Braun Multiquick 7

Trnd lässt mich diesmal den Braun Multiquick 7 Aperitive testen. Für mich besonders interessant, da ich vergangenes Jahr zum Einzug in unsere erste gemeinsame Wohnung den Multiquick 5 mit Schneebesen und Zerkleinerer kaufte. Der Vergleich reizte mich und ich bin sehr froh, ihn machen zu dürfen.

Braun Multiquick 7Das Braun Multiquick 7 MQ 745 Aperitive Set enthält:

–       Stabmixer
–       Schneebesen
–       Standmixer mit Ice-Crusher
–       Zerkleinerer
–       Mix- und Messbecher

Natürlich gab es auch eine Gebrauchsanweisung und den obligatorischen Projektfahrplan von trnd – quasi das perfekte Rundum-sorglos-Paket für Küchenfans wie mich. Nicht zu vergessen das Rezept für den Deutschlandsmoothie – passend zur Fußball WM 2014.

Leider konnte ich nicht direkt nach dem Auspacken mit dem Ausprobieren und Testen starten, da unser Urlaub auf Mallorca anstand. Aber Vorfreude ist ja die bekanntlich schönste Freude 😉

Mittlerweile habe ich jedoch alle Teile testen können und kann nur eins sagen: Ich bin sehr, sehr zufrieden. Aber lieber der Reihe nach:

a) Stabmixer

Vergleich Braun Multiquick 7 und Multiquick 5Der Stabmixer der 7er Reihe liegt wesentlich besser als der 5er in der Hand. Auch wenn ich am Anfang wegen des schwereren Gewichtes wirklich sehr skeptisch war, geht das Pürieren leichter von der Hand. Das liegt aber sicher auch auch an der Smart Speed Funktion des Multiquick 7. Hier gibt es  nur eine Taste mit allen Stufen, die auf den Druck reagiert, den man ausübt. Praktisch heißt das: fester gedrückt gleich höherer Leistung. Beim 5er kann längeres Pürieren von großen Mengen schon schnell unangenehm für die Hand werden – zumindest geht es mir so. Die Tasten sind einfach schwerer zu bedienen, die Stufen müssen manuell über den Regler geändert werden. Daher klarer Vorteil für den Multiquick 7.

Zur Sicherheit muss man vor dem Start noch kurz die Sperre lösen. Dies erfolgt über einen kurzen Tastendruck oben auf dem Gerät. Für mich als bisherige Multiquick 5 Benutzerin ist das neu und noch etwas gewöhnungsbedürftig.

b) Schneebesen

Der Schneebesen und der Messbecher sind eine unschlagbare Kombi – auch schon beim Multiquick 5. Egal ob Cremes oder Sahne – ich nutze dafür nur noch den Multiquick Schneebesen, da dies bei weitem schnellerer geht als mit dem Handrührgerät.

Holunder Himbeer Schorlec) Standmixer mit Ice-Crusher (1,25l)

Der Standmixer ist für mich vollkommen neu gewesen, da der bei meinerm 5er Set nicht dabei war. Hier muss man ehrlich sein und sagen, dass die Vorgabe ‚nicht mehr als 7 Eiswürfel‘ nicht die praktikabelste Vorschrift ist. Crushed Ice wird ja meist in größeren Mengen benötigt, daher ist die Herstellung von mehr Crushed Ice schon aufwendiger. Dennoch funktioniert der Ice Crusher sehr gut. Ich empfehle hier aber impulsartig zu arbeiten und immer mal das Gefäß kurz durchzuschütteln.

