirituosen. Dank einiger internationaler Geschäfte gibt es beispielsweise auch Delikatessen aus Italien. Ich hätte alles kosten wollen.

Mir fiel positiv auf, dass es hier bei den Fleischern auch Kutteln, Rinderherzen und Schweineköpfe in den Auslagen gab und nicht nur das „schöne“ Fleisch. Da ich prinzipiell von gut zubereiteten Innereien nicht abgeneigt bin, mich aber beispielsweise an die Zubereitung eines Rinderherzen noch nicht wagte, weil man sie eben nicht an jeder Fleischtheke erhält, werde ich dort wohl noch den einen oder anderen Einkauf wagen. Die bessere Hälfte war sowieso direkt in diverse Rinderstücke verliebt. Hier ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Pfanne oder der Schmortopf heiß gemacht wird.

Die Halle an sich war mir etwas zu eng, aber es ist eben Markt und noch dazu einer in einem Gebäude. Platz zum Tangotanzen wird man dort nie finden. Aber das ist sicher auch der Charme, den das Einkaufen in der Kleinmarkthalle bietet. Man kann schauen, die Händler laden einen zum Probieren ein. Es duftet wunderbar und es ist ein ganz anderes Einkaufen als im Supermarkt um die Ecke. Ich mag Märkte mit eigenem Flair – und das hat die Kleinmarkthalle definitiv.

Kurz zusammengefasst:

Was: Kleinmarkthalle Frankfurt am Main

Wo: Hasengasse 5, 60311 Frankfurt am Main

Wann: Mo-Fr 8.00-18.00 Uhr / Sa 8.00-16.00 Uhr

Die Kleinmarkthalle #1 (Tipp: vor allem die Neuigkeiten beachten, es gibt Führungen in der Halle!)

Die Kleinmarkthalle #2 (umfangreiche Informationen, auch in englischer Sprache)

Es ist so warm…Also was essen wir?

Die Mehrheit hat bei der Wärme keinen Hunger bzw. keinen großen. Ich gehöre nicht dazu. Die bessere Hälfte auch nicht. Also überlegten wir, was wir essen könnten. Auflage war: Es war nix, was wir die vergangenen Wochen schon hatten und es darf uns nicht entgegendampfen. Kartoffeln und Quark hatten wir schon genauso oft wie Salat in allen Varianten. Beim Herumstöbern im Internet stieß ich auf eine klassische Mahlzeit Deutschlands, die vor allem an der Grenze zu Frankreich sehr beliebt ist:

Flammkuchen

Dafür habe ich gestern nur einen herzhaften Hefeteig für ein Blech angesetzt. Hierbei sollte man drauf achten, dass man mengenmäßig nicht zu viel Teig herstellt: Der Boden für Flammkuchen wird recht dünn ausgerollt, daher braucht man nicht so viel wie für einen Obstblechkuchen. Teig nach dem Verkneten 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Dann erneut kurz durchkneten, bemehlen und mit dem Nudelholz auf Backpapier ausrollen. Noch einmal für 30-40 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

In der Zwischenzeit habe ich eine Gemüsezwiebel in dünne Streifen geschnitten, für den grünen Faktor noch 3 Stängel Frühlingszwiebeln in kleine Röllchen geschnitten. Die 125g Schinken habe ich bereits gewürfelt gekauft. Gerne dürft ihr hier aber auch Bauchspeck am Stück in kleine Würfel schneiden. Für die Creme einfach einen Becher Schmand mit einem Becher Créme fraîche verrühren und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Und bitte den Ofen rechtzeitig vorheizen. Der Flammkuchen bäckt nicht lange, daher braucht er hohe Temperaturen: 250°C Ober-/Unterhitze.

Auf dem Teig zuerst die Schmand-Creme, dann die kleingeschnittenen Zutaten lose verteilen. Das Backblech für 10-15 Minuten in den Ofen schieben. Wer mag, kann seine Grillfunktion im Ofen nutzen, um für die letzten Minuten noch eine extra Bräune auf dem Flammkuchen zu schaffen.

Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und in Stücke schneiden. Dazu passt ideal ein trockener Weißwein oder ein gut gekühltes Bier. Haben das gestern mal für euch getestet 😉

Was den Belag angeht: Eigentlich kann man da sicher drauf schmeißen, was beliebt. Es sollte nur nicht zu viel sein. Ich aß auch schon sehr leckere Varianten mit dünnen Schinkenscheiben, grünem Spargel und Ziegenkäse. Der Phantasie kann man hier freiem Lauf lassen.