Für meine erfrischende Holunderlimo mit Himbeeren auf Crushed Ice nach Feierabend war jedoch durchaus zu gebrauchen.

d) Zerkleinerer (350ml)

Der Zerkleinerer der Multiquick 7 Reihe ist funktionell besser als der aus der 5er Reihe. Das schreibe ich vor allem der Befestigung der Klinge zu. Während hier die Klinge fest auf die entsprechende Achse gesteckt wird und diese danach nicht mehr wackelt, sitzt der Klingenaufsatz beim Zerkleinerer der 5er Reihe doch sehr lose. Bisher hackte ich meist Kräuter (natürlich impulsartig) mit beiden Modellen und bin mit dem Ergebnis zufrieden. Da laut Bedienungsanleitung auch härtere Lebensmittel wie Schokolade oder Parmesan dafür geeignet seien, hackte ich Schokolade für eine Mousse au Chocolat im Zerkleinerer des Multiquick 7. Auf höchster Stufe in kurzen Impulsen war die Schokolade ruckzuck zerhackt und fertig für das Wasserbad.

e) Messbecher

Beschwerden in der trnd Community, dass nach der Benutzung der Messbecher bereits arg zerkratzt sei, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Zum einen ist klar, dass der Becher nicht kratzfrei bleiben wird, wenn man ihn benutzt. Aber dass er gar schon „nach wenigen Malen“ recht blind sein soll, kann ich nicht bestätigen. Ich habe zum Multiquick 5 den identischen Messbecher bekommen und kann die Skala noch immer voll erkennen – trotz mehrmaligem Gebrauch pro Woche.

Mein Fazit für den Multiquick 7 lautet: Klare Kaufempfehlung! Er liegt super in der Hand, die intuitive Steuerung über den Smart Speed erleichtert die einhändige Arbeit. Ganz großes Plus ist hierbei die Stufenlose Regulierung der Geschwindigkeit. Gefühlt könnte man ewig pürieren.

Auch der Schneebesenaufsatz ist für die Küche eine wahre Bereicherung – auch wenn er auf den ersten Blick recht spielig wirkt. Aber der Eindruck täuscht.

Wer gerne und viel kocht und dabei pürieren, zerkleinern und schlagen muss, dem empfehle ich ganz klar den Multiquick 7. Wer nur hin und wieder mal etwas pürieren muss, ist auch mit dem 5er Modell ohne das ganze Zubehör sehr gut beraten. Trotzdem gilt: Haben ist besser als brauchen 😉

Himbeermousse

Nach langem mal wieder ein Dessert ausprobiert. Himbeermousse. Ich sag nur eins: lecker! Wird definitiv wieder gemacht – gerne auch für Gäste.

Hier das Rezept für 4-5 Portionen:

  1. 450g Himbeeren waschen. Bei TK-Himbeeren diese gut antauen lassen.
  2. 5 Blatt Gelatine für 5 Minuten in kaltes Wasser legen. Dabei darauf achten, dass die Blätter einzeln in das Wasser gegeben werden.
  3. 100ml Wasser mit 3-4 Esslöffel Zucker aufkochen.
  4. Gelatine gut ausdrücken und in dem Zuckerwasser auflösen.
  5. Die Himbeeren mit dem Zuckerwasser vermengen und gut pürieren.
  6. Die Masse nun durch ein feines Sieb streichen, wenn man die kleinen Kerne der Himbeeren nicht mag. Ich ließ sie drin, weil sie mich nicht stören.
  7. Das Himbeerpüree mit 300g Joghurt verrühren und für gut 10-15 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  8. 150g Schlagsahne steif schlagen, vorsichtig unter die Himbeer-Joghurt-Masse heben.
  9. Mousse nun in die vorgesehenen Portionsgläser geben und für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  10. Mit frischen Himbeeren und Minze oder Melisse garniert servieren.

– Schmecken lassen! –

Frühlingszeit ist Pflanzzeit

Was habe ich die aktuelle Jahreszeit als Kassenaushilfe im Baumarkt gehasst. Die ganze Welt kauft Erde und Topfpflanzen und alles für den Garten. Ich hatte nach jeder Schicht Fingernägel, als hätte ich einen Hamster mit eigenen Händen begraben – ohne Handschuhe und Schaufel.

Nun ja. Man wird älter.  Wir bezogen jetzt eine Wohnung mit bester Sonnenlage und ja, auch in mir entstand der Wunsch zu buddeln. Da ich keinen Garten habe, muss es sich auf Kräutertöpfe beschränken. Nachdem ich einmal die StefStuff belästigte, was man als Anfänger der Balkonbegrünung eigentlich wissen und beachten muss, ging es vorsichtig los.

Das schwedische Möbelhaus des Vertrauens bot nämlich Gutscheine, mit denen man das 3er Set Kräutersamen namens FRÖER günstiger erhält. Hingefahren, gekauft, gematscht. Das tat ich nun vor einer Woche und es wächst tatsächlich etwas.

FRÖER gab es in zwei Varianten. Einmal mit Melisse, Petersilie und Oregano und einmal mit Basilikum, Thymian und Koriander. Mit etwas mehr Glück als ich hat man dann auch die versprochenen Samentütchen. Ich züchte gerade zweimal Melisse, weil mir die Petersilie fehlt. Aber es gibt schlimmeres.

Ikea Anzuchtset
Im 3er Pack sind drei Pappbecher, drei Samentütchen und drei Erdpellets enthalten – also ideal, um daheim sofort loszuegen.

Ich habe natürlich sorgfältig die Bedienungsanleitung gelesen. Da hieß es, man solle die Erdpellets mit 400ml Wasser verbinden. Nun ja, ich tat das und hatte dann eine wunderbare Dreckbrühe, die ich ersteinmal durch ein Küchensieb gießen musste, um feuchte Erde zu erhalten. 250-300ml reichten bei den weiteren Pellets vollkommen aus, um Erde zu erhalten. Dann habe ich, wie befohlen, den jeweiligen Pappbecher bis ca. 2cm unter dem Rand mit Erde befüllt. Auf die ganz leicht angedrückte Erde die Samen geben.

Ikea Kräuter
Ich glaube, das soll mal Koriander werden.

Damit die Kleinen auch ordentlich keimen können, soll man sie dünn mit Erde bedecken. Vorsichtig, am besten mit einer Sprühflasche anfeuchten. Um einen kleinen Gewächshauseffekt zu imitieren, soll man den Becher mit Frischhaltefolie abdecken und Luftlöcher reinpieksen. Ich empfehle, dass man die Folie mit einem Haushaltsgummi festzurrt. Zumindest bei mir hält Frischhaltefolie nämlich nie, wo sie halten soll.

Und ab jetzt heißt es warten - und immer einmal vorsichtig mit einer Wassersprühflasche für Feuchtigkeit sorgen
Und ab jetzt heißt es warten – und immer einmal vorsichtig mit einer Sprühflasche für Feuchtigkeit sorgen.

Nach einer Woche sehen meine Töpfchen nun so aus:

Abgesehen von der Melisse, die sich auch im Petersilientöpfchen befindet, scheint alles ganz gut zu wachsen. Auch der Koriander brauchte ein wenig mehr Zeit, aber gut Ding will Weile haben.
Abgesehen von der Melisse, die sich auch im Petersilientöpfchen befindet, scheint alles ganz gut zu wachsen. Auch der Koriander brauchte ein wenig mehr Zeit, aber gut Ding will Weile haben.

Ich lasse sie jetzt noch ein wenig in ihren Papptöpfchen wachsen und dann ziehen sie in größere Töpfe und auch auf den Balkon um. Dort dürfen sie dann und gedeihen, um später unsere Kochkünste unterstützen.

Risotto mit Roter Bete

Vor einigen Wochen sah ich bei Facebook einen Post mit Rote-Bete-Risotto von Daniel bzw. seiner Facebookseite zu Gastro LE. Da entschied ich mich, dass ich das auch unbedingt einmal ausprobieren möchte und experimentierte* mit Risottoreis und Rote Bete. Das Endergebnis war lecker und für unsere Küchenverhältnisse ausnahmsweise auch einmal vegetarisch.