– Schmecken lassen! –

PS: Ich hätte gerne ein Foto vom ganzen Prachtstück gehabt, aber hier hatte jemand sehr großen Hunger…

Sauer macht lustig

Wir haben seit Wochen wunderbare Temperaturen. Es ist warm, die Sonne scheint. Gestern gelüstete es mir nach einem locker-leichten Dessert nach dem Abendessen. Schokoladenpudding mag ich, aber irgendwie passt der mehr, wenn es nicht ganz so warm ist. Meine Mousse au Chocolat braucht eine längere Kühlung und war somit auch raus. Fader Joghurt mit frischen Beeren war es auch nicht, wonach es mir gelüstete. Also experimentierte ich mit Buttermilch, Sahne und Zitronen, die wir noch daheim hatten. Geplant war ein Zitronen-Buttermilch-Mousse. Geworden ist es eher eine

Zitronen-Buttermilch-Creme

Für 4-6 Portionen braucht man:

  • 3-4 unbehandelte Zitronen
  • 380 ml Buttermilch
  • 4 Blatt Gelatine (weiß)
  • 1 Becher Schlagsahne
  • Puderzucker

Zubereitung:

  1. Zitronen waschen. Von einer Zitrone die Schale abreiben und in eine Schüssel geben. Zitronen auspressen und zu der Schale geben. Mit der Buttermilch verrühren. 
  2. Ich hatte den Saft von 4 Zitronen (entsprach gut 200ml) und süßte die Masse mit 3 EL Puderzucker. Daher gibt es hier keine Dosierempfehlung. Süßt einfach, bis es euch schmeckt, denn soviel Geschmacksverlust gibt es durch die Zugabe der Sahne später nicht (wie ich feststellen musste).
  3. Gelatine für 5 Minuten in kaltes Wasser geben. Vorsichtig auswringen. Parallel dazu einen kleinen Schluck (gut 6 EL) der Buttermilch-Zitronenmasse in einem Topf erwärmen, aber nicht aufkochen. Gelatine dazu, unter Rühren auflösen lassen und aufpassen, dass es nicht aufkocht. Also idealerweise Herdplatte aus und Topf vom Herd nehmen.
  4. Die restliche Buttermilchmischung langsam unterrühren. Die Betonung liegt hier auf LANGSAM und immer GUT rühren!
  5. Nun die Buttermilch-Zitronen-Gelatine-Mischung in ein Eisbad setzen und hoffen, dass die Gelatine arbeitet. Ab und an umrühren. Spätestens wenn die Masse zu stocken beginnt, sollte sie herausgenommen werden.
  6. Die Schlagsahne halbsteif schlagen und vorsichtig unter die Buttermilchmasse heben.
  7. Es empfiehlt sich, die Masse nun in Dessertschälchen zu füllen. Diese dann bitte in den Kühlschrank stellen (für mind. 4h., besser ist für einen halben Tag)

Da ich derzeitig einen Mangel an dessertgeeigneten Gläsern habe, habe ich die Masse in meinem Topf gelassen und einfach Nocken herausgestochen. Dazu gab es frisch aus dem Tiefkühlschrank Heidel- und Himbeeren. Ich mache beim nächsten Mal definitiv mehr Puderzucker an meine Masse, da sie doch sehr zitronig-sauer ist. Aber ansonsten ist es sehr lecker und schön leicht und ideal für diese warmen Temperaturen.

– Schmecken lassen! –

Sonntag ist Kuchentag

Die Twitterer unter uns sahen bereits erste Fotos vom heutigen Prachtstück. Ich habe mal wieder gebacken. Erneut habe ich ein Rezept von Paul Bokowskis Blog zur Inspiration genutzt. Diesmal musste ich jedoch aus Mangel an diversen Zutaten etwas variieren. Daher hier meine Variante für die

Schokoladen-Birnen-Tarte

Zutaten (für eine Tarte-Backform mit 28cm Durchmesser):

  • 175g Mehl
  • Salz
  • 115g Butter (nicht ganz weich, aber auch nicht frisch aus dem Kühlschrank)
  • 1 Eidotter
  • 2 EL kaltes Wasser
  • 1 Dose Birnen
  • 50g Butter
  • 10g Kakao
  • 70g Zucker
  • 1 Päckchen Vanille-Zucker
  • 3 Eier
  • 60g gemahlene Mandeln
  • 60g gemahlene Haselnüsse

Zubereitung:

  1. Mehl, 115g Butter und die Prise Salz zu einem krümeligen Teig verkneten. Anschließend Eidotter hinzugeben und das Wasser und zu einem festen Mürbteig verkneten. Anschließend in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank legen.
  2. Den Teig herausnehmen und ausrollen. Mit Hilfe des Nudelholzes den Teig in die Backform geben, nachdem diese gefettet wurde. Den Teig mit einer Gabel einstechen.
  3. Bei 200°C im Ofen auf unterer Schiene 10-15 Minuten vorbacken. Erbsen zum Blindbacken benutzte ich nicht, da der Teig dünn genug ausgerollt wurde und somit kein enormer Platzverlust für die Füllung zu erwarten war.
  4. In einer Rührschüssel die 50g Butter mit dem Zucker schaumig rühren. Eier und Kakao hinzu und alles gut verrühren. Schoko-Nuss-Masse auf den vorgebackenen Teig geben und gleichmäßig verteilen.
  5. Die Dose mit den Birnen öffnen und je nach Wahl die Birnenstücke in der Schokoladenmasse verteilen.
  6. Den Kuchen gut 40 Minuten bei 200°C auf der unteren Schiene backen.