Risotto mit Roter Bete und Grillkäse

Zutaten 2-3 Personen

  • 2 frische Rote Bete (sicher auch die bereits geschälten in der Vakuumverpackung möglich)
  • 200g Risottoreis
  • 1 Schalotte
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • Butter
  • Saft einer frisch gepressten Orange (entspricht ca. 200ml)
  • 600ml Gemüsebrühe
  • 1-2 Stängel Frühlingszwiebel
  • Salz, Pfeffer, Chili
  • Grillkäse (soviel man will)

Zubereitung

  1. Gummihandschuhe anziehen, die Rote Bete schälen und in kleine Würfel schneiden (>1cm Kantenlänge). Passt dabei bitte auf eure Klamotten auf und benutzt vielleicht nicht euer allerliebstes Lieblingsbrettchen.Schalotte abziehen, klein würfeln. Knoblauch ebenso.  Frühlingszwiebel schneiden und in Ringe schneiden.
  2. Orange ordentlich abwaschen, auspressen, Saft zur Seite stellen. Gemüsebrühe vorbereiten.
  3. In einem Topf Butter zerlassen und die Zwiebeln mit dem Knoblauch darin andünsten. Risottoreis nach einigen Minuten dazugeben und alles gut miteinander verrühren.
  4. Rote Bete Würfel hinzu geben, kurz andünsten.
  5. Dann beginnt das übliche Spektakel des Risottokochens: Brühe, Rühren, quellen, Brühe, Rühren, quellen – und das bei mittlerer Hitze. (Gut Ding will eben Weile haben)
  6. Kurz vor der gewünschten Konsistenz des Risottos die Frühlingszwiebeln unterheben, mit Gewürzen abschmecken.
  7. Mit dem parallel gebratenen Grillkäse servieren.

– Schmecken lassen! –

Ich werde es definitiv wieder kochen, da es mir auch ohne Beilage in Form von Grillkäse gut sättigen kann. Aber ich denke, wenn ich Appetit auf eine eiweißhaltigere Beilage habe, dann passt da auch angebratene Hähnchenbrust sehr gut dazu, oder Kurzgebratenes vom Rind. Mal schauen.

Männereintopf

Vor ein paar Tagen hat es endlich geklappt, dass auch ich meinen Danke-Beitrag an unsere zwei fleißigen Umzugshelfer ableisten durfte. Da sich noch ein weiterer Kollege der besseren Hälfte dazugesellte, stand ich vor der Frage: Was kochst du für vier hungrige Männermäuler, die frisch vom Dienst kommen und dann erstmal Fifa zocken? Auch meine Frage, ob es denn Essenswünsche gäbe, war wenig inspirierend. Man würde auch einem Pizzalieferdienst vertrauen.

 TZE! Aber nicht mit mir. Kochbücher auf. Gericht gesucht. Gefragt, ob alle Chili Con Carne essen. Fertig.

„Mein“ Chili ist mittlerweile eine Mischung aus drei Rezepten. Wirkliche Mengenangaben befolge ich teilweise schon gar nicht mehr, sondern koche es eher „frei Schnauze“. Da es den Jungs gut schmeckte, dachte ich mir, ich teile der Welt einfach mal mit, wie ich ein Chili koche.

Ach, und warum der Beitrag Männereintopf heißt: Mädels konnte ich mit Chili noch nicht so überzeugen, das liegt aber an meinem Schärfegefühl. Die Küche meines Vaters hat mir gewiss schon so manche Geschmacksknospe weggebrannt. Daher esse ich für ein Mädchen gerne recht scharf und zucke nicht mit der Wimper, wenn andere schon Feuer speien. Außerdem heißt es ja Con Carne, also mit Fleisch. Auch hier stoße ich immer häufiger auf ungläubige Blicke. Daher gilt Chili Con Carne bei mir als ein idealer Eintopf für Männerrunden.

Chili Con Carne

Zutaten für 12 Portionen:

  • 1kg Hackfleisch
  • 1 Doppelpackung Schinkenwürfel
  • 2 Gemüsezwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 4-6 Chilischoten
  • 2 Paprika
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1l Brühe
  • 6 Dosen geschälte Tomaten (à 425g Einwaage)
  • 4 Lorbeerblätter
  • 500g Kidneybohnen (Dose)
  • 200g Mais
  • 80g Zartbitterschokolade
  • grobes Meersalz, Pfeffer, Cayennepfeffer

Zubereitung:

  1. Gemüsezwiebeln grob hacken. Knoblauch schälen und würfeln. Gemeinsam mit dem Hackfleisch in einer Pfanne anbraten. Am besten in Etappen, damit das Hack auch Röstaromen ausbilden kann, das heißt, dass jegliche Flüssigkeit aus der Pfanne verschwunden ist. In einen großen Topf geben und weiterhin erwärmen. Schinkenwürfel hinzugeben.
  2. Chilischoten und Paprika waschen und würfeln. Wer nicht die volle Schärfe der Chili will, sollte die weißen Kerne entfernen. Gemüse zum Hack-Zwiebel-Knoblauch-Gemisch im Topf geben.
  3. Tomatenmark hinzu und alles kurz anschwitzen.
  4. Brühe dazu, Dosentomaten und Lorbeerblatt. Umrühren, bei geschlossenem Deckel 30-40 Minuten leicht köcheln lassen.
  5. Kurz vor dem Servieren die Bohnen und den Mais mit kalten Wasser abspülen und zum Chili geben. Schokolade raspeln und ebenfalls dazugeben. Alles aufkochen, abschmecken.
  6. Servieren.

– Schmecken lassen! –

Tipp: Baguette passt super dazu. Nimmt die Schärfe und man kann die Suppenschüsseln wunderbar damit auswischen 😉

 

Weihnachtliches Dessert

Wer mir bei Twitter folgt, hat vielleicht mitbekommen, dass ich dieses Jahr in der Familie für das Dessert zuständig bin. Also probierte ich letztes Wochenende ein gefundenes Rezept direkt aus, um es auf seine Eignung zu testen. Es gab:

Weiße Mousse au Chocolat mit Zimtpflaumen

Zutaten (für 4 recht kleine Portionen):

  • 1/4 einer ganzen Vanilleschote
  • 70ml Milch
  • 1 Blatt Gelatine (farblos)
  • 100g weiße Kuvertüre + weiße Kuvertüre zum Dekorieren
  • 150g Sahne
  • 1 EL Zucker
  • ca. 3cm Zimtstange
  • 1 Glas Pflaumen

Zubereitung:

  1. Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Gemeinsam mit der Schote in die Milch geben, aufkochen und für mind. 10 Minuten ziehen lassen. Die Milch soll dabei nicht mehr kochen, also runter von der Herdplatte, Topf bitte abdecken.
  2. Die Kuvertüre mit einem Messer so fein wie möglich hacken.
  3. In kaltem Wasser die Gelatine für 5 Minuten einweichen. Parallel dazu die Milch erneut aufkochen und die Vanilleschote entfernen. Die Gelatine ausdrücken und in der heißen Milch unter Rühren auflösen. Nun die Kuvertüre hinzugeben und alles ordentlich mit einem Schneebesen verrühren.
  4. Die Masse zwei Minuten ruhen lassen und dann erneut alles gut durchschlagen. Beiseite stellen, auf ca. 35°C abkühlen lassen.
  5. Nun die Sahne halbsteif schlagen und vorsichtig die Vanille-Schokolade-Milch unterheben.
  6. Die Masse auf vier Dessertgläser verteilen, mit Alu- oder Frischhaltefolie abdecken und mind. 4 Stunden kalt stellen.
  7. Nun den Zucker im Topf karamellisieren und die Zimtstange dazugeben. Den Saft der abgetropften Pflaumen zum Ablöschen hinzugeben. Bei mäßiger Hitze so lange köcheln, bis der Karamel sich vollständig auflöste. Die Pflaumen hinzugeben und einmal aufkochen lassen. Danach die Zimtpflaumen abkühlen lassen.
  8. Vor dem Servieren die Zimtstange herausholen und das Kompott auf die weiße Schokomousse verteilen.
  9. Weiße Kuvertüre hobeln und die Späne zur Dekoration verwenden. Wer mag, darf hier noch mit einer Prise Zimt „nachwürzen“.