– Schmecken lassen! –

Sonntagskuchen

PS: Der Kuchen schmeckt in der Variante bereits sehr gut. Beim nächsten Mal werde ich eine andere Version für die Schokoladenfüllung ausprobieren. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Käsekuchen ‚American Style‘

Gestern überkam mich ein Heißhunger auf Kuchen. Genauer gesagt Käsekuchen. Die klassische Variante à la Mama ohne Boden ist lecker, aber ich wollte die amerikanische Variante. Die ist klassischerweise mit Frischkäse statt Quark. Bei meiner Netzrecherche nach einem geeigneten Rezept zum Nachbacken stieß ich auf einen Backblog von einem Mann namens Paul. Da ich die Männerzeitschrift Beef auch wesentlich spannender finde als die Kochzeitschriften für die Hausfrau, verweilte ich dort und entschied mich, dem dortigen Rezept eine Chance zu geben:

New York Cheesecake

Das Rezept dazu findet ihr hier. Ausnahmsweise modifizierte ich es nicht, von daher könnt ihr euch an seine Anleitung halten. Ich ließ lediglich die rote Fruchtschicht weg. Mir war nach Käsekuchen und nicht nach Obsttorte. Beim nächsten Mal werde ich aber einen Schuss Zitronensaft hinzugeben, da mir diese Nuance in dem Kuchen ein wenig fehlt. Ansonsten: Lecker!

Birnenkuchen

Wie bereits bei meinen Beeren-Streifen erwähnt, kaufte ich mir die Lecker Bakery. Natürlich findet man da nicht nur ein tolles Rezept zum Nachbacken drin, sondern mehrere. Letztes Wochenende habe ich wieder gebacken und das Fazit der Koster war: LECKER! Es gab:

Birnenkuchen mit Amarettini

Zutaten (für eine Fettpfanne 32x39cm):

  • 350ml Milch
  • 1 1/2 Würfel Hefe (à 42g)
  • +650g Mehl
  • 125g +  2 EL + 50g Zucker
  • Salz
  • 1 Ei
  • 75g + 100g Butter + etwas zum Einfetten (weich!)
  • 1,2kg Birnen
  • 3 EL Zitronensaft
  • 2 gestrichene EL Speisestärke
  • 100g getrocknete Cranberrys
  • 100g Amarettini
  • 100g Mandelplättchen
  • evtl. Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Die Milch etwas erwärmen und die Hefe wie üblich reinbröseln und vollständig auflösen. 650g Mehl, 125g Zucker, 1 Prise Salz und das Ei in eine Schüssel geben und zunächst die Hefemilch dazugeben und mit den Knethaken des Rührgerätes den Teig kneten. Anschließend die 75g Butter (am besten in kleinen Flocken) in den Teig einarbeiten, sodass dieser geschmeidig wird. Nachdem er beginnt, sich vom Rand zu lösen, ruhig noch 2-3 Minuten weiterkneten und zugedeckt an einem wärmeren Ort gut 45 Minuten gehen lassen.
  2. Birnen schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Gemeinsam mit dem Zitronensaft und 2 EL Zucker in einen Topf geben, umrühren und ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Die Stärke mit 4 EL kaltem Wasser verrühren und zum Birnenkompott geben. Ordentlich umrühren und weitere zwei Minuten köcheln lassen. Nun die Cranberrys unterrühren und abkühlen lassen.
  3. Die Fettpfanne mit der Butter einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Hefeteig erneut ordentlich durchkneten und 2/3 der Teigmenge ausrollen (am besten auf dem Blech). Bei dem Kuchen wird ein Rand benötigt, sodass der Teig am Rand des Bleches hochgedrückt werden muss. Blech abdecken und erneut 15 Minuten gehen lassen.
  4. Den Ofen nun auf 175°C Umluft (200°C Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Amarettini in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Fleischhammer oder dem Nudelholz in kleinere Brösel zertrümmern. Achtet dabei bitte darauf, dass die Tüte auch verschlossen ist 😉 Die Krümel auf den Kuchenboden bröseln. Das Birnenkompott darauf gleichmäßig verteilen. Den restlichen Hefeteig am besten auf einem Bogen Backpapier zu einem Rechteck ausrollen, das mit den Maßen der Fettpfanne deckungsgleich ist. Teigrechteck auf das Kompott stürzen und die Teigränder andrücken. Mit den Mandeln und ein wenig Zucker bestreuen. Ich nahm ein Tütchen mit richtigem Vanillezucker und hatte somit einen schönen Effekt dank der schwarzen Vanillekrümel. Ca. 100g Butter in kleinen Flöckchen auf dem Kuchendeckel verteilen und im Ofen knapp 35 Minuten backen lassen. Nach 20 Minuten sollte der Kuchen mit Alufolie abgedeckt werden, da der Teigdeckel sonst zu platzen droht.
  5. Abkühlen lassen und servieren.

– Schmecken lassen –

PS: Wer an besseren Kuchenfotos interessiert ist und noch mehr tolle Rezepte zum Nachbacken haben will, sollte einfach zum Kiosk gehen und sich für knappe 6 Euro die Lecker Bakery selbst kaufen.