– Schmecken lassen –

PS: Auf der weihnachtlichen Tafel unserer Familie wird es nicht landen, aber es war lecker und auch gar nicht schwer in der Zubereitung.

Taboulé

Im letzten Sommerurlaub durfte ich einen tollen Couscous-Salat kennen und lieben lernen. Er war leicht, machte satt und schmeckte fantastisch – Taboulé. Bereits beim Essen versuchte ich die einzelnen Bestandteile herauszuschmecken. Später fragte ich nach, ob ich richtig lag – und das war der Fall.

Vergangene Woche war es dann soweit, ich bereitete meinen ersten eigenen Taboulé zu. Da ich keine exakte Zutatenmenge bekam, musste ich hier frei nach Gefühl arbeiten. Das Endergebnis auf dem Teller war aber sehr lecker und das Rezept wird definitiv Einzug in mein Kochbuch halten.

Zutaten für 2-3 große Portionen:

  • 80g Couscous
  • 2 mittelgroße Tomaten
  • 1/2 Salatgurke
  • 1/2 Paprika (rot oder grün)
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 30g Blattpetersilie
  • 2-3 Zweige Minze
  • Saft einer Zitrone
  • 50ml Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Couscous nach Packungsangabe quellen lassen. Regelmäßig umrühren.
  2. Tomaten, Gurke, Paprika, Lauchzwiebeln waschen. Alles sehr klein würfeln. In eine geeignete Schüssel geben.
  3. Petersilie und Minze waschen und gut trocken tupfen, klein hacken.
  4. Olivenöl mit Zitronensaft sowie Salz und Pfeffer mischen.
  5. Couscous mit den Kräutern zum Gemüse geben.
  6. Das Dressing über den Salat geben und alles gut vermengen. Erneut abschmecken.

Tipps:
– Der Salat ist super für warme Tage, weil er sättigt, ohne schwer im Bauch zu liegen.
– Für mehr Geschmack sollte Gemüsebrühe für den quellenden Couscous genutzt werden.
– Wer statt Couscous Bulgur verwendet, erreicht sicher auch ein leckeres Ergebnis.
– Fruchtfleisch der Tomaten entfernen, dann wird er nicht mit der Zeit matschig.
– Auch eine Note Kreuzkümmel ist nicht verkehrt.
– Das Kleinschneiden dauert seine Zeit. Besser ist, man hat dabei Hilfe.

Ich hab dazu ein paar Klöpse, gefüllt mit Fetakäse, gebraten. In einer Plastebox verpackt ist es auch ideal für eine Mahlzeit während einer längeren Autofahrt – das hat die bessere Hälfte für euch getestet 😉

Süße Sünde

In diesem Haushalt wird Schokolade geliebt. Sei als als Tafel, als Kuchen, als Getränk. Die Kakaobohne ist einfach klasse.

Gestern probierte ich dann zum zweiten Mal kleine Schokoküchlein aus, deren Kern noch flüssig sein soll, wenn sie vernascht werden. Was soll ich sagen…Nach der kleinen Kaffeerunde wurde ich böse angeschaut und musste mich erklären, warum ich nur drei Küchlein buk, statt ein ganzes Blech. Sie scheinen geschmeckt zu haben 😉

Hier mein Rezept für kleine Schokoladen-Sünden:

Schokokuchen mit flüssigem Kern

Zutaten für 12 Stück:

  • 120g Zartbitterschokolade (mind. 70% Kakaoanteil)
  • 120g Butter
  • 1 TL Honig
  • 4 Eier (M)
  • 120g Zucker
  • 35g Mehl
  • Obst nach Wunsch, eventuell Puderzucker

Zubereitung:

  1. Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Schokolade gemeinsam mit der Butter und dem Honig im Wasserbad schmelzen. Alles gut miteinander vermengen und aus dem Wasserbad heben.
  3. Muffinblech mit Papierformen auslegen.
  4. Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Das klappt am besten mit dem Handrührgerät.
  5. Zur Eier-Zucker-Masse die Schokoladen-Buttermasse geben und gut verrühren. Das Mehl hinzugeben und erneut alles miteinander vermengen.
  6. 2-3 Esslöffel Teigmasse in die Förmchen geben.
  7. Im Ofen nun ca. 12 Minuten backen lassen. Die Mitte der Küchlein sollte dabei noch glänzen.
  8. Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen.
  9. Das Papier der Muffinförmchen vorsichtig vom Rand lösen und die Küchlein behutsam auf einen Dessertteller stürzen. Hierbei wirklich vorsichtig arbeiten. Dadurch, dass das Innere noch flüssig ist, sind die Küchlein nicht so formstabil, dass sie grobes Anrichten verzeihen.
  10. Vorbereitetes Obst daneben anrichten und auf Wunsch mit etwas Puderzucker verzieren.

– Schmecken lassen! –

Da ich sie wahrscheinlich öfter kredenzen darf, werde ich diverses Obst als Beilage ausprobieren. Was ich mir auch gut vorstellen kann, sind Orangenfilets oder angedickte Sauerkirschen. Die Himbeeren waren aber nicht übel.

Ich bin eigentlich niemand, der den Ofen vorheizt. Aber hier sollte man von vornherein wirklich mit der benötigten Backtemperatur arbeiten, da sonst die Backzeit verzerrt wird.

Außerdem empfehle ich, dass man sie einmal zur Probe backt, bevor man sie für Gäste plant. Jeder Ofen ist anders. Probiert es aus. Mein erster Versuch ging auch in die Hose. Aber kleiner Trost: Auch wenn der Kern nicht wie Lava aus dem Küchlein strömt, das Küchlein schmeckt auch in festerer Variante 😉

Meine Suppe ess‘ ich nicht…

„Ich esse keine Suppe ! Nein !
Ich esse meine Suppe nicht !
Nein, meine Suppe ess‘ ich nicht !“ (Aus: Der Suppen-Kaspar – Heinrich Hoffmann)

Rote Bete. Ich höre jetzt schon viele „igitiigitts“ und „uurks“. Da ich in einem Haushalt aufwuchs, in dem Mäkelei zwar toleriert, aber nicht mit extra Bratwürsten betoniert wurde, esse ich Rote Bete seit Kindertagen. Aber ich kannte sie nur eingelegt – und fand das schon immer lecker. Bei Klassenfahrten war ich sicher deswegen beliebt, weil ich die rote Bete vom Nachbarn noch mit aufgegessen habe…

Schon immer reizte mich die Rote Bete Suppe. Da ich aktuell nichts mit viel Fett und Fleisch (wie auch immer Ärzte das definieren) und mit vielen Gewürzen (insbesondere kein Chili 🙁 ) sowie diversen anderen Verboten habe, passte sie jetzt ganz gut in mein Kochschema. Außerdem musste ich mir keine traurigen Blicke ansehen, die ein Stück Fleisch in der Suppe vermissen, da ich allein zum Essen war.

Rote Bete Suppe

Zutaten (2-3 Personen)

  • 2 Knollen Rote Bete
  • 1 Möhre
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 1/2 Zwiebel
  • 10g Ingwer
  • 500ml Wasser
  • 1 Eßl. Butterschmalz
  • 1/2-1 TL Gemüsebrühe (gekörnt)
  • Créme fraîche
  • Salz, Pfeffer

Rote Beete Suppe

Zubereitung

  1. Für die Verarbeitung der Roten Bete eignen sich eine Küchenschürze und Einweghandschuhe, da dieses Gemüse stark färbt. Die Knolle schälen und in Würfel schneiden.
  2. Auch das übrige Gemüse schälen und würfeln.
  3. In einem Topf das Butterschmalz erhitzen und die Rote Bete samt der Möhren, Zwiebel, Ingwer und Kartoffeln gut 3 Min. dünsten. Anschließend mit Wasser aufgießen und die Brühe unterrühren. Alles aufkochen lassen und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis die Stückchen weich sind.
  4. Topf vom Herd nehmen und mit dem Pürierstab das Gemüse bis zur gewünschten Konsistenz zerkleinern.
  5. Mit Gewürzen abschmecken.
  6. Vor dem Servieren auf Wunsch mit einem Klecks Crème fraîche verzieren und bei Vorhandensein mit frischem Schnittlauch oder anderen geeigneten Kräutern servieren.

– Schmecken lassen! –

Tipp:

  • Ich habe mir nachträglich für die zweite Portion noch Sonnenblumen- und Pinienkerne in einer Pfanne dazu geröstet. Das hat super gepasst.

Abendlicher Backwahn

Mich überkam zu Beginn der Woche wieder der Backwahn. Muffins sollten es werden. Die sind klein, lecker und ideal, um sie auf Arbeit zu verputzen. 21 Uhr schob ich das Blech in den Ofen.

Passend zur Saison gab es:

Pflaumenmuffins

Wenn ihr bereits einen geliebten Grundteig für Muffins habt, braucht ihr nur noch 5-7 Pflaumen und 1 TL Zimt, den ihr einfach mit dem Mehl vermengt, bevor ihr den Rührteig herstellt. (Den dürft ihr mir auch gerne verraten 😉

Ansonsten:

  • 125g Butter (bitte weich)
  • 70g Zucker
  • 1 Päckchen Vanille-Zucker (eure Wahl, ob Vanillin- oder richtigen Vanillezucker)
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier (sollten nicht all zu kalt sein, also etwas eher aus dem Kühlschrank nehmen)
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Backpulver (gestrichen)
  • 250g Mehl
  • 75ml Milch (am besten lauwarm)
  • 5-7 Pflaumen

Zubereitung:

  1. Pflaumen waschen, entsteinen und in kleine Stücke schneiden.
  2. In der Rührschüssel die weiche Butter mit dem Zucker und der Prise Salz schaumig rühren. Nach und nach die Eier unterrühren. Alles zu einer glatten Masse verarbeiten.
  3. Mehl abmessen und mit dem Backpulver und dem Zimt ordentlich vermengen.
  4. Mehl in Etappen zum Ei-Butter-Gemisch geben. Anschließend die Milch dazu. Alles wieder gut zu einem glatten Teig verarbeiten.
  5. Die Pflaumenstücke unter den Teig heben.
  6. Die Muffinform mit Papierförmchen auslegen und den Teig gleichmäßig in die einzelnen Mulden verteilen.
  7. Bei 175°C (vorgeheizt, Ober-/Unterhitze) mind. 15 Minuten backen.
Muffin mit Pflaumenstückchen
Am besten klopft ihr die Muffinform vor dem Backen 2-3x vorsichtig auf die Arbeitsfläche, damit evtuell vorhandene Luftblasen rausgehen. Außerdem nicht zu lange backen lassen. Meine erster Versuch war ein paar Minuten zu lang drin. Dank der Pflaumen und der Aufbewahrung im Kühlschrank sind sie nicht zu trocken, aber sie könnten fluffiger sein.

– Schmecken lassen! –

PS: Wer es süßer mag, sollte die Zuckermenge erhöhen!